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Gräfin Hedwig, die Witwe Friedrich I. Graf von Brehna (gest. 1182), einem Sohn von Markgraf Konrad des Großen von Meißen (Begründer des sächsischen Fürstenhauses der Wettiner), stiftete 1201 in Brehna ein Augustinerchorfrauenstift.
Es wurde dem Heiligen Clemens geweiht und im Laufe des Jahrhunderts reich ausgestattet. Von der ehemals wohl bemerkenswerten Anlage des Klosters ist nur das heute als Stadtkirche genutzte Gotteshaus erhalten. In ihm sind aber noch immer Spuren des Lebens der Nonnen überliefert. An der Südseite des Chores befindet sich noch der ehemalige, heute umgebaute Nonnenchor. Er ist durch eine Mauer vom Kircheninneren abgetrennt. Der Raum ist über eine Treppe neben der Sakristei zu erreichen. In seine Ostwand ist eine gotische Sakramentsnische mit einer für diese Zeit typischen profilierten Vorhangbogenrahmung eingelassen. Ein Kreuz, in das die schwer leserliche Jahreszahl 1508 eingemeißelt ist, krönt diese Nische. In der Sakristei unterhalb der Nonnenempore hat sich eine eisenbeschlagene Holztruhe erhalten, die in das 15. Jahrhundert dadiert wird.
Die Kirche ist im Ursprung romanisch, wurde jedoch mehrfach umgebaut. Ihr großer Westquerturm, der wohl auf romanischen Grundmauern ruht, wurde in gotischer Zeit erneuert. Im Turmbau findet sich ein spätgotisches Kreuzgewölbe. Das Kirchenschiff, ein in der Romanik ursprünglich einschiffiger Bruchsteinbau, wurde in der Gotik nach Norden hin zu einer flachgedeckten, zweischiffigen Anlage erweitert. Im Osten baute man, ebenfals in der Zeit der Gotik, in der Breite des älteren, ersten Kirchenschiffes eine eingezogene, dreiseitig geschlossenen Choranlage mit eigenem Satteldach an.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.kirche-brehna.de und
www.autobahnkirche-brehna.de