Kreis_Heideloh
Heideloh zählt mit seinen derzeitigen 196 Einwohnern und einer Fläche von 3,14 Quadratkilometern zu den kleinsten Orten des Landkreises Anhalt-Bitterfeld. Zum 1. Juli 2004 wurde die Eingemeindung der bis dahin selbständigen Gemeinde Heideloh in die Gemeinde Sandersdorf vollzogen.
Gegründet von den Warnen, einem germanischen Volksstamm, wurde unser Ort erstmals im Jahre 1388 urkundlich erwähnt. Das Ortsbild wird durch den angerförmig angelegten Dorfkern mit seinen beiden Dorfteichen, deren potentieller Nutzer die Freiwillige Feuerwehr des Ortes ist, und seinen zum Teil als Lehmbauten ausgeführten Bauernhäusern geprägt.
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 Ortseingangsschild Heideloh
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Unweit der Anschlußstelle Bitterfeld Wolfen zur Bundesautobahn BAB 9 gelegen, hat der Ort mit der ehemaligen Bundesstraße 183 (heute Kreisstraße K 123) eine günstige Verkehrsanbindung.
Als erster Ort des damaligen Landkreises Bitterfeld, wurde Heideloh bereits 1995 komplett an das zentrale Abwassernetz angeschlossen. Die 196 Einwohner Heideloh´s verteilen sich heute auf 58 Häuser in 6 Straßen und Plätzen, die mit Wirkung zum 23. Januar 2007, auf Grund der Eingemeindung fast komplett umbenannt werden mussten. Unverändert blieb lediglich der Thälmann-platz in Heideloh.
Die damalige Gemeinde und die Grundstückseigner haben in den vergangenen Jahren Wohnhäuser und die ländlichen Gebäude einer wahren Verjüngungskur unterzogen. Diese Verschönerung des Ortsbildes wurde 1997 im Kreiswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" mit dem 3. Platz honoriert. Die Straßen, die beiden Dorfteiche und viele Gebäude machen, umgeben von viel natürlichem Grün, einen sehenswerten Eindruck.
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 Dorfstraße in Heideloh
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Der Bau des neuen Gerätehauses im Jahr 1997 und die Anschaffung eines, dem Stand der Technik entsprechenden, modernen Löschfahrzeuges im Jahr 2000 begründeten eine neue Qualität der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes.
Ihre Stärke bewies sie mit der Erringung des Titels "Kreismeister" im Jahr 2005 beim Kreisausscheid der Freiwilligen Feuerwehren des damaligen Landkreises Bitterfeld. Im Jahr 2009 kann die Heideloher Wehr bereits auf ihren 75jährigen Jahrestag der Gründung zurückblicken.
Auch das gesellige Leben im Ort, wurde und wird auch heute noch weitgehend von den Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr bzw. dem im Jahr 2006 gegründeten Feuerwehrverein bestimmt. Straßen- und Dorffeste, wie das alljährlich stattfindende Teichfest, das anlässlich der Gründung der Jugendfeuerwehr im Jahre 1996 ins Leben gerufen wurde, sorgen für Abwechslung. Die, besonders bei Kraftfahrern gut bekannte "Raststätte Heideloh" an der ehemaligen B183, macht den Namen des Ortes über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Weitere Gewerbetreibende hat die Ortschaft nicht.
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 Dorfteich Heideloh
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Das ländliche Umfeld Heideloh´s wird im Wesentlichen landwirtschaftlich genutzt.
Seit dem Jahr 1991 gehört die damalige Gemeinde Heideloh dem ursprünglich gegründeten Zweckverband "Gewerbepark Heideloh" an, auf dessen Gelände westlich der BAB 9 das ehemalige Neckermann - Callcenter mit der weithin sichtbaren Lichtreklame prägend hervorsticht. Dieser Teil des Gewerbeparks beherbergt größtenteils produzierende Gewerbe und Logistikunternehmen.
Heute erstreckt sich dieser einstige "Gewerbepark Heideloh" auch über das östlich der BAB 9 gelegene, und unter dem Namen MicroTechPark bekannt gewordene Gelände bis zur Ortschaft Thalheim und trägt den Namen "TechnologiePark Mitteldeutschland". Dieses Entwicklungsgebiet umfasst hier östlich der BAB 9 eine Fläche von ca. 375 ha in den Fluren der ehemaligen Gemeinden Heideloh, Rödgen, Sandersdorf und Thalheim. Die Ortschaft Heideloh bringt allein ca. 165 ha in den Gewerbepark ein.
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 SolarValley nördlich von Heideloh
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In diesem Teil des Gewerbeparks, ist mit einem rasanten Entwicklungstempo in den vergangenen Jahren ein Solarzellen produzierender Industriekomplex entstanden, der im Volksmund "Solar City" genannt wird. Nach dem ursprünglichen Unternehmen Q-Cells AG, die 1999 von einem Visionär, einem Unternehmensberater und zwei Wissenschaftlern gegründet wurde und im Jahr 2001 bereits die erste Fertigungslinie die Produktion aufnahm, produzieren heute weitere Unternehmen wie die EverQ GmbH, die Calyxo GmbH, die Sontor GmbH, die Solibro GmbH und die CSG Solar AG.
Noch in diesem Jahr erfolgt mit dem Baustart des Glaswerkes eines norwegischen Investors der Sprung über die B 183 nach Süden auf Flurstücke in der Ortschaft Heideloh bzw. der Gemeinde Sandersdorf.
Nur wenige Kilometer weiter südwestlich von dieser hektischen Betriebsamkeit bietet sich Heideloh, nicht zuletzt wegen der wohltuenden Ruhe, als Wohnstandort an. In den letzten Jahren neu gebaute Einfamilienhäuser, tragen dem Rechnung. Nach wie vor gilt in Heideloh das Motto "Bei uns ist willkommen, wer kommen will!"
Blaha
Ortsbürgermeister