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Agenda 2030

Agenda 2030 – Sustainable Development Goals

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wurde am 25. September 2015 in New York verabschiedet (vgl. Obenland/Martens 2015, S. 5). Das Motto “Transformation der Welt” verdeutlicht den Anspruch der Agenda 2030 grundlegende Veränderungsprozesse in Politik und Gesellschaft anstoßen zu wollen (vgl. Obenland/Martens, 2015: 5). Diese Agenda stellt den Orientierungsrahmen für die nächsten 15 Jahre dar, um nachhaltige Entwicklung global voranzutreiben (vgl. Die Bundesregierung, 2016a: 16).

In der Agenda 2030 haben die Vereinten Nationen 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung – die Sustainable Development Goals (SDGs). Diese sind den folgenden fünf Themenschwerpunkten untergeordnet: Menschen, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft  (Hier Klicken für eine Übersicht der 17 SDGs). Zusätzlich wurden zu den 17 SDGs 169 Unterziele entwickelt, die die 17 SDGs konkretisieren. Ein Indikatoren-Katalog zu den 17 SDGs, welcher 232 Indikatoren zur Spezifizierung der Unterziele beinhaltet, wurde im März 2017 verabschiedet (vgl. IAEG-SDGs, 2017: 1). Bis zum Jahr 2030 sollen die SDGs weltweit umgesetzt werden, einige sogar schon bis zum Jahr 2020 (vgl. Die Bundesregierung, 2016a: 23). Die Agenda 2030 und die SDGs sind eine konsequente Weiterentwicklung u. a. der  Agenda 21 (1992) mit ihren Folgeprozessen sowie der Milleniumsziele (2000) (vgl. Obenland/Martens, 2015: 6).

Das Besondere an der Agenda 2030 ist, dass sie für Industrie- sowie für Schwellen- und Entwicklungsländer gleichermaßen gilt (vgl. Die Bundesregierung 2016a, S. 22) und sich dabei nicht nur an alle Regierungen weltweit, sondern ebenso an die Privatwirtschaft, die Wissenschaft sowie die Zivilgesellschaft richtet. Dadurch verdeutlicht die Agenda 2030, dass jeder Mensch in der Verantwortung steht, gemeinsam die Transformation unserer Welt hin zu einer nachhaltigen Lebensweise zu gestalten und umzusetzen (vgl. Die Bundesregierung, 2016a: 11).

Eine große Herausforderung bei der Verwirklichung der SDGs besteht darin, konkrete Schritte zur Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Ziele abzuleiten und diese gemeinsam mit den unterschiedlichen Interessengruppen  umzusetzen. Die SDGs betreffen mehrere Politikbereiche und Themenkomplexe, sodass auch ihre Umsetzung ganzheitlich gedacht und im Sinne einer kohärenten Gesamtstrategie verfolgt werden muss. Dabei müssen Zielkonflikte zwischen einzelnen SDGs überwunden und Einzelinteressen der übergeordneten Strategie der Agenda 2030 untergeordnet werden und so dem Anspruch der Transformation zu einer nachhaltigeren Lebens- und Wirtschaftsweise gerecht zu werden (vgl. Martens 2016, S.1).

© Doreen Scheffler E-Mail