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14. Wirtschaftskonferenz der Stadt Sandersdorf-Brehna

14. Wirtschaftskonferenz der Stadt Sandersdorf-Brehna

Bereits zum 14. Mal hatte die Stadt Sandersdorf-Brehna zur Wirtschaftskonferenz Vertreter aus Politik und Wirtschaft eingeladen. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautete „25 Jahre Deutsche Einheit in der Region Mitteldeutschland – Bilanz und Ausblick“.
Wenn man sie denn suche, die blühenden Landschaften, von denen Helmut Kohl einst sprach, so kann man sie durchaus hier in der Region Mitteldeutschland finden. Gewaltig sind die sichtbaren Veränderungen in der Industrie und auch der Landschaft seit der Wende hier vor Ort. Herr Hans-Joachim Fuchtel, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung möchte sogar Leute anderer Regionen hierher schicken, um zu zeigen, wie Infrastruktur unter schwierigen Bedingungen gestaltet wird. Dr. Michael Schädlich bemerkt, dass die Menschen hier in Mitteldeutschland sehr erfolgreich und sehr selbstbewusst sind – wenn Partner für schwierige Aufgaben gesucht werden, könne man sie hier finden.
Und für Manfred Maas, Geschäftsführer der Investitionsbank Sachsen-Anhalt ist der Aufbau in Ostdeutschland ein Abenteuer, dass ihn bis heute nicht losgelassen hat. Gewaltige Fördermittel wurden aufgebracht, um zu sanieren, anzusiedeln – die Wirtschaft nach der Wende wieder auf gesunde Füße zu stellen und den Menschen hier neue Perspektiven zu geben. Denn, wenn das Geld nicht zu den Menschen kommt, gehen sie dahin, wo sie es verdienen können. Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld hat durch schnelles Handeln hier gute Bedingungen für Ansiedlungen geschaffen, so Landrat Uwe Schulze. Der Landkreis versteht sich als Partner der Wirtschaft.
Matthias Gabler, Geschäftsführer der Stahlbau Brehna GmbH hatte die Wende als Student erlebt, war dann in den Westen gegangen und ist um viele Erfahrungen reicher, wieder zurückgekommen. Mit diesem Wissen und Fördermitteln wurde ein starkes Unternehmen aufgebaut, das heut auch international erfolgreich tätig ist. Für Uwe Ludwig, Geschäftsführer der Spedition Uwe Ludwig GmbH hat sich die Frage des „in den Westen gehen‘s" nie gestellt. Er fühlt sich der Heimat und den Menschen hier verbunden. Als Unternehmer mit Leidenschaft hat er sich und seiner Familie ein Speditionsgeschäft mit 40 Beschäftigten aufgebaut. Und das ganz ohne Fördermittel. Dabei hat er alle Höhen und Tiefen erlebt. Mit Stolz erfüllt ihn, dass sein jetzt 26jähriger Sohn in seine Fußstapfen tritt und einmal die Unternehmensnachfolge antreten möchte. Er sieht jedoch auch noch viel Potential in den Entscheidungen der Politik, um im Wettbewerb mit ausländischen Transportunternehmen dauerhaft nicht benachteiligt zu sein.
Zieht man Bilanz, kann man sagen, das Mitteldeutschland inzwischen stark geworden ist und die Menschen hier vor Ort können zu Recht stolz sein auf das, was sie erreicht haben. Was hier in der Region geschaffen wurde, darauf kann man gut aufbauen, so MdB Fuchtel. Für eine gute Lebensbalance sei es aber auch wichtig, öfter mal auf die schönen Dinge des Lebens zu sehen und nicht immer nur darauf, was noch fehlt, so Dr. Schädlich.
Als wichtigste Zukunftsaufgabe sieht Bürgermeister Grabner vordergründig die Akquise neuer Unternehmen zur Ansiedlung im Stadtgebiet, um die Finanzen zu sichern und weitere Arbeitsplätze zu schaffen.
Öffentlichkeits- und Pressearbeit

Letzte Änderung am 13.11.2015, 09:16 Uhr

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