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Große Resonanz zur 9. Wirtschaftskonferenz

Mit mehr als 150 Gästen war die 9. Wirtschaftskonferenz der Stadt Sandersdorf-Brehna am 28.04.2010 sehr gut besucht – ein deutliches Zeichen des großen Interesses.Erstmalig gestaltete die neu gegründete Stadt Sandersdorf-Brehna in eigener Regie die Konferenz zum Thema:

"Auf dem Weg zu mehr Wirtschaftswachstum -
Was können Bund, Land und Kommune dabei leisten?"


In bewährter Weise übernahm Dr. Michael Schädlich vom Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung mbH (isw) die Moderation der Veranstaltung. Mit Charme und Witz stellte er zwischen den einzelnen Beiträgen Fragen, welche die Podiumsgäste in ihren Beiträgen herausforderte.Der Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt, Herr Jens Bullerjahn wurde von seinem Staatssekretär Herrn Dr. Helmut Stegmann vertreten, da dieser leider kurzfristig zur konstituierenden Sitzung des Stabilitätsrates nach Berlin reisen musste.

Herr Dr. Stegmann erläuterte in seinem Statement die aktuell schwierige finanzielle Situation und darauf aufbauend, die weitere Entwicklung des Landes Sachsen-Anhalt. Gleichzeitig betonte er, dass das Land Sachsen-Anhalt trotz sinkender Einnahmen im Landeshaushalt die allmählich einsetzende wirtschaftliche Erholung "nicht gleich tot sparen" möchte. So wird das Land in diesem Jahr 739 Millionen Euro und im nächsten Jahr 540 Millionen Euro Kredite für die Schwerpunktbereiche Wirtschaft, Bildung und Arbeit aufnehmen. Die politische Ebene des Landes vertrat der Landtagsabgeordnete und Mitglied des Wirtschaftsausschusses des Landtages, Herr Lars-Jörn Zimmer.
Dieser machte in seinem Beitrag deutlich, dass die Mehrheit der Abgeordneten des Landtages mit ihren Beschlüssen im Landtag dafür Sorge tragen, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Sachsen-Anhalt nicht abgeschnürt wird und dass es dem Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt, Herrn Dr. Reiner Haseloff zu verdanken ist, dass das Projekt "Bürgerarbeit" über die Grenzen Sachsen-Anhalts hinaus auf Bundesebene als sozialpolitisches Instrument ernsthaft diskutiert wird.

Der Landrat, Herr Uwe Schulze umriss die kommunale Situation aus Sicht des Landkreises Anhalt-Bitterfeld. Er verwies dabei auf den demografischen Faktor und die sich hieraus ergebenden Probleme in der Daseinsvorsorge. Bereits jetzt ist der Landkreis bei stetig sinkenden Einnahmen für eine Fülle von Aufgaben, u.a. für Sekundarschulen, öffentlichen Personennahverkehr, Kreisstraßennetz, sowie für die Müllentsorgung zuständig. Die "Gekniffenen" in der kommunalen Familie sind jedoch die Kommunen. Der Landkreis kann seine Einnahmen durch die Erhöhung der Kreisumlage verbessern. Diese Möglichkeit haben die Städte und Gemeinden nicht, betonte der Bürgermeister der Stadt Sandersdorf-Brehna, Herr Andy Grabner."Wer glaubt, alle Belastungen beim Bürger abzuladen, der begeht einen großen Fehler", so Grabner wörtlich. Die Stadt Sandersdorf-Brehna unternimmt alle Anstrengungen, um den Wirtschaftsstandort für neue Investoren so attraktiv wie möglich zu gestalten. "Über Ansiedlungen entscheiden neben den ökonomischen Faktoren auch die sogenannten weichen Standortfaktoren. Dazu zählt das Image der Region, die Bildungsangebote, die Kultur und nicht zuletzt die Familienfreundlichkeit. Wer hier spart, verspielt alle Zukunftschancen."

Mit der Ansiedlung des Unternehmens "Vetro Solar" beweist die Stadt Sandersdorf-Brehna, dass sie auch bereit ist, ungewöhnliche Wege zu gehen. So finanziert die Stadt im Rahmen eines Mietkaufvertrages zunächst das Grundstück und die Produktionshalle.Hier zeigt sich, was Kommunen auf dem Weg zu mehr Wirtschaftswachstum konkret leisten können. Eine Wiederbelebung des Unternehmerstammtisches kündigte der Bürgermeister erstmalig für den 2. September dieses Jahres an. Der Geschäftsführer von Vetro-Solar, Herr Dr. Christian Püttmann nutzte dann neben der Vorstellung seines Unternehmens auch die Gelegenheit, um sich bei allen Beteiligten, dem Land, dem Landkreis und der Stadt Sandersdorf-Brehna für die gute Zusammenarbeit, Unterstützung und Hilfe zu bedanken. Nach der anschließenden Podiumsdiskussion hatten alle Gäste im Rahmen eines kleinen Imbisses die Gelegenheit zum Gedankenaustausch. Für die Ausrichtung der Wirtschaftskonferenz dankte der Bürgermeister, Herr Andy Grabner allen Helfern, insbesondere der Firma Eisenmann, der Firma Edna International GmbH, dem Initiativkreis Bitterfeld-Wolfen, den Mitarbeitern des Bauhofes und seinem Team der Wirtschaftsförderung.

Wirtschaftsförderung
Letzte Änderung am 19.10.2015, 10:31 Uhr

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