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Zuschüssen für Unternehmen / Online-Antragsverfahren gestartet

Soforthilfeprogramm „Sachsen-Anhalt ZUKUNFT“

Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB) hat im Rahmen des Soforthilfeprogramms „Sachsen-Anhalt ZUKUNFT“ seit Anfang des Monats bis zum gestrigen Tage rund 149,1 Millionen Euro in Form von Zuschüssen an Soloselbstständige und kleinere Unternehmen im Land, die von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie betroffen sind, ausgezahlt. Bis jetzt gingen bei der Bank rund 42.000 Anträge ein, davon befanden sich bis gestern Abend (27.4.2020) rund 25.500 in Bearbeitung: 17.700 Soforthilfen wurden bewilligt, 1.300 Anträge mussten wegen
unvollständiger Angaben zurückgeschickt werden und 6.500 werden aktuell weiter bearbeitet. Rund 1.800 Anträge lagen mehrfach vor und wurden ebenfalls zurückgeschickt. Das durchschnittliche Bewilligungsvolumen je Antrag liegt bei rund 8.400 Euro; pro Tag werden inzwischen bis zu 1.400 Anträge bewilligt.

Ab sofort können Unternehmen auch ein Online-Antragsverfahren zur Beantragung von Soforthilfen bei der Investitionsbank nutzen, das seit vergangenen Freitag auf den Internetseiten der Bank freigeschaltet ist. Grundsätzlich müssen die Kunden wie bei der klassischen Antragstellung auch alle notwendigen Daten angeben. Das Online-Verfahren bietet aber zu den Textfeldern und Kästen zum Ankreuzen unmittelbar Ausfüllhilfen an. Der Kunde kann jederzeit das Online-Tool nutzen und auch von mobilen Endgeräten aus darauf zugreifen. Die Antragstellung ist durch das Anlegen eines personalisierten Kundenkontos, das die einzelnen Schritte abspeichert, zu jedem Zeitpunkt möglich.

Um Betrugsversuchen vorzubeugen, hat die Investitionsbank das jetzt installierte Online-Verfahren mit einem zertifizierten Dienstleister nach internationalen Sicherheitsstandards entwickelt; dazu zählt auch, dass die Kundendaten verschlüsselt werden. Die Investitionsbank weist aber ausdrücklich darauf hin, dass bereits gestellte Anträge nicht erneut über das Online-Portal eingereicht werden sollen.

„Beim Start unseres Soforthilfe-Programms wurde zunächst bewusst auf ein reines Online-Verfahren verzichtet, insbesondere mit Blick auf Erfahrungen anderer Bundesländer mit technischen Problemen und dort erforderlichen Prüfung von Betrugsversuchen“, erläuterte Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann am Dienstag. „Wir haben der Investitionsbank gleichwohl Zeit eingeräumt, um mit einem Dienstleister ein sicheres Verfahren zu entwickeln, das dazu beiträgt, dass Anträge künftig noch leichter gestellt und damit auch schneller
bewilligt werden können.“ Nach Angaben der Investitionsbank kann durch das neue Verfahren beispielsweise vermieden werden, dass Antragssteller ihre Anträge unvollständig absenden. Das spart Zeit bei der Antragsbearbeitung.

„Das Online-Verfahren ist ein weiterer Schritt im Rahmen unserer Bemühungen, die Bewilligungsverfahren nochmal zu beschleunigen“, so Willingmann. Seit vergangener Woche wird die Investitionsbank bereits durch 30 Bedienstete des Wirtschaftsministeriums und zehn Bedienstete des Umweltministeriums bei der Bewilligung von Anträgen auf Soforthilfe unterstützt. Bereits in der Vorwoche hatte die Bank die Zahl ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich ausschließlich mit der Soforthilfe befassen, auf mehr als 200 aufgestockt, Mehrarbeit angeordnet und das Verfahren nach Auskunft der Geschäftsleitung nochmals verschlankt. Insgesamt arbeiten jetzt mehr als 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter daran, die Anträge möglichst schnell zu bewilligen. Zugleich müssen sie allerdings auch sicherstellen, dass Auszahlungen ordnungsgemäß vorbereitet werden. Willingmann erklärte: „Wir wissen, dass viele Unternehmen und Soloselbständige auf die Hilfe warten, viele auch darauf dringend angewiesen sind. Deshalb ist es gut, dass es der Investitionsbank (IB) inzwischen gelungen ist, die Zahl bearbeiteter Anträge pro Tag auf rund 1.400 zu steigern. Mit dem neuen Online-Verfahren kann diese Quote vielleicht noch einmal gesteigert werden. All jene, die einen korrekten Antrag gestellt haben, werden das Geld auch bekommen.“


Von den bis gestern Abend (27. April 2020) bewilligten gut 17.700
Anträgen, entfallen auf Unternehmen mit …
1 bis 5 Beschäftigten: 83%
6 bis 10 Beschäftigten: 10%
11 bis 25 Beschäftigten: 5%
26 bis 50 Beschäftigten: 2%

Die bislang bewilligten Anträge entfallen vor allem auf die Branchen …
Dienstleitungen: 41%
Handel: 14%
Gastgewerbe: 14%
Baugewerbe: 7%
Verarbeitendes Gewerbe: 4%
Weitere Branchen: 20%

Die bislang bewilligten Anträge entfallen vor allem auf die Kreise bzw. Städte …
Magdeburg: 12%
Harz: 11%
Halle (Saale): 10%
Salzlandkreis: 8%
Saalekreis: 8%
Burgenlandkreis: 7%
Anhalt-Bitterfeld: 7%
Wittenberg: 7%
Börde: 7%
Mansfeld-Südharz: 6%
Stendal: 5%
Jerichower Land: 4%
Altmarkkreis Salzwedel: 4%
Dessau-Roßlau: 4%

Zusätzlich zu den Zuschüssen vergibt die Investitionsbank auch günstige Darlehen. Bis Montagabend sind bereits 27 Anträge im Gesamtvolumen von rund 2,6 Millionen Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern bewilligt worden. Insgesamt liegen der IB rund 237 Anträge vor. Auch für die Darlehen für Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern liegen erste
Interessenbekundungen nach Angaben der Bank vor, erste Gespräche seien geführt worden. Konkrete Zahlen konnte die Bank dazu noch nicht nennen.

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Letzte Änderung am 29.04.2020, 09:49 Uhr

© Stefanie Rückauf E-Mail

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