Berufliche Aufstiegsfortbildungsförderung beantragen

Leistungsbeschreibung

Mit der Förderung der Aufstiegsfortbildung (AFBG) werden Sie finanziell bei der Teilnahme einer beruflichen Fortbildung unterstützt.

Sie erhalten die Förderung, auch Aufstiegs-BAföG genannt, zum Teil als Zuschuss und zum Teil als Darlehen. Das Darlehen ist während Ihrer Fortbildung und bis zu 6 Jahre danach zins- und tilgungsfrei. 

Sie können die Fortbildung in Teilzeit oder Vollzeit absolvieren.

 

Die AFBG-Förderung ist für Sie geeignet, wenn Sie einen der folgenden Abschlüsse vorweisen können:

  • Ausbildung nach Berufsbildungsgesetz (BBiG)
  • Ausbildung nach Handwerksordnung (HWO)
  • Bachelor

Hierfür müssen Sie eine Aufstiegsfortbildung anstreben und die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen.

Verfahrensablauf

Die Förderung müssen Sie bei der zuständigen Stelle schriftlich beantragen. Die Antragsformulare können Sie persönlich, telefonisch oder schriftlich anfordern. Auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung stehen sie auch zum Download zur Verfügung.

Sie können den Antrag auch online stellen.

Sie erhalten einen schriftlichen Bescheid.

Das Land überweist den Zuschuss monatlich auf Ihr Konto. Bei Anspruch auf ein Darlehen erhalten Sie parallel zum Bewilligungsbescheid ein Darlehensangebot (Vertragsentwurf) der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Den Darlehensvertrag müssen Sie ausfüllen. Vergessen Sie nicht die Angaben zum Pass beziehungsweise Personalausweis oder legen Sie eine Kopie Ihres Ausweises bei. Mit Ihrer Unterschrift unter den Darlehensvertrag nehmen Sie die Konditionen an. Lassen Sie Ihre Unterschrift bei einer Bank bestätigen. Eine notarielle Beglaubigung ist nicht erforderlich. Trifft der unterschriebene Vertrag innerhalb der vorgesehenen Frist bei der KfW ein, ist der Darlehensvertrag zustande gekommen. Die Frist finden Sie im Bewilligungsbescheid.

Hinweis: Die im Bescheid genannten Darlehensbeträge sind Höchstbeträge. Wenn Sie keine Angaben machen, erhalten Sie den Höchstbetrag. Wünschen Sie einen niedrigeren Betrag, geben Sie diesen bitte an.

Im weiteren Verlauf ist die Kreditanstalt für Sie zuständig (z.B. Abschluss des Vertrags, Ratenzahlung, Rückforderung). Nähere Informationen zu Auszahlung, Zinsen und Rückzahlung erfahren Sie bei der KfW.

An wen muss ich mich wenden?

Bitte wenden Sie sich an dasAmt für Ausbildungsförderung bei Ihrem Landkreis oder Ihrer kreisfreien Stadt.

Voraussetzungen

  • Sie besuchen einen förderungsfähigen Kurs

Das sind Fortbildungen öffentlicher und privater Träger, die fachlich gezielt auf öffentlich-rechtliche Fortbildungsprüfungen nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), der Handwerksordnung (HwO) oder auf gleichwertige Abschlüsse nach Bundes- oder Landesrecht vorbereiten. Der angestrebte berufliche Abschluss muss über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen - oder Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachschulabschlusses liegen.

  • Sie haben eine abgeschlossene Erstausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HwO)

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Antrag
  • Nachweise über den Kurs
  • Nachweise zu Ihrem Einkommen und Vermögen
  • Nachweise zum Einkommen und Vermögen Ihres Ehegatten/ Ihrer Ehegattin oder Lebenspartners/ Lebenspartnerin

Welche Gebühren fallen an?

Keine.

Welche Fristen muss ich beachten?

Sie müssen den Antrag spätestens zum letzten Unterrichtstag eines Maßnahmeabschnitts stellen. Die Förderung kann dann auch rückwirkend gezahlt werden.

Anträge / Formulare

Sie können den Antrag schriftlich und online (DE-Mail) stellen.

Was sollte ich noch wissen?

Den Anteil, den Sie als Darlehen erhalten haben, müssen Sie nach Ihrer Fortbildung zurückzahlen. Die Rückzahlung ist abhängig von Ihrem Einkommen. Wenn Ihr Einkommen gering ist, können Sie von der Rückzahlung befreit werden. Oder Ihre monatliche Rate wird verringert. Das ist bis zu 5 Jahre möglich.

Nähere Informationen hierzu erhalten Sie beim Amt für Ausbildungsförderung und bei der KfW.

Ein Service des Landes Sachsen-Anhalt