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Fest der Toleranz in Brehna war großer Erfolg

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3 Tage lang hat die evangelische Kirchengemeinde Brehna dafür gesorgt, dass beim Fest der Toleranz vom 10. – 12. Mai 2013, dem 10-jährigen Jubiläum der Autobahnkirche Brehna, Jung und Alt viel Freude beim Spielen und den musikalischen Darbietungen hatten.
Am Freitag boten 7 Musiker (Hans-Peter Nestler und Gattin, Dresden; Christine & Klaus-Peter Lehmann, Weißenfels; Kurt Städel, Landsberg; Hans Roßdeutscher, Roßlau; Gunter Ecke, Brehna) mit ihren niedlichen Drehorgeln, einer Klarinette und dem Keyboard von Frühlingsliedern über klassische Musik bis zum Jazz eine große Bandbreite Ihres Könnens, die von Herrn Nestler gesanglich begleitet wurde. Die Kirche war gut besucht und der Spendenerlös wird zur Sanierung der großen 1835 von F. W. Wäldner gebauten Orgel eingesetzt.
Danach konnten die Besucher beim Abend der Begegnung im Zelt vor der Kirche bei Musik und guter Laune einen außergewöhnlicher Abend genießen. Auch die aus Frankreich, im Rahmen des 17. Treffens der Städtepartnerschaft Brehna-Semoy, angereisten Gäste erlebten einmal mehr die herzliche Gastfreundschaft der Brehnaer.
Beim Gedankenaustausch zum „50. Jahrestages des Elysee`-Vertrages“ am Samstag zeigte sich, dass auch die jahrelange Städtepartnerschaft zwischen Brehna und Semoy das gegenseitige Verständnis für die Menschen in den beiden Kommunen sehr gefördert hat, ja es sind in dieser Zeit viele freundschaftliche Beziehungen zwischen den Familien gewachsen.
Danach begann um die Kirche herum ein buntes Fest mit Kindereisenbahn, Losbude und vielem mehr. Großen persönlichen Einsatz zeigten die Mitglieder der Vereine: Der Förderverein Stadt- und Klosterkirche Brehna war mit einem opulenten Kuchenbüffet, für das ganz viele Frauen köstliche Kuchen gebacken hatten, vertreten. Frau Wolf zeigte Maltechnik im Enkaustik-Stil. Der TSV Blau-Weiß Brehna hatte eine große Hüpfburg mitgebracht und sorgte auch für die Versorgung mit kalten Getränken. Interessante Spiele und ein historisches Glücksrad hatte der Heimat- und Geschichtsverein Brehna mitgebracht. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Brehna zeigten vor der Kirche ihre Technik. Und die Brehnaer Schützengilde ehrte den Schützenkönig 2013 mit Ehrensalut.

Den Höhepunkt des Festes stellte der Ökumenische Festgottesdienst anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Autobahnkirche Brehna dar. Pfarrer Gaus teilte mit, dass Besucher und Pilger aus vielen Ländern in dieser Zeit unsere Kirche besucht und die Gelegenheit zum Innehalten für eine kleine Weile aus der Hektik des Alltags genutzt haben. Auch die Anstrengungen der Kirchengemeinde zum Erhalt der Kirche erwähnte er. Ohne die vielfältige Hilfe wäre dies nicht zu schaffen gewesen. Wir danken den Vielen, die daran bisher beteiligt waren, ob mit körperlichem Einsatz oder durch die Gabe von Spenden und Fördermitteln. Sie alle hier aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen.
Propst Siegfried Kasparick stellte in seiner Predigt das Wort von Jesus Christus: „Ich lebe und ihr sollt auch leben.“ dem Spruch: „Leben und leben lassen.“ gegenüber und machte damit klar, dass wir alle Verantwortung füreinander tragen, wenn unser Leben gelingen soll. Für die musikalische Begleitung sorgten die „Bläsergruppe Spören“, die Sänger der Chorgemeinschaft Brehna und des neuapostolischen Chores.
Die Pflanzung einer Elsbeere, dem Lieblingsbaum von Katharina von Bora, bildete den feierlichen Abschluss des Gottesdienstes. Viele Kinder und Erwachsene sorgten dafür, dass der Baum genug Wasser und Erde zum Anwachsen bekam. Dankenswerterweise wurde die Elsbeere von der Baumschule Kindler, Brehna gesponsert.

Ein weiterer Höhepunkt am Abend war das gemeinsame Chorkonzert von 5 Chören aus der Region. Die Chorgemeinschaft Brehna, geleitet von Gunter Ecke; der Chor der Neuapostolischen Kirche, geleitet von Klaus Große; die Chorgemeinschaft Pohritzsch, geleitet von Henry Melle; der gemischten Chor Sandersdorf-Wolfen geleitet von Klaus Männel und der Frauenchor Landsberg geleitet von Brigitte Götter. Die Idee dazu hatte Gunter Ecke, der auch die Regie übernahm. Die Chöre sangen gemeinsame Lieder. Aber auch die wunderschönen Lieder der einzelnen Chöre bereiteten nicht nur den Beteiligten große Freude, sondern erfreuten die Besucher in der vollbesetzten Kirche. Dies zeigte wieder einmal, wie wichtig die Pflege des Gesanges für den Einzelnen, für das Liedgut und für die Zuhörer ist. Solche Live-Erlebnisse, die mangels fehlender Mittel nicht mehr von vielen Menschen genossen werden können, gehören zu unserer Kultur und sind nicht durch die elektronischen Medien zu ersetzen.
Am Abend konnte im Zelt nochmals Live-Musik, diesmal mit der Band „PlanZwoo“ genossen werden. Für die gastronomische Betreuung sorgte das Weingut Seeliger aus Beuditz bei Naumburg mit erlesenen Weinen und die Zscherndorfer Angler boten frisch geräucherte Forellen an; - die Angebotspalette der Speisen reichte von Herzhaftem bis zu Süßigkeiten.

Der Sonntag, am Muttertag, begann mit einem Frühstück für alle Frauen. Nach einer Andacht an der am Vortag gepflanzten Elsbeere, gab es ein reichliches Frühstück im liebevoll geschmückten „Katharinum“ der Kirche. Die Projektgruppe der evangelischen Frauen Mitteldeutschlands beschäftigte sich mit dem Leben „Katharina von Bora“, Luthers Ehefrau, die im Brehnaer Kloster als Kind war. Pfarrerin Bettina Lampadius-Gaube schlüpfte in die Rolle der Katharina und stellte sich den Fragen von Angelika Beuchel. Es war ein Genuss, diesem Disput zuzuschauen, wobei deutlich wurde, welche Schaffenskraft und Energie eine Frau, noch dazu eine entlaufene Nonne, aufwenden musste, um das Leben zu meistern.
Danach gratulierten die Kindergartenkinder aus Brehna mit einem kleinen Programm den Muttis. Ach die Tänzerinnen des Roitzscher Karnevalsvereins, insbesondere Ronja Frohberg als Tanzmariechen, erfreuten mit ihren gekonnten Tanzdarbietungen. Marko Roye überreichte einen bunten, musikalischen Blumenstrauß zum Muttertag und wurde dabei unterstützt von den Musikern der Band „Sax & Fun“. Die begeisterten Besucher sparten nicht mit Applaus für die großen und kleinen Künstler. Eine freudige, ausgelassene Stimmung breitete sich aus, auch weil durch die Frauen der Kirchengemeinde, die für ein köstliches Kuchenbüffet sorgten, der Tag weiter versüßt wurde.
Auch der Reit- und Fahrverein Brehna bot mit zwei Kutschen Fahrten an, die gerne genutzt wurden. So konnte Brehna mal aus einer anderen Perspektive genossen werden. Leider beendeten die aufkommenden Regenschauer dieses Vergnügen.
Nach eine kurzen Mittagspause erfreute die „Big-Band Wolfen“ unter der Leitung von Gunter Ecke die Besucher im Zelt mit flotter Musik, Gesangssolist war Marko Roye.
Herr Daum bot wieder Kirchenführungen an, die gern angenommen wurden, weil auch eine Turmbesichtigung dabei war.

Die Ausrichter der evangelische Kirchengemeinde Brehna bedanken sich bei allen, die an der Vorbereitung und Durchführung des Festes aktiv mitgewirkt haben, insbesondere auch bei der Stadtverwaltung Sandersdorf-Brehna, deren fleißige Helfer den Aufbau des Zeltes, der Bühnen und der Hütten durchführten; nicht vergessen werden sollen auch die Musiker, die Sänger, die Kinder, die Jugendlichen und die Projektgruppe der evangelischen Frauen und deren Helfer, die das Frauenfrühstück vorbereiteten. Gedankt sei auch allen fleißigen Kuchenbäckerinnen und den Frauen, die an den Ständen bedienten.
Ein Dankeschön auch an die Besucher aus Nah und Fern, die mit ihren Spenden zu beitrugen, dass der Grundstock für die Orgelsanierung gelegt werden konnte.
Wir freuen uns, dass das Fest eine solch gute Resonanz gefunden hat.
i.A. der Kirchengemeinde Brehna, A. Schlesinger

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