Informationen von der Stadtverwaltung

Vorgehen

Das Vorhaben LAZIKN2030 wird durch den Projektverbund anhand von vier Arbeitspaketen bearbeitet.

Jede/r Verbundpartner*in übernimmt dabei ein Arbeitspaket. Die Stadt Sandersdorf-Brehna und die Samtgemeinde Barnstorf werden dazu durch die ARGE mensch und region/Consultants Sell-Greiser & Co. KG unterstützt.

-        AP1: Stadt Sandersdorf-Brehna und ARGE mensch und region/Consultants Sell-Greiser Co. KG

-        AP2: Samtgemeinde Barnstorf und ARGE mensch und region/Consultants Sell-Greiser Co. KG

-        AP3: Geographiedidaktischer schulischer Think Tank/Innovationsgruppe durch die UNI Hannover

-        AP4: Sozioökonomische Analyse zur IST-Situation durch die Universität Greifswald

 

Alle Partnern*innen tragen innerhalb ihres Arbeitspaketes zu den folgenden acht Schritten bei:

1.       Analyse kommunaler Zielkonflikte

2.       Sekundäranalyse zur Ist-Situation

3.       Experten*innengespräche – erste Delphi-Runde

4.       Aufbau eines schulischen Think Tanks (Denkfabriken in der Schule)

5.       Szenarienentwicklung

6.       Zweite Delphi-Runde

7.       Dritte Delphi-Runde

8.       Er- und Fertigstellung einer Toolbox

 

Bürgern*innen- und Jugendbeteiligung

Der Forschungsverbund strebt eine möglichst vollständige Beschreibung und Analyse der durch die Forschungsregionen ausgewählten Zielkonflikte in jeder Kommune an. Vor diesem Hintergrund setzt LAZIKN2030 einen wichtigen Schwerpunkt in der Durchführung des Vorhabens auf Bürgerbeteiligung und hier einen Fokus auf die Beteiligung Jugendlicher. Durch die unterschiedlichen Blinkwinkel der verschiedenen Interessen- und Altersgruppen auf die Zielkonflikte können Ursachen, Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze gemeinsam identifiziert werden. Zu diesem Zweck finden sowohl in Sandersdorf-Brehna als auch in der Samtgemeinde Barnstorf jeweils drei Bürgerbeteiligungsworkshops und Delphi-Runden  mit unterschiedlichen Akteuren*innen statt. Zu den Akteuren*innen gehören Mitarbeiter*innen der Kommunalverwaltung, Jugendliche und junge Erwachsene sowie relevante, von den Zielkonflikten betroffene Interessengruppen.

Delphi-Runden

Ziel der Delphi-Methode ist die Zusammenführung und Analyse von Experten*innenmeinungen, in die auch das gewachsene Erfahrungswissen der Menschen vor Ort integriert werden kann. Experten*innen werden dazu einzeln und in mehreren Durchgängen schriftlich zu einer komplexen Problemstellung befragt. Üblicherweise beurteilen die Experten*innen innerhalb des Delphi-Verfahrens Eintrittswahrscheinlichkeiten möglicher Ereignisse in der Zukunft. Die Gesamtergebnisse jedes Durchgangs werden dabei zu Beginn des folgenden Durchgangs jedem der beteiligten Experten zur Kenntnis gegeben. Die unterschiedlichen Beurteilungen der Experten*innen werden so miteinander konfrontiert. Mit der Zeit ergibt sich eine Angleichung und dadurch eine Zuspitzung  des Bereichs, der durch die Experten abgegebenen Schätzwerte, da sich die „überzeugendsten” Argumente langfristig in dem Kreis der Befragten ausbreiten sollten. (vgl. Gabler Wirtschaftslexikon o.J.).

Im Rahmen von LAZIKN2030 wird die Delphi-Methode modifiziert, um sie an ein Bürgerbeteiligungsverfahren anzudocken sowie die Meinungsvielfalt als Basis für die Lösungsfindung auch auf die lokalen Experten*innen auszuweiten. Methodisch bietet ein an die Delphi-Methode angelehntes Verfahren die Chance, umfangreiches Informationsmaterial für die Diskussion zielgruppenorientiert aufzubereiten und allen zur Verfügung zu stellen. Durch Befragungen von Experten*innen und Bürgern*innen können Rückmeldungen ermittelt werden, auf die innerhalb des nächsten Durchgangs eingegangen werden kann.

Damit bietet die Delphi-Methode die Basis für die notwendige Verbindung zwischen Bevölkerungsgruppen und Vertretern*innen relevanter Themenfelder, die von den Zielkonflikten betroffen sind.  Gemeinsam können anschließend die Zielkonflikte thematisiert sowie Lösungsansätze im Bereich nachhaltiger Entwicklung diskutiert und identifiziert werden.

Im Rahmen der Delphi-Runde sollen Vertreter*innen der Jugendlichen („Think Tank“-Gruppe), relevante Stakeholder*innen, Vertreter*innen aus der Wissenschaft sowie Akteure*innen unterschiedlicher Ebenen (Kommune, Landkreis, Land, ggf. auch Bund, UNESCO-BNE) eingebunden werden.

 

Schulischer Think Tank / Workshops in Schulen

Innerhalb des Forschungsvorhabens LAZIKN2030 bilden die schulischen Think Tanks einen methodischen Schwerpunkt. Die Think Tanks dienen dazu, die Kreativität, die Bedürfnisse, das Wissen sowie den Ideenreichtum der jungen Generation vor Ort in die Entwicklung innovativer Lösungsansätze einzubeziehen. Diese Generation wird zukünftig mit den Folgen der heute getroffenen Entscheidungen leben und soll aus diesem Grund in den Prozess der Entscheidungsfindung sowie Problemlösung verstärkt einbezogen werden. Innerhalb des schulischen Think Tanks nutzen die Beteiligten bereits erarbeitete Ergebnisse zu den Zielkonflikten, um innovative Fragen, Lösungshinweise und Ideen zu entwickeln. Die Erfahrungen, Eindrücke und kritischen Rückmeldungen der Jugendlichen sind hilfreich, um Herangehensweisen der Kommunen zu bewerten.  

Für die Durchführung der Think Tanks konnten drei Schulen gewonnen werden:

-        Europagymnasium Walther Rathenau in Bitterfeld (http://www.gymnasium-bitterfeld.eu/)

-        Sekundarschule Roitzsch (http://www.schule-roitzsch.de/)

-        Christian-Hülsmeyer-Schule in der Samtgemeinde Barnstorf (http://www.chs-b.de/)

 

 


 

 

© Doreen Scheffler E-Mail