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Verkehrskonzept - Ergebnisse der Bestandsanalyse und Infos zur Bürgerbeteiligung


Am 15.09.2026 lud die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Verkehrsbüro IKS Mobilitätsplanung UG zu einem Informationsabend im Rahmen der Erarbeitung eines Verkehrskonzeptes für die Stadt ein. Das Verkehrsbüro stellte die Ergebnisse der Bestandsanalyse vor und präsentierte erste Erkenntnisse.

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Die Monate Juli und August wurden im Vorfeld genutzt, um das Stadtgebiet zu begehen und die Straßen, Parkplätze sowie Rad- und Gehwege ausführlich zu analysieren. Das Verkehrsbüro sichtete zusätzlich Unfallstatistiken, Verkehrszählungen, maß Gehwegbreiten und konnte so bereits Potenziale für Verbesserungen in Barrierefreiheit, Verkehrsberuhigung und Straßengestaltung erkennen.

Das Stadtgebiet weist bereits viele Stärken auf. So bestätigt die Bestandsanalyse den hohen Stellenwert der Verkehrsberuhigung und zeigt im Ergebnis, dass bereits in einem Großteil der Straßen die Geschwindigkeiten auf Tempo 30 oder weniger beschränkt sind. Gerade in kleineren Ortsteilen können aber Durchfahrtsstraßen eine besondere Herausforderung darstellen. Zusätzlich entscheidet die Breite eines Gehweges auch ganz konkret darüber, wie angenehm und sicher man sich dort bewegt. Zu schmale Gehwege können Gefahren begünstigen, etwa weil halbseitiges Parken Wege blockiert und Fußgänger mit einem Kinderwagen oder Einkaufstaschen auf die Straße ausweichen müssen.

Auch die Parkplatzsituation wurde näher betrachtet. Es wurde festgestellt, dass der Parkraum im gesamten Stadtgebiet grundsätzlich nicht überlastet ist. Wie unterschiedlich man jedoch Verkehrssituationen im Alltag wahrnimmt, wurde an einem einfachen Beispiel deutlich: In Großstädten freut man sich häufig schon, wenn man einen Parkplatz in nur 50 Metern Entfernung findet. In dörflichen Gegenden, wie im Stadtgebiet Sandersdorf-Brehna, können 50 Meter bis zum nächsten Parkplatz doch meist schon ziemlich weit erscheinen. Es zeigen sich deshalb vereinzelte Brennpunkte, an denen die Nachfrage nach Parkplätzen sehr hoch ist. Besonders am Rathaus in Sandersdorf zeigt sich eine angespannte Situation. Hohe Auslastungen wurden außerdem am Ring der Chemiearbeiter in Sandersdorf und in der Poststraße in Roitzsch festgestellt.

Beim Fahrradwegenetz zeigt sich ein gemischtes Bild: Grundsätzlich sind die Ortschaften mit dem Fahrrad erreichbar. Häufig führen die Verbindungen allerdings über Landstraßen oder Wirtschaftswege. Sichere, vom Autoverkehr getrennte Bereiche für Radfahrende fehlen dabei vielfach. Auch innerhalb der Ortschaften gibt es noch Möglichkeiten, den Radverkehr weiterzuentwickeln.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Schulwegen. Direkt nach den Sommerferien wurden deshalb die Kinder der 3. und 4. Klassen an den Grundschulen nach Gefahrenstellen, aber auch nach ihren Lieblingsplätzen in den Wohnorten gefragt. Die Kinderbefragung hat damit eine ganz eigene Perspektive in die Analyse eingebracht: Wo fühlen sich Kinder unsicher? Welche Wege nutzen sie? Und welche Orte sind ihnen besonders wichtig? Die Ergebnisse wurden beim Informationsabend ebenfalls vorgestellt. An dieser Stelle bedankt sich die Stadt herzlich bei den Schulleitungen sowie bei allen Lehrerinnen und Lehrern, die die Befragungen während der Unterrichtszeit ermöglicht und durchgeführt haben. Die Ergebnisse tragen nachhaltig zur künftigen Schulwegsplanung bei.

Wer beim Informationsabend nicht dabei sein konnte, kann die vollständige Präsentation der Bestandsanalyse am Anfang dieses Artikels einsehen und herunterladen. Aufgrund der Vielzahl an Themen und Ergebnissen konnten nicht sämtliche Orte ausführlich vorgestellt werden. Alle Ortschaften wurden bei der Analyse jedoch gleichberechtigt berücksichtigt.

Online-Befragung bis 16.10.2026

Neben der faktenbasierten Bestandsanalyse möchten wir nun erfahren, was die Betroffenen beschäftigt. Alle Bürgerinnen und Bürger, aber auch Pendlerinnen und Pendler in Sandersdorf-Brehna sind Sie herzlich eingeladen bis zum 16.10.2026 an der Befragung auf der folgenden Seite teilzunehmen. Diese ist auch online auf dem Beteiligungsportal des Landes Sachsen-Anhalt verfügbar. Hier wurde zusätzlich eine Interaktive Karte eingeführt, auf der Ideen und Problemstellen im Stadtverkehr verortet und näher beschrieben werden können.

Die Bürgerumfrage wird im Oktober ausgewertet und fließt letztendlich in die Maßnahmenentwicklung ein. Hierfür wird am 24.11.2026 ein Workshop veranstaltet, in dem der aktuelle Bürgerrat gemeinsam mit weiteren Interessierten konkrete Maßnahmen für das Stadtgebiet diskutieren wird. Letztendlich werden diese Ergebnisse in einer Reflexionsgruppe gesichtet und für die Gremienbeteiligung vorbereitet.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung und Ihre Ideen, Erfahrungen und Hinweise.

Projektkoordinatorin

Maria Witters