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Der Stadtrat und seine Ausschüsse

Sie wollen sich politisch beteiligen oder die Gremien besuchen? In der Stadt Sandersdorf-Brehna haben sie vielfältige Möglichkeiten dazu! Hier ein kleiner Überblick.

Der Stadtrat ist die Versammlung der von den Bürgerinnen und Bürgern gewählten Vertretern unserer Stadt. Er besteht aus der Bürgermeisterin und den Stadtratsmitgliedern. Jeder, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und in Sandersdorf-Brehna wohnt, kann sich zur Wahl aufstellen lassen. Für die Dauer von fünf Jahren vertritt man hier die Meinung der Einwohnerschaft und entscheidet über weitreichende Entwicklungen unserer Stadt, wie zum Beispiel Investitionen in öffentliche Projekte, Bebauungspläne und Unternehmensansiedlungen. Außerdem erlässt der Rat Satzungen (Hundesteuersatzung), beschließt die Höhe von Grund- und Gewerbesteuer, setzt Gebühren und Entgelte fest und stellt Haushalts- und Wirtschaftspläne auf. Die gefällten Entscheidungen werden von der Verwaltung anschließend umgesetzt. Zudem bildet der Stadtrat Ausschüsse, deren Aufgaben klar geregelt sind. In diesen Ausschüssen können auch so genannte sachkundige Bürger mitarbeiten, die von den jeweiligen Parteien benannt werden. Folgende Ausschüsse gibt es in Sandersdorf-Brehna:

  • Haupt- und Finanzausschuss
  • Vergabeausschuss
  • Wirtschafts-, Bau-, Ordnungs- und Umweltausschuss
  • Ausschuss für Schule, Sport, Kultur, Soziales, Jugend und Senioren

Der Ortschaftsrat

Für unsere Ortschaften gibt es acht Ortsbürgermeister/innen, die sich regelmäßig in Ortschaftsratssitzungen mit den weiteren Ratsmitgliedern zusammen treffen. Sie sind direkte Ansprechpartner, um Ideen, Probleme und Veränderungen anzusprechen. Der Ortschaftsrat berät regelmäßig über Pläne, Anträge und Vorlagen des Stadtrates und der Stadtverwaltung, die die unmittelbare Nachbarschaft betreffen – vom Gehweg über die Kita bis zur Grünpflege.

Der Jugendbeirat

Der Jugendbeirat ist die erste Anlaufstelle, um sich in jungen Jahren bereits politisch zu engagieren. Von 15 bis 25 Jahren kann man die Interessen der Jugendlichen sogar im Stadtrat vertreten.

Weitere politische Beteiligungen

Um sich politisch beteiligen zu können, haben Sie weitere Möglichkeiten. Sie können zum Beispiel in eine Partei eintreten. Zudem besteht auch die Möglichkeit der Beteiligung im Kreistag des Landkreises Anhalt-Bitterfeld. Darüber hinaus finden Sie alle Entscheidungen, Entschlüsse und weiteres auf unserer Website sandersdorf-brehna.de oder in unserem Amts- und Mitteilungsblatt „Der Lindenstein“. Es erscheint 14-täglich und wird kostenlos zugestellt.

Zum Ratsinformationssystem

Aktuelle Berichte aus dem Stadtrat und seinen Gremien

Stadtrat tagte am 17. Geburtstag der Stadt Sandersdorf-Brehna

Der Stadtrat der Stadt Sandersdorf-Brehna kam am 1. Juli 2026 zu seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zusammen. Der Sitzungstag fiel zugleich auf ein besonderes Datum: Sandersdorf-Brehna feierte an diesem Tag seinen 17. Stadtgeburtstag. Bürgermeisterin Steffi Syska wies in ihren Informationen auf diesen Anlass hin und erinnerte daran, dass die Stadt Sandersdorf-Brehna am 1. Juli 2009 im Zuge der Gemeindegebietsreform entstanden ist.

Neben zahlreichen Finanz- und Satzungsthemen standen unter anderem die Sicherung der Bargeldzahlung in der Stadtverwaltung, die weitere Entwicklung der Kita Roitzsch sowie eine Beauftragung der Verwaltung zur zweistufigen Analyse der Mehrzweck- und Sporthallen auf der Tagesordnung.

Einwohnerfragestunde: Windkraft und Wasserdruck

In der Einwohnerfragestunde wurden zwei Anliegen aus Sandersdorf angesprochen.

Ein Bürger bezog sich auf ein Gutachten nach Bundesimmissionsschutzgesetz im Zusammenhang mit Windkraftanlagen im Bereich Löberitz/Zörbig. Dabei ging es unter anderem um Geräusche und Pegelwerte. Bürgermeisterin Steffi Syska kündigte an, dass die Anfrage schriftlich beantwortet wird.

Ein weiteres Anliegen betraf den Wasserdruck in der Ramsiner Straße. Der Bürger schilderte, dass der Druck spürbar gesunken sei und Maschinen dadurch Probleme hätten. Die Bürgermeisterin verwies darauf, dass ähnliche Rückmeldungen auch aus anderen Straßen eingegangen seien. Wichtig sei, dass die Stadt möglichst konkrete Hinweise bekomme, um diese gebündelt gegenüber der MIDEWA ansprechen zu können.

Informationen der Bürgermeisterin

Neben dem Stadtgeburtstag informierte Bürgermeisterin Steffi Syska über mehrere aktuelle Themen.

Die Besetzung der stellvertretenden Ortswehrleitung in Brehna wird der Kommunalaufsicht vorgelegt.

Außerdem gab es ein Auftaktgespräch zum einwohnerfreundlichen Verkehrskonzept. Im September soll dazu eine öffentliche Veranstaltung stattfinden. Im Herbst ist anschließend eine Vorstellung im Stadtrat vorgesehen. Weitere Informationen sollen über die städtischen Kanäle veröffentlicht werden.

Anfragen aus dem Stadtrat

In den Anfragen aus dem Stadtrat ging es unter anderem um die Landtagswahl 2026. Stadtrat Mölle fragte nach der Anzahl der Wahlberechtigten, der erwarteten Zahl der Briefwahlunterlagen sowie nach der Organisation der Briefwahl. Die Verwaltung verwies darauf, dass drei Briefwahlbezirke vorgesehen sind und – wie in den letzten Jahren auch – mit einem deutlich höheren Briefwahlaufkommen gerechnet wird. In der Vorbereitung wird dafür Sorge getragen, dass ausreichend Wahlunterlagen vorhanden sind und die Organisation und Durchführung reibungslos läuft.

Stadträtin Goßler erkundigte sich nach dem Stand möglicher Mittel aus dem Sondervermögen. Die Bürgermeisterin erklärte, dass dieses Thema in der Haushaltsberatung 2027 eine Rolle spielen werde, derzeit aber noch nicht konkretisiert sei.

Stadtratsvorsitzender Andreas Wolkenhaar regte an, die Haushaltsberatung frühzeitig breit in den Fraktionen vorzubereiten. Bürgermeisterin Steffi Syska bestätigte, dass dies wie bereits im Vorjahr geplant sei.

Hauptsatzung geändert

Der Stadtrat beschloss einstimmig die 2. Änderung der Hauptsatzung der Stadt Sandersdorf-Brehna. Hintergrund ist unter anderem das neue Stadtwappen, dessen Beschreibung sowie die künftige Flagge in der Hauptsatzung angepasst werden. Das neue Wappen wird als geviertes Wappen mit Symbolen der Ortschaften beschrieben; die Flagge der Stadt ist künftig blau-weiß gestreift und mittig mit dem Stadtwappen versehen.

Bild vergrößern: Das Wappen von Sandersdorf-Brehna
Das Wappen von Sandersdorf-Brehna, seit dem 1. Juli 2026. Zur beschreibung bzw. Blasonierung: " Wappen geviert, 1: in Silber drei rote Seeblätter 2:1, 2: in Blau zwei silberne Wellenbalken, 3: in Blau drei goldene Ähren mit Grannen, 4: in Silber ein schwarzes Bergmannsgezähe (Schlägel und Eisen)."

Ebenfalls geregelt wurde die Zuständigkeit für die Verwendung von Grundstückserlösen der jeweiligen Ortschaften. Bis zu einer Höhe von 7.500 Euro entscheidet künftig der jeweilige Ortschaftsrat selbst. Ab 7.500 Euro ist der Haupt- und Finanzausschuss zuständig, ab 50.000 Euro der Stadtrat. Ziel ist es, die Ortschaftsräte in ihrer Entscheidungskompetenz zu stärken und zugleich die Arbeit des Stadtrates zu entlasten.

Außerdem wurde beschlossen, dass der Ortschaftsrat Renneritz ab der Wahlperiode 2029–2034 von bisher drei auf fünf Mitglieder erweitert wird.

Jahresabschluss, Haushaltsvollzug und finanzielle Beschlüsse

Im Finanzteil der Sitzung bestätigte der Stadtrat zunächst den Jahresabschluss 2023 der Stadt Sandersdorf-Brehna. Das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Anhalt-Bitterfeld hatte für den Jahresabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Damit wurde bestätigt, dass der Abschluss ordnungsgemäß aufgestellt wurde. Im Anschluss wurde auch die Entlastung der Hauptverwaltungsbeamtin für das Haushaltsjahr 2023 beschlossen.

Außerdem wurde der Stadtrat über den Stand des Haushaltsvollzugs 2026 informiert. Dabei handelt es sich um einen regelmäßigen Bericht zur laufenden Haushaltswirtschaft. Er gibt unter anderem Auskunft über die Entwicklung der Ergebnis- und Finanzrechnung, den Liquiditätsstatus sowie den Stand der städtischen Investitionstätigkeit.

Kreisumlage: Stadtrat lehnt Mittel für Klageverfahren ab

Ausführlich diskutiert wurde die geplante überplanmäßige Auszahlung für Sachverständigen-, Gerichts- und Anwaltskosten im Zusammenhang mit einer Klage gegen den Kreisumlagebescheid 2026 des Landkreises Anhalt-Bitterfeld.

Die Kreisumlage wurde für Sandersdorf-Brehna auf 12.452.797 Euro festgesetzt. Für ein Klageverfahren in erster Instanz wurden Prozesskosten von mindestens rund 299.800 Euro eingeplant. Die Mittel sollten aus Einsparungen bei der Kreisumlage gedeckt werden, da der Landkreis den Hebesatz niedriger festgesetzt hatte als im Haushalt ursprünglich kalkuliert.

In der Beratung wurden sowohl die grundsätzliche Frage der kommunalen Finanzausstattung als auch das Prozesskostenrisiko intensiv diskutiert. Die Bürgermeisterin machte deutlich, dass es sich aus Sicht der Verwaltung um eine Grundsatzfrage zur Kreisumlage und zur finanziellen Ausstattung der Kommunen handelt. Mehrere Stadträte verwiesen dagegen auf das Kostenrisiko und die Frage, ob ein solches Verfahren für die Stadt verhältnismäßig sei.

Auf Antrag erfolgte eine namentliche Abstimmung. Das Ergebnis lautete zwölf Ja- und zwölf Nein-Stimmen. Bei Stimmgleichheit war der Beschlussvorschlag abgelehnt.

Beschlossen wurde dagegen eine überplanmäßige Auszahlung für Ernteentschädigungen im Industriegebiet Brehna „westlich der Münchener Straße“. Hintergrund sind notwendige archäologische Untersuchungen auf südlichen Flächen des Industriegebietes, unter anderem im Bereich einer künftigen Umspannwerksfläche sowie einer potenziellen Erweiterungsfläche.

Für mögliche Ernte- und Nutzungsausfälle der Bewirtschafter wurden 64.200 Euro netto beziehungsweise 74.256 Euro brutto bereitgestellt. Die Finanzierung erfolgt ebenfalls aus Einsparungen bei der Kreisumlage.

Darüber hinaus beschloss der Stadtrat außerplanmäßige Aufwendungen in Höhe von 405.240 Euro brutto zur Übernahme und Abgeltung von Ausgleichsverpflichtungen im Zuge des Bebauungsplanes „Erweiterung Gewerbegebiet Nord – Am Kreisel“ in Brehna.

Hintergrund ist der notwendige naturschutzrechtliche Ausgleich für Eingriffe in Natur und Landschaft. Das verbleibende Kompensationsdefizit soll durch den Erwerb von Ökopunkten ausgeglichen werden. Dafür ist die Ökopool-Maßnahme „Waldentwicklung Mosigkauer Heide bei Quellendorf“ vorgesehen.

Bargeldzahlung bleibt möglich

Der Stadtrat beschloss die Anschaffung eines Bargeldautomaten für die Stadtverwaltung Sandersdorf-Brehna.

Hintergrund war ein Antrag zur Sicherstellung der Bargeldzahlung, zu dem die Verwaltung ein Konzept zur Zahlungsvielfalt und Bürgerfreundlichkeit erarbeitet hatte. Geprüft wurden mehrere Varianten:

  • Anschaffung eines Bargeldautomaten,
  • vollständiger Verzicht auf Bargeldannahme,
  • Bargeldannahme nur an einem festen Wochentag,
  • Bargeldannahme zu allen Sprechzeiten durch Personal.

Mit dem Bargeldautomaten soll die Möglichkeit erhalten bleiben, Verwaltungsgebühren und sonstige Forderungen weiterhin auch bar zu bezahlen. Gleichzeitig sollen die Kassensicherheit erhöht, Arbeitsabläufe vereinfacht und Mitarbeitende entlastet werden.

Nach dem Konzept entfallen rund 93 Prozent der Umsätze auf das Einwohnermeldeamt; insgesamt werden jährlich etwa 3.700 Belege verarbeitet.

Für die Anschaffung des Automaten wurde eine außerplanmäßige Auszahlung in Höhe von 42.000 Euro beschlossen. Die Finanzierung erfolgt über Mehreinnahmen aus Zinserträgen. Die Verwaltung geht davon aus, dass sich die Investition nach rund fünf bis sechs Jahren amortisiert.

Weitere Beschlüsse zu Ortschaften, Wahlwerbung und Gewässerumlage

Der Stadtrat stimmte der Verwendung von Grundstückserlösen der Ortschaft Glebitzsch für die Anschaffung eines Toilettencontainers zu. Dafür können bis zu 13.000 Euro brutto eingesetzt werden.

Der Container soll bei Veranstaltungen in der Ortschaft genutzt werden. Nach der Anschaffung wird er dem Feuerwehrverein Glebitzsch zur Nutzung, Unterhaltung und Instandhaltung überlassen, sodass keine laufenden städtischen Haushaltsmittel gebunden werden.

Für die Landtagswahl am 6. September 2026 legte der Stadtrat die Sondernutzungsgebühren für Wahlwerbung fest.

Da eine eigene Wahlsichtwerbung-Sondernutzungssatzung noch nicht rechtzeitig abschließend beraten werden konnte, wird für diese Wahl erneut die bereits zur Bundestagswahl 2025 praktizierte Vorgehensweise angewendet.

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Gebühren für Wahlplakate und Banner gegenüber der regulären Sondernutzungsgebühr um 75 Prozent zu reduzieren.

Bereits mit der Einladung zur Sitzung lag den Mitgliedern des Stadtrates zudem ein schriftlicher Änderungsantrag von Stadtrat Kaltofen vor, der einen vollständigen Erlass der Gebühren vorsah. Begründet wurde dies unter anderem damit, auch kleineren Bewerberinnen und Bewerbern die Möglichkeit zu geben, Wahlwerbung ohne finanzielle Hürden zu betreiben.

Der Stadtrat folgte dem Änderungsantrag und beschloss, die Sondernutzungsgebühren für Wahlwerbung zur Landtagswahl 2026 vollständig zu erlassen. Verwaltungskosten und Auslagen, etwa für Etiketten, bleiben davon unberührt.

Außerdem beschloss der Stadtrat die Satzung zur Umlage der Verbandsbeiträge der Unterhaltungsverbände „Mulde“ und „Westliche Fuhne/Ziethe“ für das Kalenderjahr 2026.

Die Stadt ist gesetzliches Mitglied in diesen Unterhaltungsverbänden. Die Beiträge, die für die Unterhaltung der Gewässer erster und zweiter Ordnung entstehen, werden jährlich auf die Umlageschuldner umgelegt. Da sich die Umlagesätze jährlich ändern können, ist eine entsprechende Satzung für das Jahr 2026 erforderlich.

Beschluss zum Festzelt aufgehoben

Der Stadtrat hob einen früheren Beschluss zur kostenfreien Nutzung des stadteigenen Festzeltes durch den Roitzscher Carnevalsverein e. V. auf.

Hintergrund war eine rechtliche Prüfung durch die Kommunalaufsicht des Landkreises Anhalt-Bitterfeld. Diese teilte die Auffassung der Bürgermeisterin, dass der frühere Beschluss rechtswidrig war, da der Stadtrat in diesem Fall außerhalb seiner Zuständigkeit gehandelt hatte.

Aus Gründen der Rechtsklarheit wurde der Beschluss nun formal aufgehoben.

Tagesordnungspunkt zum Mehrfamilienhaus zurückgezogen

Der Tagesordnungspunkt zur Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens für die Errichtung eines Mehrfamilienhauses im Ortsteil Sandersdorf wurde durch Bürgermeisterin Steffi Syska zu Beginn der Sitzung zurückgezogen.

Hintergrund war, dass die Planer dem Antrag des Stadtrates folgen und nun die Variante mit einem viergeschossigen Gebäude weiterverfolgt wird. Eine Entscheidung des Stadtrates war damit an dieser Stelle nicht mehr erforderlich.

Planungsanpassung für die neue Kita Roitzsch

Der Stadtrat beschloss eine Anpassung der Ausführungsplanung für den Neubau der Kita Roitzsch.

Hintergrund sind veränderte demografische Entwicklungen und sinkende Geburtenzahlen. Zur Inbetriebnahme im dritten Quartal 2027 sollen zunächst drei Krippengruppen sowie drei Gruppen für Kinder über drei Jahren einschließlich Integrativplätzen eröffnet werden. Damit entspricht das Angebot dem derzeitigen Platzkontingent der „Villa Kunterbunt“.

Zwei ursprünglich als reine Gruppenräume geplante Räume sollen künftig flexibler genutzt werden können. Vorgesehen ist unter anderem eine Nutzung als Tagungsraum, etwa für Sitzungen des Ortschaftsrates, sowie die barrierefreie Integration der Bibliothek aus dem alten Rathaus Roitzsch.

Bei einem späteren Mehrbedarf an Betreuungsplätzen können die Räume wieder als Gruppenräume genutzt werden.

Auch Anpassungen an den Außenanlagen, am Wirtschaftsgebäude, an der Trafostation sowie eine Erweiterung der Gründachflächen im Zusammenhang mit der Photovoltaikanlage sind Bestandteil der Planungsanpassung. Die Änderungen können nach Angaben der Vorlage über das vorhandene Budget gedeckt werden.

Analyse und Nutzungskonzept für Mehrzweck- und Sporthallen

Zum Abschluss des öffentlichen Teils beauftragte der Stadtrat die Verwaltung mit der Erstellung einer Analyse sowie eines Nutzungskonzeptes für die Mehrzweck- und Sporthallen der Stadt Sandersdorf-Brehna.

Hintergrund ist, dass die aktuellen Nutzungsentgelte die tatsächlichen Kosten für Betrieb und Unterhaltung der Hallen nicht ausreichend transparent abbilden. Zudem gab es in den vergangenen Jahren wiederholt Kritik an Einschränkungen des Schul- und Vereinssports durch externe Veranstaltungen.

Die Verwaltung soll zunächst eine belastbare Datengrundlage zur Nutzung und zu den Kosten der Hallen erarbeiten. Auf dieser Grundlage soll anschließend ein Nutzungskonzept mit einem Vorschlag für eine nachvollziehbare und differenzierte Entgeltstruktur entstehen.

Dabei sollen gemeinwohlorientierte Nutzungen, etwa durch Schulen, Vereine, Kinder- und Jugendsport sowie kulturelle und soziale Veranstaltungen, von gewerblichen und sonstigen externen Nutzungen unterschieden werden. Die endgültige Entscheidung über künftige Entgelte und Nutzungsregelungen bleibt dem Stadtrat vorbehalten.


Stefanie Rückauf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Stadtmarketing

Stadtrat beschließt am 24. Juni das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für Sandersdorf-Brehna

Der Stadtrat der Stadt Sandersdorf-Brehna kam am 24. Juni 2026 zu einer Sondersitzung zusammen. Im Mittelpunkt stand das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK). Es bildet die strategische Grundlage für die Entwicklung der Stadt und ihrer Ortschaften in den kommenden 10 bis 15 Jahren.

Das bisherige Integrierte Gemeindeentwicklungskonzept (IGEK) stammte aus dem Jahr 2019. Da sich seitdem zahlreiche Rahmenbedingungen verändert haben, wurde eine Fortschreibung notwendig. Im Zuge dessen wurde das bisherige IGEK in ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept überführt.

Das ISEK ist dabei kein Sofortprogramm und keine Liste von Maßnahmen, die automatisch umgesetzt werden. Vielmehr beschreibt es, wohin sich Sandersdorf-Brehna entwickeln möchte, welche Schwerpunkte gesetzt werden sollen und welche Projekte künftig bei Haushaltsberatungen, Fördermittelanträgen und politischen Entscheidungen eine wichtige Rolle spielen können.

Bürgerbeteiligung als wichtige Grundlage

Das Konzept wurde unter Beteiligung der Bürgerschaft erarbeitet. Bürgerinnen und Bürger konnten sich online über eine Ideenplattform sowie analog über Fragebögen einbringen. Zudem gab es eine öffentliche Auftaktveranstaltung und einen Bürgerrat, der Anliegen aus der Bürgerschaft gebündelt in den Prozess eingebracht hat.

Auch die Ortschaftsräte, Ausschüsse, Fraktionen und der Jugendbeirat wurden beteiligt. In den vergangenen Monaten wurde das Konzept in zahlreichen Gremien beraten. Hinweise, Änderungswünsche und Ergänzungen wurden aufgenommen, geprüft und teilweise eingearbeitet. Zusätzlich fand am 26. Mai eine Arbeitsberatung mit Vertreterinnen und Vertretern der Fraktionen, der Verwaltung, des Jugendbeirates und des beauftragten Stadtentwicklungsbüros „die raumplaner“ statt.

Zur Stadtratssitzung stand Julia Klemm vom Ingenieurbüro für fachliche Fragen zur Verfügung. Ebenfalls anwesend war Maria Witters, die als Projektverantwortliche der Stadtverwaltung den gesamten Prozess organisiert und begleitet hat.

Sechs Handlungsfelder, 13 Schlüsselmaßnahmen, 138 Einzelmaßnahmen

Das ISEK gliedert sich in sechs zentrale Handlungsfelder:

  • Ortsbild, Ortsstruktur und Vernetzung
  • Wohnen und Lebensqualität
  • Wirtschaft und Tourismus
  • Bildung und Daseinsvorsorge
  • Mobilität
  • Energie und Landschaft

Insgesamt umfasst das Konzept 138 Einzelmaßnahmen für das gesamte Stadtgebiet. Diese reichen von großen strategischen Vorhaben bis hin zu konkreten Anliegen aus den einzelnen Ortschaften. Aus diesem umfangreichen Maßnahmenkatalog wurden 13 Schlüsselmaßnahmen ausgewählt. Sie gelten als besonders bedeutsame Leitprojekte für die langfristige Entwicklung der Stadt.

Die Bürgermeisterin machte in der Sitzung deutlich, dass das ISEK als dynamisches Konzept zu verstehen ist. Nicht jede Maßnahme wird automatisch oder sofort umgesetzt. Manche Vorhaben können sich verändern, neue Maßnahmen können hinzukommen, andere werden möglicherweise zurückgestellt. Entscheidend sind unter anderem die Haushaltslage der Stadt, Fördermöglichkeiten, gesetzliche Vorgaben und die jeweilige Prioritätensetzung durch den Stadtrat.

Künftig soll der Stadtrat regelmäßig über den Stand der Umsetzung informiert werden. Eine Berichterstattung ist alle zwei Jahre vorgesehen.

Änderungsanträge wurden einzeln beraten

Vor dem eigentlichen Beschluss befasste sich der Stadtrat mit mehreren Änderungsanträgen. Diese wurden einzeln beraten und abgestimmt.

Aufgenommen wurden unter anderem Ergänzungen zur Bestandsanalyse in den Bereichen erneuerbare Energien und Wärmeplanung. So wird im ISEK künftig auch dargestellt, dass der Stadtrat im Jahr 2022 ein weiteres Repowering des Windparks Brehna-Roitzsch abgelehnt und das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt hatte. Auch die Ausführungen zur kommunalen Wärmeplanung wurden angepasst.

Diskutiert wurde außerdem ein Antrag, Sandersdorf-Brehna im Leitsatz des ISEK als „Stadt des Friedens“ aufzunehmen. Die Verwaltung empfahl, diesen Vorschlag nicht im Rahmen des ISEK zu beschließen, sondern in einem gesonderten Verfahren im Stadtrat zu beraten. Hintergrund ist, dass ein solcher Leitgedanke grundsätzliche und identitätsstiftende Bedeutung hat und deshalb einer breiteren politischen und gesellschaftlichen Diskussion bedarf. Der Antrag wurde im Rahmen der ISEK-Beratung mehrheitlich abgelehnt. Ein gesondertes Verfahren bleibt grundsätzlich möglich.

Weitere beschlossene Ergänzungen betreffen konkrete Anliegen aus den Ortschaften. Dazu zählen unter anderem die Aufnahme von Tiny-Haus-Siedlungen als mögliche bedarfsgerechte Wohnform, ein umzäunter Kleinfeld-Bolzplatz in Brehna, die Umfeldgestaltung am Denkmal und Kirchplatz in Petersroda sowie eine geänderte Formulierung zur Skateranlage in Zscherndorf. Dort soll eine nachhaltige Lösung des bestehenden Nutzungskonfliktes geprüft werden. Dabei sollen sowohl Verbesserungen am bisherigen Standort als auch mögliche Alternativstandorte betrachtet werden. Der Jugendbeirat soll in diesen Prozess einbezogen werden.

Diskussion über Kosten, Fördermittel und Prioritäten

In der Aussprache wurde deutlich, dass mit dem ISEK große Erwartungen verbunden sind. Mehrere Stadträte betonten, dass Konzept und Haushaltsplanung künftig stärker zusammengedacht werden müssen. Insbesondere zu den 13 Schlüsselmaßnahmen wurde angeregt, möglichst frühzeitig Kosten, Eigenanteile und mögliche Förderzeiträume darzustellen.

Die Verwaltung verwies darauf, dass belastbare Kostenschätzungen bei vielen Vorhaben erst möglich sind, wenn konkrete Planungsstände, Leistungsbeschreibungen und Förderbedingungen vorliegen. Zugleich wurde im Konzept ergänzt, dass jede Maßnahme im Rahmen der jährlichen Haushaltsberatung durch den Stadtrat abzuwägen ist und entsprechend der Leistungsfähigkeit der Stadt entschieden wird.

Damit bleibt klar: Auch wenn eine Maßnahme im ISEK benannt ist, ersetzt das keinen späteren Haushaltsbeschluss und keine gesonderte Projektentscheidung.

Stadtrat stimmt dem ISEK zu

Nach ausführlicher Beratung beschloss der Stadtrat das Integrierte Stadtentwicklungskonzept der Stadt Sandersdorf-Brehna als Fortschreibung des bisherigen Integrierten Gemeindeentwicklungskonzepts. Das neue ISEK wurde bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen beschlossen.

Mit dem Beschluss verfügt Sandersdorf-Brehna über eine aktuelle strategische Grundlage für die Stadtentwicklung der kommenden Jahre.

Weitere Themen der Sitzung

Neben dem ISEK wurden bereits vorab weitere Punkte behandelt. In der Einwohnerfragestunde wurde unter anderem eine Bürgeranfrage aus Zscherndorf zum Bürgermelder sowie zu einem Anliegen im Bereich Baumverschnitt angesprochen.

Die Bürgermeisterin informierte außerdem über die Streckenbefahrung zur sogenannten Saftbahn. Dabei wurde erneut deutlich, dass es sich um ein langfristiges Projekt handelt, das viele weitere Planungsschritte, Prüfungen und Verfahren erfordert. Grundsätzlich stehen die beteiligten Akteure hinter dem Vorhaben. Bis zu einer möglichen Umsetzung ist jedoch noch ein längerer Zeitraum einzuplanen.

Stefanie Rückauf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Stadtmarketing

ISEK auf einen Blick: Was ist geplant?

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) ist der „Fahrplan“ für die Entwicklung der Stadt Sandersdorf-Brehna in den kommenden zehn bis 15 Jahren. Es ersetzt keinen Haushaltsbeschluss und bedeutet auch nicht, dass alle Maßnahmen sofort umgesetzt werden. Es zeigt aber, welche Themen und Projekte für die Zukunft der Stadt besonders wichtig sind und welche Vorhaben bei künftigen Planungen, Fördermittelanträgen und Haushaltsberatungen berücksichtigt werden sollen. Die Projektkosten zur Erstellung des ISEK wurden anteilig vom Land Sachsen-Anhalt gefördert.

Das Konzept wurde auf Grundlage einer Bestandsanalyse, der Bürgerbeteiligung sowie der Beratungen in den Ortschaftsräten, Ausschüssen, Fraktionen und im Jugendbeirat erarbeitet. Insgesamt umfasst das ISEK 138 Einzelmaßnahmen. Sie verteilen sich auf sechs Handlungsfelder und betreffen sowohl gesamtstädtische Themen als auch konkrete Anliegen aus den einzelnen Ortschaften. Aus diesem umfangreichen Maßnahmenkatalog wurden 13 Schlüsselmaßnahmen ausgewählt. Diese gelten als besonders wichtige Leitprojekte für die künftige Stadtentwicklung.

Die sechs Handlungsfelder des ISEK

HandlungsfeldWorum geht es?
Ortsbild, Ortsstruktur und Vernetzung Entwicklung der Ortskerne, Gestaltung öffentlicher Räume, Umgang mit Leerstand, bessere Verbindung der Ortsteile
Wohnen und Lebensqualität Bedarfsgerechte Wohnangebote, attraktive Wohnorte, Treffpunkte und Freizeitmöglichkeiten
Wirtschaft und Tourismus Stärkung des Wirtschaftsstandortes, Entwicklung von Gewerbe, sanfter Tourismus und Naherholung
Bildung und Daseinsvorsorge Kitas, Schulen, Vereine, soziale Angebote, Verwaltung und öffentliche Infrastruktur
Mobilität Verkehr, Fuß- und Radwege, ÖPNV, Erreichbarkeit von Ortsteilen, Ärzten, Versorgung und Gewerbe
Energie und Landschaft Wärmeversorgung, erneuerbare Energien, Klimaanpassung, Landschaftsentwicklung und Umweltbelange

Zeitliche Einordnung: Was passiert wann?

ZeitraumSchwerpunktBeispiele
kurzfristig Vorbereitung, Prüfung und Konkretisierung Maßnahmen priorisieren, Fördermöglichkeiten prüfen, erste Kostenschätzungen vorbereiten, Zuständigkeiten klären
laufend / jährlich Einbindung in die Haushaltsplanung Der Stadtrat entscheidet im Rahmen der Haushaltsberatungen, welche Maßnahmen finanziell möglich und politisch gewollt sind.
mittelfristig Umsetzung einzelner Projekte Zum Beispiel Aufwertung öffentlicher Räume, Freizeitangebote, Maßnahmen in den Ortschaften sowie Mobilitäts- und Infrastrukturthemen
alle zwei Jahre Kontrolle und Bericht Der Stadtrat soll regelmäßig über den Umsetzungsstand informiert werden.
langfristig (10 bis 15 Jahre) Strategische Stadtentwicklung Das ISEK dient als Orientierung für die Entwicklung der gesamten Stadt und ihrer Ortschaften.

Beschlussprotokoll vom Stadtrat und seinen Ausschüssen vom 1.7.2026 (nichtöffentlicher Teil)

Haupt- und Finanzausschuss am 17.06.2026

Personalangelegenheit – Einstellung Klimaschutzmanager
DSNR: 252/2026
Dem Beschluss wird mit 4 Ja-Stimmen, 3 Nein-Stimmen und 0 Enthaltungen zugestimmt.

Personalangelegenheit – Einstellung Sachbearbeitung Bauplanung
DSNR: 252/2026
Dem Beschluss wird mit 6 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung zugestimmt.


Vergabeausschuss am 23.06.2026

Nachbestellung von Büromöbeln
DSNR: 285/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Vergabe einer Komplettküche als Liefer- und Dienstleistung für die Horteinrichtung OT Zscherndorf, Schulstraße 15, 06792 Sandersdorf-Brehna
DSNR: 286/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Kauf eines gebrauchten Multicar
DSNR: 287/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Erwerb eines Dieselhäckslers Puma 35 D
DSNR: 291/2026
Dem Beschluss wird mit 5 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 1 Enthaltung zugestimmt.

Beschaffung der Funktechnik für das TLF 3000 (Landesbeschaffung) der Ortsfeuerwehr Roitzsch
DSNR: 301/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Sanierung Grundschule „Am Wäldchen“ in Sandersdorf – Los 1: Abbruch und Errichtung Baustraße
DSNR: 288/2026
Dem Beschluss wird mit 6 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung zugestimmt.

Neubau Kindertagesstätte im OT Roitzsch – Los 41: Errichtung einer Photovoltaikanlage
DSNR: 289/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.


Stadtrat am 01.07.2026

1. Änderungsvereinbarung zum Vertrag vom 13.07.2022 – Projektsteuerung Prisma
DSNR: 225/2026
Dem Beschluss wird mit 22 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 1 Enthaltung zugestimmt.

Mietfreie Bereitstellung von Räumlichkeiten im ehemaligen Rathaus Roitzsch im Zusammenhang mit archäologischen Untersuchungen im Industriegebiet Brehna westlich der Münchener Straße
DSNR: 226/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Verkauf von Teilflächen im Industriegebiet Brehna Ost an die Firma Wipro (Flurstücke 41/45 und 41/50)
DSNR: 243/2026
Dem Beschluss wird mit 22 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen zugestimmt.

Entschädigung – Dienstbarkeit Überflutungsfläche im Norden des Industriegebietes Brehna
DSNR: 227/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Ermächtigung der Bürgermeisterin zur Vertragsunterzeichnung mit der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH zur Übernahme und Abgeltung von Ausgleichsverpflichtungen für den Bebauungsplan „Erweiterung Gewerbegebiet Nord Am Kreisel“, Brehna
DSNR: 274/2026
Dem Beschluss wird mit 17 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen zugestimmt.

Vergabeangelegenheit: Neubau Kindertagesstätte im OT Roitzsch – Los 14: Innentüren/-fenster
DSNR: 253/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Vergabeangelegenheit: Neubau Kindertagesstätte im OT Roitzsch – Los 15: Fliesenlegearbeiten
DSNR: 254/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Vergabeangelegenheit: Neubau Kindertagesstätte im OT Roitzsch – Los 16: Maler- und Bodenbelagsarbeiten
DSNR: 230/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Erteilung einer Belastungsvollmacht zur Bestellung von Grundpfandrechten für das Flurstück 44/25, Flur 4, Gemarkung Sandersdorf-Brehna
DSNR: 209/2026
Dem Beschluss wird mit 22 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung zugestimmt.

Bestätigung der Auswahlentscheidung des Vorschlagsverfahrens zum ehrenamtlichen stellvertretenden Ortswehrleiter der Ortsfeuerwehr Sandersdorf
DSNR: 284/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Beschlussprotokoll vom Stadtrat und seinen Ausschüssen vom 12.05.2026 (nichtöffentlicher Teil)

Stadtrat am 12.05.2026

Finanzierung des Ankaufs zweier Flurstücke im Rahmen der „Neugestaltung Ortsmitte Sandersdorf“
DSNR: 119/2026
Dem Beschluss wird mit 20 JA-Stimmen, 0 NEIN-Stimmen und 3 Enthaltung angenommen.

Klageverfahren Kreisumlage 2026
DSNR: 171/2026
Dem Beschluss wird mit 11 JA-Stimmen, 10 NEIN-Stimmen und 2 Enthaltung angenommen.

Ankauf Flurstück 60/11, Flur 4, Gemarkung Sandersdorf, Blatt 56 neu: Flurstück 1931, Flur 4, Gemarkung Sandersdorf mit einer Fläche von 22.094 m²
DSNR: 100/2026
Dem Beschluss wird mit 15 JA-Stimmen, 4 NEIN-Stimmen und 3 Enthaltung angenommen.

Vergabeausschuss am 19.05.2026

Beschaffung von digitaler Technik für die Grundschule „Unter den Linden“ im OT Zscherndorf
DSNR: 176/2026
Dem Beschluss wird mit 5 JA-Stimmen, 0 NEIN-Stimmen und 1 Enthaltung angenommen.

Beschaffung von digitaler Technik für die Grundschule „Pestalozzi“ in Brehna
DSNR: 174/2026
Dem Beschluss wird mit 5 JA-Stimmen, 0 NEIN-Stimmen und 1 Enthaltung angenommen.

Dachinstandsetzungsarbeiten Mehrzweckhalle Sandersdorf
DSNR: 201/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Vergabe der Planungsleistung zur Erstellung eines einwohnerfreundlichen Verkehrskonzeptes für die Stadt Sandersdorf-Brehna
DSNR: 202/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Artenschutzfachliche Kartierungen in Brehna - Projekt IG Brehna westl. der Münchener Straße
DSNR: 203/2026
Dem Beschluss wird mit 5 JA-Stimmen, 0 NEIN-Stimmen und 1 Enthaltung angenommen.

NA 10 - Aufteilung Kostenberechnung und separate Darstellung der 3 Ausbaustufen- Büro Fichtner - IG Brehna
DSNR: 204/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Bericht zum Stadtrat Sandersdorf-Brehna vom 12.05.2026

Feuerwehr, Gewerbeentwicklung, Volksbad und Nahversorgung in Roitzsch

Zur Stadtratssitzung der Stadt Sandersdorf-Brehna am 12. Mai 2026 standen zahlreiche Themen rund um Feuerwehrwesen, Stadtentwicklung, Bauleitplanung sowie die zukünftige Entwicklung einzelner Ortsteile auf der Tagesordnung.

Einwohnerfragestunde

In der Einwohnerfragestunde meldete sich ein Bürger aus Roitzsch mit mehreren Anliegen zu Wort.

Kritik an Eintrittspreisen im Volksbad

Der Bürger sprach die geplante Eröffnung des Volksbades Roitzsch an und kritisierte insbesondere die vorgesehenen Preissteigerungen bei den Eintrittsgebühren. Bürgermeisterin Steffi Syska verwies auf den anstehenden Tagesordnungspunkt.

Rathausstandorte und Architekturwettbewerb

Anlässlich des vergangenen Architekturwettbewerbes erinnerte der Einwohner daran, dass bereits zu Zeiten des ehemaligen Bürgermeisters Andy Grabner eine Sanierung der Rathausstandorte angestrebt worden sei. Er verwies dabei auf die aus seiner Sicht unzureichenden Zustände in den Rathäusern. So seien die Gebäude unter anderem nicht barrierefrei, Sanitäranlagen und Arbeitsräume veraltet. Der Stadtrat könne diese Problematik nicht dauerhaft aufschieben, vielmehr müsse die Entwicklung und Modernisierung der Verwaltungsstandorte künftig stärker priorisiert werden.

Bürgermeisterin Steffi Syska verwies darauf, dass der Architekturwettbewerb keine konkrete Vorlage für eine Sanierung dargestellt habe. Dennoch werde zunächst mit der Sanierung des Rathauses in Brehna begonnen. Perspektivisch solle anschließend auch die Entwicklung und Modernisierung des Verwaltungsstandortes Sandersdorf angegangen werden.

Nachfrage zu Brauchtumsmitteln

Weiterhin fragte der Bürger nach der Vergabe der Brauchtumsmittel und wollte wissen, welche Vereine entsprechende Förderungen erhalten hätten. Bürgermeisterin Syska verwies darauf, dass die Vergaben öffentlich im jeweiligen Ortschaftsrat behandelt würden und in den Protokollen nachlesbar seien.

ISEK vorerst vertagt

Unter den Informationen der Bürgermeisterin informierte Steffi Syska darüber, dass das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) kurzfristig von der Tagesordnung genommen wurde. Hintergrund sei weiterer Abstimmungsbedarf innerhalb der Fraktionen. Geplant ist nun eine Arbeitsberatung der Fraktionen am 26. Mai 2026. Möglicherweise soll Ende Juni ein Sonderstadtrat stattfinden.

Nachfragen aus dem Stadtrat

Stadtrat Mölle fragte, inwiefern im Zusammenhang mit dem Architekturwettbewerb Kosten für die Verwaltung entstanden seien. Bürgermeisterin Steffi Syska erklärte hierzu, dass der Stadt keine Kosten entstanden seien.

Stadtrat Weigmann erkundigte sich nach dem Stand der Sanierung der Ernst-Borsbach-Straße. Laut Syska ist die Maßnahme Bestandteil der Haushaltsberatungen für das Jahr 2027.

Stadtrat Kaltofen sprach außerdem die Parkplatzsituation am Vogelpark an. Hierzu erklärte die Bürgermeisterin, dass sich derzeit der Landkreis sowie das Landesverwaltungsamt mit der Thematik beschäftigen.

Feuerwehrfahrzeug TLF 16/25 soll unter Vorbehalt verkauft werden

Mit der Indienststellung des neuen TLF 4000 Ende 2025 wurde das ältere Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 außer Dienst gestellt. Ursprünglich war vorgesehen, das Fahrzeug künftig bei der Ortsfeuerwehr Heideloh einzusetzen. Dort hätte jedoch aufgrund der größeren Fahrzeugmaße die Unterbringung des vorhandenen Mannschaftstransportwagens nicht mehr gewährleistet werden können.

Nach mehreren Gesprächen zwischen Ortswehrleitung, Stadtwehrleitung und Verwaltung entschied sich die Ortsfeuerwehr Heideloh dafür, weiterhin die Beschaffung eines Mittleren Löschfahrzeuges (MLF) zu verfolgen. Da innerhalb der Stadt kein weiterer Bedarf für das TLF 16/25 besteht, befasste sich der Stadtrat mit einer möglichen Veräußerung des Fahrzeuges.

Der Beschluss erfolgte jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen: Zunächst muss das Feuerwehrfahrzeug TSF-W der Ortsfeuerwehr Heideloh erfolgreich die Hauptuntersuchung beziehungsweise den TÜV bestehen. Anschließend soll der Landkreis angehört werden, ob das TLF 16/25 überhaupt veräußert werden darf. Erst wenn diese Punkte abschließend geklärt sind, darf die Bürgermeisterin das Fahrzeug veräußern.

Der Stadtrat stimmte diesem Vorgehen einstimmig zu.

HLF 20 für Brehna: Landesbeschaffung wird zunächst nur geprüft

Im Weiteren befasste sich der Stadtrat mit der möglichen Teilnahme an der zentralen Landesbeschaffung für ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 für die Ortsfeuerwehr Brehna.

Die Stadtverwaltung sieht hierin grundsätzlich erhebliche Vorteile. Laut Sachverhalt könnten durch die Landesbeschaffung Einsparungen von durchschnittlich 80.000 bis 90.000 Euro erzielt werden. Zudem würde sich der Verwaltungsaufwand deutlich reduzieren.

Hintergrund ist, dass das Land Sachsen-Anhalt bereits normgerechte Fahrzeuge ausschreibt und dadurch günstigere Konditionen erreicht werden können. Ortsbezogene Sonderausstattungen könnten ergänzend hinzugefügt werden.

Angesichts steigender Preise infolge der weltpolitischen Lage möchte die Stadt mögliche Preisvorteile zwar weiterhin prüfen. Der Stadtrat entschied jedoch per Änderungsantrag, sich vorerst nicht an die Landesbeschaffung anzuschließen. Stattdessen soll zunächst weiter an einem bedarfsorientierten Leistungsverzeichnis für das benötigte Fahrzeug gearbeitet werden.

Dieses Leistungsverzeichnis soll anschließend mit den Anforderungen und Möglichkeiten der Landesbeschaffung verglichen werden. Im kommenden Jahr soll dann bewertet werden, ob die Landesbeschaffung den konkreten Anforderungen der Stadt und der Ortsfeuerwehr Brehna entspricht. Erst danach soll entschieden werden, ob das Fahrzeug gegebenenfalls über die Landesbeschaffung und unter Nutzung möglicher Fördermittel des Landes beschafft werden kann.

Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat zu einem späteren Zeitpunkt erneut.

Mehrkosten für Feuerwehrfahrzeug in Glebitzsch

Ein weiteres Feuerwehrthema betraf das Mittlere Löschfahrzeug für die Ortsfeuerwehr Glebitzsch, das derzeit über die zentrale Landesbeschaffung beschafft wird.

Die Stadt wurde im Beschaffungsprozess über die konkreten Kosten informiert. Dabei zeigte sich, dass die im Haushalt eingeplanten Mittel nicht ausreichen. Neben den höheren Fahrzeugkosten müssen auch Funktechnik und weitere Ausstattung berücksichtigt werden. Dadurch entsteht ein zusätzlicher Finanzbedarf.

Deshalb wurde eine überplanmäßige Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 32.000 Euro notwendig. Die Deckung erfolgt über Mittel, die ursprünglich für ein Mittleres Löschfahrzeug in Heideloh vorgesehen waren. Die Förderung für dieses Fahrzeug wurde jedoch abgelehnt.

Der Stadtrat stimmte der Anpassung einstimmig zu.

Erweiterung des Gewerbegebietes „Am Kreisel“ in Brehna

Ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt für die Stadtentwicklung war die Zwischenabwägung zum Bebauungsplan „Erweiterung Gewerbegebiet – Am Kreisel“ im Ortsteil Brehna.

Geplant ist die Erweiterung einer bestehenden Betriebsstätte. Vorgesehen sind unter anderem ein neues Büro- und Forschungsgebäude, eine Parkpalette zur Verbesserung der Stellplatzsituation sowie die planungsrechtliche Sicherung eines neuen Kreisverkehrs.

Die Verwaltung betonte die Bedeutung des Vorhabens für die wirtschaftliche Entwicklung Brehnas sowie die Sicherung beziehungsweise Schaffung weiterer Arbeitsplätze.

Bürgermeisterin Steffi Syska erläuterte zugleich die umfangreichen Anforderungen im Bereich Natur- und Umweltschutz. Auf den betreffenden Flächen habe sich inzwischen ein wertvolles Biotop entwickelt, weshalb umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen notwendig seien.

Da die erforderlichen Kompensationen nicht vollständig innerhalb des Gebietes umgesetzt werden können, seien zusätzlich externe Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen. Auch die gesetzlichen Vorgaben bei Baumfällungen wurden thematisiert: Für einen gefällten Baum müssten häufig drei oder mehr neue Bäume gepflanzt werden.

Die Stadt sei deshalb fortlaufend auf der Suche nach geeigneten Flächen und erwerbe selbst Grundstücke für notwendige Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen.

Im weiteren Verfahren werden die Unterlagen öffentlich ausgelegt und auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht. Bürgerinnen und Bürger erhalten damit erneut die Möglichkeit, Hinweise und Stellungnahmen einzubringen.

Der Beschluss zur Zwischenabwägung wurde schließlich mit drei Enthaltungen angenommen.

Neue Planungsvarianten für das Gebiet an der Zörbiger Straße in Sandersdorf

Dem Stadtrat wurden verschiedene Planungsvarianten zur künftigen Erschließung des Gebietes zur Abstimmung vorgelegt.

Hintergrund ist, dass die ursprünglich vorgesehene Zufahrtslösung aus den 1990er Jahren aufgrund veränderter Eigentumsverhältnisse nicht mehr umgesetzt werden kann. Künftig sollen daher alternative Lösungen geprüft werden, um die bislang unbebauten Grundstücke sinnvoll zu erschließen und zusätzliche Wohnbauflächen zu entwickeln.

Bürgermeisterin Steffi Syska erklärte, dass weitere Planungsalternativen in die Prüfung aufgenommen würden. In der Diskussion sprach sich Stadtrat Kaltofen jedoch deutlich gegen eine straßenmäßige Erschließung über den Louisenweg aus.

Auch weitere Stadträte unterstützten die vorgeschlagene Vorgehensweise der Planerin. Der Stadtrat ergänzte den Beschluss schließlich um den Zusatz, dass eine Erschließung über den Louisenweg ausgeschlossen werden soll.

Die geänderte Beschlussfassung wurde anschließend angenommen.

Bebauungsplan Paul-Schiebel-Straße in Roitzsch

Hier hat der Stadtrat das Planverfahren gestartet, um zusätzliche Wohnbauflächen entlang der Paul-Schiebel-Straße zu schaffen und die Erschließungssituation neu zu ordnen.

Anlass hierfür sind geänderte Eigentumsverhältnisse, aufgrund derer die im Ursprungsplan vorgesehene Erschließung nicht mehr realisierbar ist.

Stadtrat stimmt Grundsatzbeschluss für geplanten NORMA-Markt in Roitzsch zu

Der Stadtrat befasste sich außerdem mit der geplanten Ansiedlung eines NORMA-Lebensmittelmarktes mit integriertem Bäcker im Ortsteil Roitzsch.

Vorgesehen ist ein Markt mit rund 1.200 Quadratmetern Verkaufsfläche am nordwestlichen Ortsrand im Bereich Ernst-Thälmann-Straße/Randsiedlung/Triftweg. Geplant sind zudem mehr als 80 Stellplätze.

Das Thema war bereits im Vorfeld ausführlich in den Ausschüssen beraten worden, sodass in der Stadtratssitzung nochmals die wesentlichen Argumente und Gegenargumente zusammengetragen wurden.

Bürgermeisterin Steffi Syska verwies darauf, dass die Abstimmungsergebnisse in den Gremien unterschiedlich ausgefallen seien: Während der Ortschaftsrat Roitzsch dem Vorhaben zugestimmt habe, hätten sich der Wirtschafts-, Bau-, Ordnungs- und Umweltausschuss sowie der Haupt- und Finanzausschuss dagegen ausgesprochen.

Stadtrat Kaltofen erklärte, er wolle das Votum des Ortschaftsrates nicht überstimmen. Stadtrat Tkalec äußerte Bedenken hinsichtlich möglicher Konkurrenzsituationen zu bestehenden Angeboten wie Tante Enso, dem örtlichen Bäcker oder dem Edeka-Markt. Andere Ratsmitglieder verwiesen dagegen auf unterschiedliche Lösungsansätze zur Verbesserung der Nahversorgung.

Bürgermeisterin Syska erläuterte zudem, dass Änderungen im Landesentwicklungsplan größere Verkaufsflächen inzwischen ermöglichen würden und das Vorhaben dadurch für den Investor attraktiver geworden sei.

Laut vorliegender Auswirkungsanalyse seien zwar Umsatzverlagerungen zu erwarten, gravierende negative Auswirkungen auf die Nahversorgung würden jedoch nicht prognostiziert.

Mit dem nun gefassten Grundsatzbeschluss wird zunächst das notwendige Bauleitverfahren eingeleitet. Dabei sollen unter anderem Fragen der Verkehrsführung, des Lärmschutzes sowie Auswirkungen auf Natur und Umgebung geprüft werden. Auch die Öffentlichkeit wird im weiteren Verfahren beteiligt und kann Stellungnahmen einreichen.

Der Beschluss wurde schließlich mit 13 Ja-Stimmen, 5 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen angenommen.

Eintrittspreise im Volksbad Roitzsch werden angepasst

Der Stadtrat hat einstimmig einer Änderung der Gebührensatzung für das Volksbad Roitzsch zugestimmt. Hintergrund sind deutlich gestiegene Betriebs- und Unterhaltungskosten. Die bisherigen Eintrittspreise waren seit 2019 unverändert geblieben.

Künftig werden die Preise für Tages-, Familien- und Jahreskarten moderat angepasst. Zudem wurde beschlossen, Rentnerinnen und Rentner künftig ebenfalls in die Gruppe der Ermäßigten aufzunehmen.

Bürgermeisterin Steffi Syska verwies beim Vergleich der Besucherzahlen der vergangenen Jahre insbesondere auf den sehr verregneten Sommer 2025 sowie den Wegfall der Badegäste und des Schwimmunterrichts aus Delitzsch. Dies habe zu deutlich rückläufigen Besucherzahlen geführt.

Gleichzeitig investiere die Stadt im Vorfeld des bevorstehenden 100-jährigen Jubiläums des Volksbades rund 50.000 Euro in Sanierungs- und Unterhaltungsmaßnahmen.

Im Stadtrat wurde außerdem darüber gesprochen, das Volksbad künftig stärker für Veranstaltungen und Sondernutzungen zu öffnen. Genannt wurden unter anderem Kinoabende, Firmenevents oder kulturelle Veranstaltungen wie Gitarrenabende.

Ziel sei es, die Attraktivität und Auslastung des Volksbades weiter zu steigern. Zudem wurde angeregt, perspektivisch auch weitere Modernisierungen des Bades im Blick zu behalten.

Die Satzungsänderung wurde schließlich einstimmig beschlossen.

Eintrittspreise

Ticketartbisherneu
Tageskarte Erwachsene 3,00 € 4,00 €
Tageskarte Kinder 1,50 € 2,00 €
Tageskarte Ermäßigte 2,00 € 2,50 €
Familienkarte 7,00 € 9,50 €
Abendkarte 1,50 € 2,00 €
10er-Karte Erwachsene 24,00 € 32,00 €
10er-Karte Kinder 12,00 € 16,00 €
10er-Karte Ermäßigte 16,00 € 21,50 €
Jahreskarte Erwachsene 50,00 € 66,50 €
Jahreskarte Kinder 28,00 € 37,50 €
Jahreskarte Ermäßigte 33,00 € 44,00 €

Mit der neuen Satzung wurde für die Saison 2026 auch die Badeordnung erneuert.

Neue Regelung zur Wahlsichtwerbung soll vorbereitet werden

Der Stadtrat befasste sich außerdem mit einer neuen Regelung zur Wahlsichtwerbung im öffentlichen Raum. Ziel ist es, künftig eine rechtssichere Grundlage für die Plakatierung im Wahlkampf zu schaffen.

Hintergrund ist unter anderem eine Prüfung der Kommunalaufsicht, die auf fehlende Satzungsregelungen hingewiesen hatte.

Beschlossen wurde jedoch noch keine konkrete Gebührenbefreiung für politische Parteien, Wählergruppen oder Bürgerinitiativen. Der Stadtrat legte vielmehr fest, dass die entsprechende Satzung nun in den nächsten Sitzungszyklus eingebracht werden soll.

Damit soll geprüft und beraten werden, wie die Wahlsichtwerbung künftig rechtssicher geregelt werden kann.

Sollte es zeitlich nicht möglich sein, die Satzung rechtzeitig vorzulegen und zu beschließen, soll der Stadtrat die Vorgehensweise der Verwaltung bei der Bundestagswahl 2025 als Übergangslösung festlegen.

Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Feuerwehrverein Glebitzsch erhält Zuschuss für mobilen Verkaufsstand

Als letzten Tagesordnungspunkt beschloss der Stadtrat einstimmig, dem Feuerwehrverein Glebitzsch e.V. einen Zuschuss in Höhe von 1.500 Euro aus den Grundstückserlösen der Ortschaft Glebitzsch zur Verfügung zu stellen.

Mit dem Geld sollen Materialkosten für den Bau eines mobilen Verkaufsstandes unterstützt werden.

Stefanie Rückauf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Stadtmarketing

Beschlussprotokoll vom Stadtrat und seinen Ausschüssen vom 08.04.2026 (nichtöffentlicher Teil)

Stadtrat am 08.04.2026

Vertrauliche Personalangelegenheit
hier Einstellung Kita-Sozialarbeiter/in
DSNR: 101/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Vergabeangelegenheit Stromlieferung (Los 1) für die Stadt Sandersdorf-Brehna
DSNR: 074/2026
Dem Beschluss wird mit 21 JA-Stimmen, 0 NEIN-Stimmen und 2 Enthaltung angenommen.

Vergabeangelegenheit Gaslieferung (Los 2) für die Stadt Sandersdorf-Brehna
DSNR: 102/2026
Dem Beschluss wird mit 22 JA-Stimmen, 1 NEIN-Stimmen und 1 Enthaltung angenommen.

Vergabeangelegenheit - Neubau Kindertagesstätte im OT Roitzsch / Los 11 Trockenbau
DSNR: 075/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Vergabeangelegenheit - Neubau Kindertagesstätte im OT Roitzsch / Los 12 Innenputz
DSNR: 076/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Vergabeangelegenheit - Neubau Kindertagesstätte im OT Roitzsch / Los 13 Estricharbeiten
DSNR: 077/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Vergabeangelegenheit - Gestellung von Rettungsschwimmer im Volksbad Roitzsch für die Saison 2026
DSNR: 103/2026
Dem Beschluss wird mit 20 JA-Stimmen, 2 NEIN-Stimmen und 2 Enthaltung angenommen.

Vergabeausschuss am 28.04.2026

Erschließung Industriegebiet Sandersdorf-Brehna, westl. Münchener Straße - Verkehrstechnische Untersuchung
DSNR: 173/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Beschaffung eines Aufsitzmähers der Marke Kubota
DSNR: 175/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Beschaffung eines selbstfahrenden Mähers für den Bauhof Brehna
DSNR: 177/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Haupt- und Finanzausschuss am 29.04.2026

Personalangelegenheit
hier: befristete Einstellung SB Tiefbau
DSNR: 181/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Beschlussprotokoll vom Stadtrat und seinen Ausschüssen (nichtöffentlicher Teil), Stand vom 11.3.2026 

Stadtrat am 11.03.2026

Vergabeangelegenheit - Ausbau der August-Bebel-Straße im OT Zscherndorf 2. Bauabschnitt
DSNR: 453/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Beauftragung von Planungsleistungen Lph 4-9 für die Umgestaltung des Schul-und Hortgebäudes der Grundschule „Am Wäldchen“ in Sandersdorf
DSNR: 058/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Beauftragung der Suchschatung Archäologische Suchschach tungen 1. Dokumentationsabschnitt (südlicher Bereich, Erwei terung Rossmann, Umspannwerk
DSNR: 063/2026
Dem Beschluss wird mit 20 JA-Stimmen, 1 NEIN-Stimmen und 0 Enthaltung angenommen.

Verstoß gegen ehrenamtlich tätige Pflichten durch ein Mitglied des Stadtrates
DSNR: 059/2026
Dem Beschluss wird mit 19 JA-Stimmen, 0 NEIN-Stimmen und 1 Enthaltung angenommen.

Vergabeausschuss am 24.03.2026

Bauleistungen zur Herstellung von Parkplätzen in Zscherndorf im Bereich Vogelpark in der Straße „Am See“
DSNR: 080/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Tiefbauleistungen Erneuerung SBL-Anlage im OT Brehna - Rheinstraße
DSNR: 081/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Renaturierung der Teiche im OT Brehna und OT Renneritz - Planungsleistungen
DSNR: 466/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Herrichten der Vereinsräume im Kultur- und Sportzentrum Brehna - Los Heizung Lüftung Sanitär
DSNR: 082/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Neubeschaffung von Funkmeldeempfänger für die Ortsfeuer wehren der Stadt Sandersdorf-Brehna
DSNR: 083/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Haupt- und Finanzausschuss am 25.03.2026

Personalangelegenheit hier: Einstellung Standesbeamtin
DSNR: 079/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Stadtrat berät über Wärmeplanung, ISEK und Schiedsperson / Bericht zur Sitzung am 11. März

Der Stadtrat der Stadt Sandersdorf-Brehna kam zu seiner jüngsten Sitzung zusammen, um über mehrere kommunalpolitisch bedeutende Themen zu beraten und Beschlüsse zu fassen. Neben personellen Entscheidungen standen unter anderem die kommunale Wärmeplanung, das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) sowie verschiedene Anfragen aus dem Stadtrat auf der Tagesordnung.

Einwohnerfragestunde

Im Rahmen der Einwohnerfragestunde nutzte eine Bürgerin aus Zscherndorf die Möglichkeit, mehrere Fragen an Verwaltung und Stadtrat zu richten. Zunächst erkundigte sie sich nach einer möglichen Umsiedlung von Eidechsen im Zusammenhang mit dem Neubau des Schul- und Bildungszentrums in Bitterfeld. Ursprünglich war eine Ansiedlung auf Flächen in Zscherndorf im Gespräch, die nach einer Begehung jedoch verworfen wurde. Sie fragte nach den Gründen für diese Entscheidung.

Darüber hinaus erkundigte sie sich nach dem aktuellen Stand einer möglichen Photovoltaikanlage in der Kiesgrube. Die Verwaltung erklärte hierzu, dass das Bauleitverfahren weiterhin laufe. Ein weiteres Anliegen betraf den Zustand der Fußwege im Vogelpark, die nach ihrer Wahrnehmung nicht ausreichend gereinigt und gepflegt würden. Die Verwaltung verwies darauf, dass die Straßenreinigungssatzung in vielen Bereichen die Anlieger zur Reinigung verpflichtet. Eine Prüfung der Situation im genannten Bereich wurde zugesagt.

Informationen der Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Steffi Syska informierte über aktuelle Themen aus der Verwaltung. Dabei berichtete sie über den Bürgerdialog in Petersroda sowie über die Sondernutzungsgebührensatzung für Wahlplakatierungen zur Landtagswahl 2026, die analog zur Kommunalwahl 2024 angewendet werden soll. Außerdem stellte sie den geplanten Einsatz des KI-gestützten Telefonassistenten „Charly“ zur Unterstützung der telefonischen Erreichbarkeit der Verwaltung vor.

Bekanntgaben und Anfragen aus dem Stadtrat

Stadtrat Schulze erkundigte sich nach dem Stand des neuen Stadtwappens, das ab dem 1. Januar 2026 verwendet werden sollte. Nach Angaben der Verwaltung liegt der Vorgang weiterhin beim Landesarchiv, eine Rückmeldung zum Bearbeitungsstand liegt derzeit leider noch nicht vor (Stand 11.03.2026).

Veränderungen im Stadtrat

Der Stadtrat stellte das Ausscheiden von Steffen Alisch fest, der zum 1. Januar 2026 aus Sandersdorf-Brehna verzogen ist. Als nächst festgestellter Bewerber der AfD rückte Sixtus Forstner nach und wurde in der Sitzung als Stadtratsmitglied verpflichtet.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK)

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war der Zwischenstand zur Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK). Frau Slapa vom beauftragten Planungsbüro „die raumplaner“ stellte den vergangenen Arbeitsprozess, den aktuellen Arbeitsstand sowie den weiteren Zeitplan vor.

Die Fortschreibung des bisherigen Stadtentwicklungskonzeptes umfasst unter anderem die Erarbeitung eines Zielsystems, die Definition von Handlungsfeldern und Querschnittsthemen sowie eine Maßnahmenliste mit Schlüsselprojekten. Die finale Beschlussfassung des ISEK ist für Mai 2026 vorgesehen.

Das Konzept entsteht unter breiter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, lokalen Akteuren sowie der Stadtpolitik. Insgesamt umfasst das ISEK derzeit 138 Maßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern. Für viele Förderprogramme bildet ein beschlossenes Stadtentwicklungskonzept zudem eine wichtige Grundlage zum Erhalt von Fördermitteln.

Für die Umsetzung der Projekte betonte Frau Slapa, dass diese nur gemeinsam mit Initiativen, Vereinen und weiteren Partnern realisiert werden können. Das ISEK ist so angelegt, dass neue Maßnahmen fortlaufend ergänzt werden können, sofern sie in die bestehenden Handlungsfelder passen oder eine Anpassung des Konzeptes erfolgt.

Mit der Präsentation erhielten die Stadträte und auch die anwesenden Zuschauer einen guten Überblick über den Prozess. Abschließend ergänzte Bürgermeisterin Steffi Syska, dass die Prüfung des umfangreichen Konzeptes vor der Beschlussfassung im Mai eine Mammutaufgabe für Verwaltung und Gremien darstelle, die sich am Ende jedoch positiv für die Stadt auszahlen wird.

Bericht der Stadtwehrleitung

Die Stadtwehrleitung stellte anschließend den Jahresbericht der Feuerwehr für das Jahr 2024 vor. Stadtwehrleiter Marcel Rechner verwies darauf, dass der vollständige Bericht bereits allen Stadträten vorliegt und auch auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht wurde.

Insgesamt rückte die Feuerwehr der Stadt Sandersdorf-Brehna im Jahr 2024 zu 244 Einsätzen aus, darunter 147 Hilfeleistungen, 40 Brände, 38 ausgelöste Brandmeldeanlagen sowie 13 Fehlalarme. Zum Jahresende zählte die Feuerwehr 186 aktive Einsatzkräfte; zudem engagierten sich 98 Kinder und Jugendliche in sieben Jugendfeuerwehren.

Im Anschluss gab es mehrere Nachfragen aus dem Stadtrat. Stadtrat Sittig erkundigte sich nach der Nutzung der Drehleiter und in welchen Ortsteilen sie besonders häufig eingesetzt werde. Die entsprechenden Zahlen sollen nachgereicht werden. Stadtrat Hennig fragte nach der Prüfung der Hydranten durch den Wasserversorger MIDEWA und möglichen Rückmeldungen an die Feuerwehr. Nach Angaben der Stadtwehrleitung werden entsprechende Daten digital in einer speziellen Einsatz-App erfasst. Eine zusätzliche Prüfung für den Bereich Renneritz wurde angeregt bzw. darauf hingewiesen, dass für die Löschwasserversorgung die Stadt und nicht der Versorger zuständig ist.

Wahl der Schiedsperson

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Wahl einer Schiedsperson für die Stadt Sandersdorf-Brehna. Für das ehrenamtliche Amt, das für fünf Jahre besetzt wird, lagen vier Bewerbungen vor. Da im ersten Wahlgang keine Mehrheit erreicht wurde, entschied im zweiten Wahlgang die Stimmenmehrheit: Dietmar Straeck setzte sich mit 14 Stimmen gegen Susanne Teube-Mischewski mit 9 Stimmen durch. Am Ende dankte Stadtrat Andreas Wolkenhaar allen Bewerberinnen und Bewerbern für ihre Bereitschaft, dieses wichtige Ehrenamt zu übernehmen.

Photovoltaik-Potentialflächen

Ein weiterer umfangreicher Tagesordnungspunkt war die Beratung zur Potentialanalyse für Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Stadtgebiet. Hintergrund ist die Vorgabe des Entwurfs des Landesentwicklungsplans, wonach Kommunen Flächen für erneuerbare Energien ausweisen sollen.

Für Sandersdorf-Brehna wird dabei eine Orientierung von 2,5 % der Gemeindefläche zugrunde gelegt. Nach Angaben der Verwaltung entfallen rund 1,5 % auf ehemalige Deponieflächen. Unter Einbeziehung der Bestandsanlagen ergibt sich insgesamt ein Anteil von etwa 2,14 %.

In der Diskussion wurden verschiedene Änderungsanträge eingebracht. Stadtrat Sittig beantragte, keine weiteren Flächen auszuweisen. Dieser Antrag wurde mit 11 Ja-Stimmen und 13 Nein-Stimmen abgelehnt.

Stadtrat Mölle schlug hingegen vor, im Rahmen der Potentialanalyse vier konkrete Flächen (Nr. 22, 26, 27 und 28) für eine mögliche zukünftige Nutzung zu berücksichtigen. Dieser Antrag wurde schließlich mit 14 Ja-Stimmen bei 6 Gegenstimmen angenommen. Die Flächen sollen nun in die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes einbezogen werden.

Die Verwaltung betonte, dass es sich zunächst um eine Prüfkullisse handelt. Eine tatsächliche Umsetzung einzelner Projekte kann erst im Rahmen späterer Bauleitverfahren erfolgen, in denen unter anderem Umweltprüfungen und weitere fachrechtliche Bewertungen durchgeführt werden.

Weitere Beschlüsse (Alle Beschlussvorlagen sind hier einsehbar - hier klicken)

Mehrere weitere Tagesordnungspunkte wurden vom Stadtrat einstimmig beschlossen.

Ein Beschluss befasste sich mit dem Bauvorhaben „Kittlers Hof“ am Kirchplatz 3 im Ortsteil Sandersdorf. Der Stadtrat stimmte der Anwendung des sogenannten „Bauturbo“ zu. Diese bundesgesetzliche Regelung soll dazu beitragen, Wohnungsbauprojekte schneller umzusetzen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann dabei auf ein aufwendiges Bebauungsplanverfahren verzichtet werden, wodurch Planungs- und Genehmigungsprozesse beschleunigt werden. Ziel ist es, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und vorhandene Flächen im Innenbereich besser durch Nachverdichtung zu nutzen.

Bild vergrößern: Entwurf vom Planungsbüro Trommer zu »Kittlers Hof«
Entwurf vom Planungsbüro Trommer zu »Kittlers Hof«

Ein weiterer Beschluss betraf das Projekt „Neugestaltung der Ortsmitte Sandersdorf“. Hintergrund ist eine mögliche Förderung über das EU-Programm EFRE im Rahmen der LEADER-Region Anhalt, bei der bis zu 80 Prozent der Projektkosten (maximal 500.000 Euro) gefördert werden können. Voraussetzung hierfür war eine kurzfristige Anmeldung geeigneter Projekte, damit Fördermittel nicht verfallen.

Die Verwaltung schlug vor, die Situation rund um das Rathaus Sandersdorf zu verbessern. Dort besteht seit Jahren eine angespannte Parkplatzsituation, insbesondere an Sprechtagen. Geplant ist, zwei leerstehende Gebäude im Bereich Platz der Deutschen Einheit / Teichstraße zu erwerben, abzureißen und das Areal neu zu gestalten, unter anderem mit zusätzlichen Stellplätzen und Begrünungen. Mit dem Grundsatzbeschluss schafft der Stadtrat die Voraussetzung, das Projekt für eine mögliche Förderung anzumelden und die Planung weiter voranzutreiben.

Schließlich beschloss der Stadtrat eine überplanmäßige Auszahlung in Höhe von 110.515,64 Euro für den grundhaften Ausbau der August-Bebel-Straße im Ortsteil Zscherndorf (2. Bauabschnitt). Nach der Ausschreibung der Bauleistungen wurde deutlich, dass für die Beauftragung zusätzliche Mittel erforderlich sind. Die Finanzierung erfolgt aus anderen Haushaltspositionen, unter anderem aus Mitteln der Wirtschaftsförderung sowie aus geplanten Maßnahmen an Gemeindestraßen. Damit kann die Sanierung der Straße trotz der gestiegenen Kosten wie vorgesehen umgesetzt werden.

Kommunale Wärmeplanung

Zum Abschluss der Sitzung befasste sich der Stadtrat erneut mit der kommunalen Wärmeplanung, die gemeinsam mit den Städten Bitterfeld-Wolfen, Raguhn-Jeßnitz und Zörbig im sogenannten Konvoiverfahren erarbeitet wurde.

Der entsprechende Beschluss war in der Sitzung des Stadtrates am 28. Januar 2026 abgelehnt worden. Bürgermeisterin Steffi Syska legte daraufhin fristgerecht Widerspruch gegen diese Entscheidung ein und begründete diesen unter anderem mit den gesetzlichen Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes. Demnach sind Kommunen verpflichtet, bis spätestens 30. Juni 2028 eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen.

Zudem verwies sie darauf, dass für die Erstellung der Planung Fördermittel bewilligt wurden, deren ordnungsgemäße Verwendung durch einen Beschluss nachgewiesen werden muss. Andernfalls könnte eine Rückzahlung der Fördermittel drohen.

Syska betonte außerdem, dass die kommunale Wärmeplanung zunächst eine strategische Bestandsanalyse und Orientierung darstellt. Sie enthalte keine unmittelbaren Verpflichtungen für Bürgerinnen und Bürger, etwa zur Änderung ihrer Heizsysteme. Zudem stellte sie klar, dass für die Umsetzung der nächsten Schritte eine Frist bis 31. Dezember 2026 zu beachten sei, und warb erneut um Zustimmung im Stadtrat.

Die anschließende Diskussion verlief kontrovers. Während einige Stadträte die Wärmeplanung als notwendige Grundlage für zukünftige energiepolitische Entscheidungen sahen, äußerten andere weiterhin grundsätzliche Bedenken. Nach intensiver Debatte wurde auf Antrag aus dem Stadtrat die Schließung der Rednerliste beschlossen.

In der anschließenden Abstimmung erhielt der Beschluss 9 Ja-Stimmen, 13 Nein-Stimmen und eine Enthaltung und wurde damit erneut abgelehnt.

Stefanie Rückauf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Stadtmarketing

Sonderstadtrat am 30.03.2026 zur Drehleiter: Sicherheit, Technik und Kosten im Fokus

In einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung am 30. März 2026 befasste sich der Stadtrat der Stadt Sandersdorf-Brehna mit der zukünftigen Beschaffung einer Drehleiter für die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Sandersdorf-Brehna.

Hintergrund war eine dringende Entscheidung ohne Aufschub, da eine mögliche Teilnahme an der Landesbeschaffung nur noch bis zum 31. März 2026 – also am darauffolgenden Tag – beantragt werden konnte.

Zu Beginn stellte der Stadtratsvorsitzende Andreas Wolkenhaar die Beschlussfähigkeit fest – 18 Stadträte sowie Bürgermeisterin Steffi Syska waren anwesend.

Langjähriger Beschaffungsprozess kurz vor dem Abschluss

Die Bürgermeisterin führte anschließend in die Thematik ein und stellte zunächst klar, dass die Sitzung auch deshalb einberufen wurde, um Transparenz zu schaffen. Sie betonte, dass sie persönlich den bereits begonnenen Beschaffungsprozess abschließen möchte und zum jetzigen Zeitpunkt nicht die Landesbeschaffung favorisiert.

Die Anschaffung einer Drehleiter beschäftigt die Stadt seit mehreren Jahren. Bereits am 30. Juni 2021 beschloss der Stadtrat, die Verwaltung mit der Ausschreibung und Beschaffung einer Drehleiter zu beauftragen. In einem weiteren Beschluss vom 13. Dezember 2023 wurde die Bürgermeisterin damit betraut, ein Ingenieurbüro einzubinden und gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr Sandersdorf die Ausschreibung vorzubereiten.

Seitdem wird intensiv an der Umsetzung gearbeitet – zuletzt in enger Abstimmung mit der Feuerwehr, der Stadtwehrleitung sowie dem beauftragten Ingenieurbüro. „Nach eineinhalb Jahren stehen wir kurz vor dem Ziel“, machte Bürgermeisterin Steffi Syska deutlich und verwies darauf, dass die Ausschreibung bereits weit vorbereitet sei.

Neuer Vorschlag: Einstieg in die Landesbeschaffung

Auslöser der Sondersitzung war ein Änderungsantrag im vorangegangenen Haupt- und Finanzausschuss von Stadtrat Torsten Kaltofen. Dieser forderte, kurzfristig zu prüfen, ob sich die Stadt noch an einer zentralen Beschaffung des Landes beteiligen kann.

Aus der vorliegenden Kommunikation mit dem Innenministerium ging hervor, dass eine Teilnahme grundsätzlich noch möglich sei – allerdings nur, wenn innerhalb weniger Tage alle erforderlichen Unterlagen vollständig eingereicht werden.

Technischer Vergleich im Mittelpunkt

Ein zentraler Punkt der Sitzung war der direkte Vergleich zwischen einer individuell geplanten Drehleiter und einer standardisierten Landesbeschaffung. Diesen stellte der stellvertretende Stadtwehrleiter Marvin Schubert auf Grundlage der ihm vorliegenden Informationen ausführlich dar.

Dabei wurde deutlich, dass ein vollständiger und abschließender Vergleich zwischen Eigen- und Landesbeschaffung derzeit nur eingeschränkt möglich ist. In verschiedenen Bereichen – unter anderem Allradantrieb, Beleuchtung und Sicherheit, Leitertechnik sowie Ausstattung und Navigation – konnte keine abschließende Bewertung erfolgen, da zum Zeitpunkt der Betrachtung keine vollständigen Vergabeunterlagen für die Landesbeschaffung vorlagen.

Schubert machte deutlich, dass die Landesbeschaffung eine solide Standardlösung darstellt, während eine eigenständige Planung gezielt auf die spezifischen Anforderungen vor Ort abgestimmt werden kann.

Kontroverse Diskussion im Stadtrat

Die anschließende Diskussion zeigte deutlich unterschiedliche Sichtweisen.

Stadtratsvorsitzender Andreas Wolkenhaar übergab für diesen Tagesordnungspunkt die Sitzungsleitung, um sich selbst inhaltlich äußern zu können. Er stellte die bisher beschlossenen Kriterien infrage und argumentierte engagiert für eine erneute Prüfung. Dabei verwies er auch auf Recherchen und Vergleiche, die unter anderem von Stadtrat Torsten Kaltofen vorbereitet worden waren.

Bürgermeisterin Steffi Syska sprach sich hingegen klar dafür aus, den begonnenen Weg konsequent zu Ende zu führen:

„Die Arbeit der Ortswehrleitungen, der Stadtwehrleitung und des Ingenieurbüros jetzt infrage zu stellen, kann man niemandem erklären.“

Sie warnte zudem davor, dass das Ehrenamt zunehmend politisiert werde, und bat den Stadtrat, den eingeschlagenen Weg fortzuführen.

Auch der ehemalige Landrat und jetzige Stadtrat Uwe Schulze betonte die Bedeutung der Entscheidung für die Sicherheit der Stadt und sprach sich dafür aus, den laufenden Prozess nun abzuschließen.

Stadtrat Wolkenhaar verwies hingegen auf Gespräche auf Landesebene und sah in der Landesbeschaffung Chancen, Kosten zu sparen. Gleichzeitig zeigte er sich offen für die Überlegung von Bürgermeisterin Steffi Syska, künftig auch weitere Fahrzeuge – wie das HLF 20 für die Feuerwehr Brehna – über Landesprogramme zu beschaffen.

Stadtrat Uwe Mölle stellte für seine Fraktion klar, dass für ihn vor allem die finanzielle Situation der Stadt ausschlaggebend sei. Die bereits investierte Arbeitszeit sowie die bisherigen Planungsschritte spielten für ihn eine untergeordnete Rolle. Er begrüßte ebenfalls Steffi Syskas Idee zur Landesbeschaffung weiterer Fahrzeuge wie dem HLF für Brehna.

Zwischenzeitlich musste die Sitzungsleitung aufgrund von Überschreitungen der Redezeiten ordnend eingreifen.

Entscheidung mit knapper Mehrheit

Am Ende folgte der Stadtrat mehrheitlich dem Änderungsantrag. Mit 11 Ja-Stimmen bei 9 Nein-Stimmen wurde beschlossen, die Bürgermeisterin zu beauftragen, eine Teilnahme an der Landesbeschaffung zu beantragen.

Damit wird der bisherige Beschaffungsprozess zunächst gestoppt. Sollte die Teilnahme am Landesverfahren erfolgreich sein, müssten die bisherigen Beschlüsse zur eigenständigen Beschaffung aufgehoben werden.

Fazit:

Grundsatzentscheidung zwischen Standard und Maßanfertigung

Die Sitzung machte deutlich, dass es bei der Entscheidung nicht nur um Kosten geht, sondern vor allem um die zentrale Frage:

Standardlösung oder maßgeschneiderte Technik für die eigenen Anforderungen?

Während die Landesbeschaffung eine wirtschaftlich attraktive Option darstellen kann, bietet die eigenständige Planung Vorteile bei Ausstattung, Flexibilität und Einsatzmöglichkeiten.

Die endgültige Entscheidung ist inzwischen getroffen: Der Teilnahmevertrag konnte bereits am 02.04.2026 durch die Bürgermeisterin unterzeichnet werden.

Die Stadt Sandersdorf-Brehna hat damit die Weichen gestellt zur zentralen Beschaffung einer Drehleiter des Landes Sachsen-Anhalt.

Beschlussprotokoll vom Stadtrat und seinen Ausschüssen (nichtöffentlicher Teil), Stand vom 6.3.2026 

Vergabeausschuss am 17.02.2026

Erneuerung der Straßenbeleuchtungsanlage inkl. Demontage der Bestandsmasten, Sandersdorf-Brehna / OT Brehna
DSNR: 043/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Planungsleistungen für den Ausbau der Wilhelm-Külz-Straße im OT Brehna
DSNR: 044/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Neubau einer Kindertagesstätte im Stadtgebiet Sandersdorf-Brehna, OT Roitzsch - Los 25 Außentür/Fluchttür
DSNR: 006/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Planungsleistung für die Löschwasserplanung IG Brehna “westlich der Münchener Straße“-3. NT-Planungsleistung für Elt/MSR für Druckerhöhungsanlage, LP5
DSNR: 035/2026
Dem Beschluss wird mit 5 JA-Stimmen, 0 NEIN-Stimmen und 1 Enthaltung angenommen.

Herrichten der Vereinsräume im Kultur- und Sportzentrum Brehna - Los 6 Fassadendämmung
DSNR: 036/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Herrichten der Vereinsräume im Kultur- und Sportzentrum Brehna - Los 7 Trockenbauarbeiten
DSNR: 037/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Herrichten der Vereinsräume im Kultur- und Sportzentrum Brehna / Los 8 Fliesenarbeiten
DSNR: 041/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Herrichten der Vereinsräume im Kultur- und Sportzentrum Brehna - Los 9 Tischler
DSNR: 042/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Herrichten der Vereinsräume im Kultur- und Sportzentrum Brehna - Los 10 Maler- und Bodenbelagsarbeiten
DSNR: 038/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Haupt- und Finanzausschuss am 25.02.2026

Personalangelegenheit
DSNR: 057/2026
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Öffentliche Bekanntgabe über das Ausscheidens eines Stadtrats und Mandatsanahme des nächst festgestellten Bewerbers

Mit Beschluss des Stadtrats vom 11.03.2026, DSNR: 061/2026 stellte dieser gemäß § 42 Abs. 2 KVG LSA i.V.m. § 42 Abs. 1 S. 2 das Ausscheiden des Stadtrats

Alisch, Steffen (AfD) fest.

Gemäß Beschluss des Wahlausschusses der Kommunalwahl 2024 vom 09.06.2024 rückt der nächst festgestellte Bewerber

Forstner, Sixtus  (AfD) nach.

Steffi Syska
Wahlleiterin

Beschlussprotokoll vom Stadtrat 28.1.2026 und seinen Ausschüssen (nichtöffentlicher Teil)

Haupt- und Finanzausschuss am 21.01.2026

Personalangelegenheit
DSNR: 441/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.


Stadtrat am 28.01.2026

Beauftragung archäologische Untersuchungen 1. DA im IG Brehna „westlich der Münchener Straße“ – Verwendung der Einsparung
DSNR: 437/2025
Dem Beschluss wird mit 21 JA-Stimmen, 0 NEIN-Stimmen und 1 Enthaltung angenommen.

Auftragserteilung über die Bereitstellung einer Netzanschlusskapazität von 100 MW im Industriegebiet Brehna II westlich der Münchener Straße
DSNR: 438/2025
Dem Beschluss wird mit 21 JA-Stimmen, 1 NEIN-Stimme und 0 Enthaltungen angenommen.

Personalangelegenheit
DSNR: 436/2025
Dem Beschluss wird mit 21 JA-Stimmen, 0 NEIN-Stimmen und 1 Enthaltung angenommen.

Vergabeangelegenheit – Neubau Kindertagesstätte in Sandersdorf-Brehna, OT Roitzsch – Los 08 Stahlbau
DSNR: 459/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Vergabeangelegenheit – Neubau Kindertagesstätte in Sandersdorf-Brehna, OT Roitzsch – Los 10 Fassade
DSNR: 460/2025
Dem Beschluss wird mit 21 JA-Stimmen, 0 NEIN-Stimmen und 1 Enthaltung angenommen.

Erwerb der Flurstücke 428, 430, Flur 8, Gemarkung Brehna
DSNR: 454/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Kommunale Wärmeplanung - was ist für Sandersdorf-Brehna wichtig?

Warum muss Sandersdorf-Brehna eine Wärmeplanung erstellen?

Seit dem 1. Januar 2024 gilt bundesweit das Wärmeplanungsgesetz. Es verpflichtet alle Städte und Gemeinden zur Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung – unabhängig von einer politischen Bewertung vor Ort.

Für Städte unter 100.000 Einwohnern – wie Sandersdorf-Brehna – gilt eine Umsetzungsfrist bis spätestens 30. Juni 2028. Die Stadt hat somit keinen Entscheidungsspielraum, ob sie eine Wärmeplanung erstellt, sondern lediglich wie.


Was hat der Stadtrat bislang beschlossen?

Am 22. Februar 2023 beschloss der Stadtrat eine Absichtserklärung zur gemeinsamen interkommunalen Energieleitplanung.

Als erster Schritt war eine gemeinsame kommunale Wärmeplanung mit den Städten Bitterfeld-Wolfen, Raguhn-Jeßnitz und Zörbig vorgesehen. Ziel war es, frühzeitig auf gesetzliche Anforderungen zu reagieren und Fördermittel zu nutzen.

Der Beschluss zur Annahme des kommunalen Wärmeplans (Ergebnis der interkommunalen Planung im Konvoiverfahren) stand am 17. Dezember 2025 erstmals auf der Tagesordnung. Dieser Punkt wurde auf die Sitzung am 28. Januar 2026 vertagt.

Am 28. Januar 2026 wurde der Beschluss erneut beraten und mehrheitlich abgelehnt.

Damit liegt derzeit kein beschlossener kommunaler Wärmeplan für Sandersdorf-Brehna vor. Die gesetzliche Verpflichtung zur Erstellung bleibt davon unberührt.


Was hätte der Beschluss konkret bedeutet?

Für Bürgerinnen und Bürger hätte der Beschluss bedeutet:

  • keine Pflicht zum sofortigen Austausch der Heizung,

  • keine Festlegung auf bestimmte Heizsysteme,

  • keine unmittelbaren Kostenentscheidungen für den städtischen Haushalt.

Der Beschluss hätte bedeutet:

  • Erfüllung der gesetzlichen Pflicht,

  • Vorliegen eines Planungs- und Orientierungsinstruments,

  • Aufzeigen von Potenzialen – ohne unmittelbare Verpflichtungen.

Über konkrete Maßnahmen, Zeitpläne oder Investitionen hätte der Stadtrat zu einem späteren Zeitpunkt gesondert entschieden.


Was wurde bisher geprüft?

Für das Stadtgebiet Sandersdorf-Brehna wurden unter anderem untersucht:

  • aktueller Wärmebedarf und eingesetzte Energieträger,

  • Potenziale für erneuerbare Energien (z. B. Dach-PV, Geothermie),

  • mögliche Eignungsgebiete für Wärmenetze,

  • Umwelt-, Denkmal- und Naturschutzbelange.

Beteiligte Fachbehörden (u. a. Naturschutz, Denkmalschutz, Wasser, Bahn, Landwirtschaft) hatten Gelegenheit zur Stellungnahme.


Einordnung für Bürgerinnen und Bürger

Die kommunale Wärmeplanung ist:

  • ein gesetzlich vorgeschriebener Plan,

  • eine Orientierung – keine Anordnung,

  • Grundlage für spätere Entscheidungen – nicht deren Vorwegnahme.

Eigentümerinnen und Eigentümer behalten ihre Entscheidungsfreiheit im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben.


Kommunale Wärmeplanung – Häufige Fragen

1. Muss ich meine Heizung jetzt austauschen?
Nein. Es besteht keine unmittelbare Austauschpflicht.

2. Entstehen mir dadurch Kosten?
Nein. Die Ablehnung des Beschlusses hat keine direkten finanziellen Auswirkungen.

3. Schreibt die Stadt vor, wie ich heizen muss?
Nein. Es gibt keine verbindlichen Vorgaben für einzelne Haushalte.

4. Ist die Stadt dennoch verpflichtet?
Ja. Die Pflicht ergibt sich aus Bundesrecht – unabhängig von der Entscheidung des Stadtrates.

5. Wie geht es weiter?
Der Stadtrat wird sich zu einem späteren Zeitpunkt erneut mit der Wärmeplanung befassen müssen.

Bericht über den öffentlichen Teil der Stadtratssitzung am 28. Januar 2026

Der Stadtrat der Stadt Sandersdorf-Brehna trat am 28. Januar 2026 zur ersten Sitzung des Jahres zusammen. Neben Informationen der Bürgermeisterin standen mehrere Beschlussvorlagen sowie Stadtratsanfragen auf der Tagesordnung.


Informationen der Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Steffi Syska informierte darüber, dass die Fördermittel für archäologische Leistungen und Suchschachtungen im Rahmen der Ausbaustufe 0 des Industriegebiets Brehna II in Höhe von 5.085.103,00 Euro bereits eingegangen sind. Damit stehen der Stadt frühzeitig liquide Mittel zur Verfügung.


Bild vergrößern: Stadtratssitzung am 28. Januar 2026
Stadtratssitzung am 28. Januar 2026

Anfragen und Hinweise aus dem Stadtrat

  • Zum Thema eines möglichen Spannungs- und Krisenfalls wurde erläutert, dass hierfür Konzepte auf Landkreisebene bestehen und ein regelmäßiger Austausch stattfindet.
    (Ein Spannungs- oder Krisenfall ist eine Ausnahmesituation, z. B. bei Krieg, längerem Stromausfall oder einer großen Katastrophe. In solchen Fällen greifen besondere Notfallpläne zum Schutz der Bevölkerung.)

  • In Renneritz hat sich eine Bürgerinitiative zum Schutz der Natur gebildet. Zudem wurde ein neuer Verein gegründet.

  • Das Heimatfest Renneritz ist für August 2026 geplant.

  • Angesprochen wurde das weiterhin bestehende Problem mit den Gelben Säcken. Die Verwaltung verwies darauf, dass hierfür das Duale System und übergeordnete Stellen zuständig sind.

  • Die Einnahmen aus dem Oldies Cup (30.01.) sollen einem Projekt des Freizeittreffs zugutekommen – zur Gestaltung einer öffentlichen Wandfläche im Rahmen des Frühjahrsputzes am 11. April.


Machbarkeitsstudie Radweg Bitterfeld-Wolfen – Delitzsch

Der Stadtrat beschloss einstimmig die Beteiligung an einer Machbarkeitsstudie für eine Radwegeverbindung zwischen Bitterfeld-Wolfen und Delitzsch.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 30.000 Euro, wovon 70 Prozent gefördert werden. Der Eigenanteil der Stadt Sandersdorf-Brehna beträgt 1.800 Euro.


Sanierung „Technisches Rathaus“ Brehna

Intensiv diskutiert wurde die Änderung des Grundsatzbeschlusses zur Sanierung des „Technischen Rathauses“ in Brehna. Ziel ist die energetische Sanierung des Gebäudes, die Schaffung zusätzlichen Büroraums sowie die Vermeidung von Leerstand.

Erörtert wurden Fragen zur Fördermittelsicherheit, Zweckbindung und Wirtschaftlichkeit. Der Stadtrat einigte sich auf eine geänderte Beschlussformulierung und beschloss die Sanierung auf Grundlage der aktualisierten Wirtschaftlichkeitsanalyse unter Berücksichtigung der Fördermittelvorgaben.


Kommunale Wärmeplanung

Der Stadtrat befasste sich erneut mit der kommunalen Wärmeplanung. Die Diskussion zeigte unterschiedliche Auffassungen zur Ausgestaltung und zu möglichen Auswirkungen auf Bürgerinnen und Bürger.

Thematisiert wurden unter anderem der hohe Anteil von Gasheizungen, langfristige Zielvorgaben, Kostenfragen sowie Eigentümerrechte. Der Beschluss wurde mit 8 Ja-Stimmen, 11 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen abgelehnt.

(Siehe dazu nachfolgender Extra-Beitrag.)


Bargeldzahlung in der Stadtverwaltung

Ein Antrag zur Sicherung der Bargeldzahlung führte zu einer intensiven Debatte. Hintergrund waren Änderungen im Zahlungsverkehr der Stadtverwaltung.

Der Stadtrat beschloss:

  • Barzahlungen bleiben weiterhin möglich, um niemanden von Verwaltungsleistungen auszuschließen.

  • Die Verwaltung wird beauftragt, bis zum 1. Juli 2026 ein Konzept für einen bürgerfreundlichen, mehrstufigen Zahlungsverkehr vorzulegen, das Bargeld, Kartenzahlung und weitere Optionen berücksichtigt.

In der Diskussion wurden Bürgernähe ebenso wie Sicherheits-, Kosten- und Organisationsfragen beleuchtet. Der geänderte Beschlussvorschlag wurde mehrheitlich angenommen.

(Siehe dazu nachfolgender Extra-Beitrag.)


Fazit

Die Stadtratssitzung war geprägt von intensiven Sachdebatten, wichtigen Entscheidungen zu Investitionen und Fördermitteln sowie Fragen der Bürgerfreundlichkeit. Zugleich zeigte sich ein offener Austausch zu aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung.

Stefanie Rückauf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Stadtmarketing

Stadtratsbericht von der letzten Stadtratssitzung am 17. Dezember 2025

Einwohnerfragestunde
In der Einwohnerfragestunde wurde ein Anliegen aus Zscherndorf vorgetragen. Zunächst ging es um den Bürgerrat, der im Rahmen der Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) gegründet wurde. Auf die Frage, ob der Bürgerrat nicht bestehen bleiben solle, erklärte Bürgermeisterin Steffi Syska, dass eine zwischenzeitlich diskutierte Vereinsgründung nicht erforderlich sei. Zugleich bekräftigte sie, dass sie zu ihrem Wort stehe und den entstandenen „Schatz“ – die spürbare Wir-Wirkung und das Engagement der Beteiligten – auch für künftige Projekte bewahren und weiter nutzen möchte.

Ein weiteres Anliegen betraf die August-Bebel-Straße und das Baugeschehen vor Ort. Die Bürgerin schilderte ihre Sorgen hinsichtlich möglicher Straßenschäden, eventueller Kanalschäden sowie eines erhöhten Schmutzaufkommens. Außerdem fragte sie nach, ob eine Kehrmaschine regelmäßig, etwa einmal pro Woche, eingesetzt werden könne. Bürgermeisterin Syska sagte dazu, der Einsatz einer Kehrmaschine sei grundsätzlich möglich. In Bezug auf mögliche Schäden an Abwasseranlagen beruhigte sie: Sollte tatsächlich etwas beschädigt werden, werde dies selbstverständlich repariert. Die Stadt wolle hier Ängste nehmen und im Bedarfsfall zügig reagieren.

Informationen der Bürgermeisterin
Im Tagesordnungspunkt „Informationen der Bürgermeisterin“ richtete Bürgermeisterin Steffi Syska zunächst Weihnachts- und Neujahrsgrüße an die Mitglieder des Stadtrates sowie an die anwesenden Zuschauerinnen und Zuschauer. Anschließend zog sie eine insgesamt sehr positive Bilanz des zurückliegenden Jahres. Mit sichtbarem Stolz bezeichnete sie 2025 als ein „Jahr des Machens und des Abschlusses“.

Besonders hob sie dabei den Eingang eines lange erwarteten Fördermittelbescheids für das Industriegebiet Brehna hervor: Mit über 24 Millionen Euro Fördermitteln sei dieser – augenzwinkernd als „Weihnachtsgeschenk“ bezeichnet und mit freundlichen Grüßen der Staatssekretärin Stefanie Pötsch – ein bedeutender Meilenstein für die Stadt. Durch diesen Bescheid könne die Stadt nun Auszahlungsanträge stellen und bereits getätigte Vorleistungen finanziell ausgleichen.

Bild vergrößern: Beratung zu wichtigen kommunalen Themen im Stadtrat
Auf dem Foto sieht man das Gremium des Stadtrates. An einer u-förmigen Tafel sitzen viele Mitglieder, einige Plätze sind frei. Im Podium ganz klein sind die Bürgermeisterin und der Stadtratsvorsitzende und Stellvertreter zu sehen.

Darüber hinaus verwies die Bürgermeisterin auf eine Reihe weiterer, teils seit Langem vorbereiteter Projekte, deren Umsetzung nun greifbar wird. Insgesamt beläuft sich der Förderumfang dieser Vorhaben auf rund 35 Millionen Euro:

  • der Radweg Zscherndorf
  • die Kita Roitzsch
  • der Sanitärtrakt in Zscherndorf
  • die Schulhofsanierung der Grundschule Sandersdorf
  • die Teiche in Renneritz und Brehna
  • die Sanierung des Rathauses in Brehna (hierzu ist im Januar noch ein gesonderter Stadtratsbeschluss erforderlich)

Abschließend bedankte sich Bürgermeisterin Syska ausdrücklich beim Stadtrat und bei der Stadtverwaltung für die konstruktive Zusammenarbeit. Ihr Dank galt insbesondere auch den gemeinsamen Anstrengungen im Zusammenhang mit dem Industriegebiet sowie den erfolgreich abgeschlossenen Projekten, wie dem Hort und dem Schulhof in Brehna oder der August-Bebel-Straße in Zscherndorf.

Bekanntmachungen und Anfragen
Im offenen Punkt „Bekanntmachungen und Anfragen“ meldeten sich mehrere Stadträtinnen und Stadträte zu Wort und griffen aktuelle Themen auf. Zunächst nutzte der Stadtratsvorsitzende Andreas Wolkenhaar die Gelegenheit, um sich für die Zusammenarbeit innerhalb des Gremiums sowie mit der Stadtverwaltung zu bedanken. Er betonte, dass es inzwischen deutlich weniger Reibungspunkte gebe und man trotz unterschiedlicher Auffassungen insgesamt gut und sachlich zusammenarbeite. Zugleich verteidigte er die Bedeutung kritischer Nachfragen als festen Bestandteil der kommunalpolitischen Arbeit und warf einen zuversichtlichen Blick auf ein weiterhin konstruktives Jahr 2026.

In der anschließenden Diskussion brachten die Stadträte weitere Themen zur Sprache.

Finanzen, Kreisumlage und Sondervermögen
Nachgefragt wurde zur geplanten Erhöhung der Kreisumlage. Bürgermeisterin Steffi Syska erläuterte, dass die Kreisumlage bei 39,55 Prozent liegen müsse, um 

en städtischen Haushalt in etwa ausgeglichen („±0“) zu halten.

Zum Thema Sondervermögen stellte sie klar, dass der Stadt 4,7 Millionen Euro zufließen. An den vom Landkreis bereitgestellten Sondermitteln wird die Stadt darüber hinaus nicht weiter beteiligt.

Verteilung der Gelben Säcke
Mit der Bitte an die Bürgermeisterin, sich der Angelegenheit anzunehmen, wurde die aktuelle Situation diskutiert. Bürgermeisterin Steffi Syska erklärte, dass eine flächendeckende Verteilung an alle Haushalte in der Ausschreibung nicht vorgesehen gewesen sei. Die Stadt befinde sich hierzu im Gespräch mit dem Entsorgungsunternehmen Remondis. Als pragmatische Übergangslösung sei ab Januar eine Ausgabe über die Bürgerhäuser geplant, unter Einbindung der Ortsbürgermeisterinnen, Ortsbürgermeister und der Ortschaftsräte und mit möglichst geringem Verwaltungsaufwand – auch mit der Möglichkeit, für Nachbarn Gelbe Säcke mitzunehmen.

Kita Roitzsch
Zur Frage weiterer Nutzungsmöglichkeiten und zum aktuellen Stand erklärte die Bürgermeisterin, dass sich das Thema weiterhin in Ausarbeitung befinde und in enger Abstimmung mit dem Landkreis sowie den Fördermittelgebern stehe.

Weitere Themen aus Gremien und Verbänden
Angesprochen wurden zudem der Technologiepark Mitteldeutschland (u. a. der beschlossene Haushalt 2026 sowie Fördermittel für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung), das Thema Repowering / ENERTRAG (hierzu seien Vertragsentwürfe angefragt, das Verfahren liege jedoch beim Landkreis) sowie der Zweckverband Goitzsche, dessen Haushalt 2026 beschlossen wurde. Zudem übernimmt der Zweckverband sogenannte „Zeitzeugen“ des Bitterfelder Bergbaus, darunter unter anderem eine Lokomotive, vom Bergleuteverein.

Förderprogramm für Sportstätten („Sportmilliarde“)
Ebenfalls wurde das Förderprogramm für Sportstätten thematisiert. Dabei wurde erläutert, dass Förderquoten von bis zu 45 Prozent möglich seien. Allerdings seien derzeit noch viele Rahmenbedingungen unklar. Für die Frist im Januar 2026 seien aktuell keine geeigneten Projekte in der entsprechenden Größenordnung vorgesehen. Die Stadt wolle das Programm weiterhin beobachten und prüfen, ob sich durch eine Kombination mit anderen Fördermitteln perspektivisch höhere Förderquoten erzielen lassen.

Risikoanalyse und Brandschutzbedarfsplanung
Der nächste Tagesordnungspunkt wurde aufgrund der anwesenden Kameraden vorgezogen behandelt und betraf die 2. Fortschreibung der Risikoanalyse und Brandschutzbedarfsplanung der Stadt. Konkret ging es um eine Änderung beim Standort eines Feuerwehrfahrzeuges. Künftig soll das zweite TSF-W 

(Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser) nicht mehr dem Standort Glebitzsch zugeordnet sein, sondern seinen festen Standort in Renneritz haben. Der bisherige Standort Glebitzsch wird damit aufgehoben. Der Stadtrat folgte diesem Vorschlag einstimmig und fasste einen entsprechenden Beschluss.

Feuerwehr: Drehleiter Sandersdorf-Brehna
Der Stadtrat setzte sich ausführlich mit den wesentlichen Beschaffungskriterien für die Ausschreibung einer Drehleiter auseinander. In der Beratung wurden mehrere zentrale Aspekte beleuchtet und diskutiert. Auf Nachfrage erläuterte Bürgermeisterin Steffi Syska, dass aktuell eine Beschaffung über das Landesbeschaffungsprogramm in diesem Fall nicht möglich gewesen sei, da die entsprechenden Fördermittel bereits ausgeschöpft („der Topf leer“) seien. Darüber hinaus wies sie darauf hin, dass die bestehenden Landesbeschaffungskriterien nur bedingt zu den örtlichen Anforderungen passen und die besonderen Gegebenheiten vor Ort zwingend berücksichtigt werden müssten.

Intensiv diskutiert wurde auch das Bewertungssystem der Ausschreibung, das vom beauftragten Planungsunternehmen vorgeschlagen wurde. Das vorgesehene Verhältnis von 60 Prozent Preis zu 40 Prozent Leistungskriterien wurde nach ausführlicher Erläuterung kritisch hinterfragt. Ein deutlich hoher Preis könne bei diesem Verhältnis entstehen. Aus dem Gremium heraus wurde daher eine stärkere Gewichtung der Leistung angeregt, etwa im Verhältnis 20 Prozent Leistung zu 80 Prozent Preis. Dieses Thema soll nach dem Beschluss nochmals vertieft betrachtet und weiter beraten werden.

Nach den fachlichen Ausführungen des stellvertretenden Stadtwehrleiters Marvin Schubert wurde deutlich, dass eine Anpassung der technischen Kriterien erforderlich ist. Ein wesentlicher Punkt dabei ist die Motorleistung von mindestens 220 kW. Diese Anforderung soll sicherstellen, dass möglichst viele geeignete Fahrgestelle grundsätzlich die Chance haben, sich an der Ausschreibung zu beteiligen.

Im Ergebnis wurden die Beschaffungskriterien – einschließlich der Anpassung zur Motorleistung – vom Stadtrat beschlossen. Die festgelegten Kriterien sind auf der Website der Stadt Sandersdorf-Brehna einsehbar.

Interkommunale Wärmeplanung
Der Stadtrat befasste sich mit dem interkommunalen Wärmeplan, der im sogenannten Konvoi-Verfahren erarbeitet wurde. Dabei planen mehrere Kommunen gemeinsam ein Vorhaben – in diesem Fall die Städte Bitterfeld-Wolfen, Raguhn-Jeßnitz, Sandersdorf-Brehna und Zörbig. Ziel dieser gemeinsamen Planung ist es, eine langfristige, sichere und zukunftsfähige Wärmeversorgung für die beteiligten Städte zu entwickeln.

Im Verlauf der Beratung wurden zwei Änderungsanträge eingebracht, mit denen der Beschlussvorschlag um das Ziel einer konstanten Wärmeversorgung sowie einer möglichen Kostenentlastung für die Bürgerinnen und Bürger ergänzt werden sollte. Beide Anträge wurden im weiteren Verlauf zurückgezogen, da diese Aspekte auch im Nachgang noch konkretisiert und weiter bearbeitet werden können.

Grundsätzlich bestand im Stadtrat Einigkeit darüber, dass die kommunale Wärmeplanung eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtaufgabe ist und als wichtige Arbeits- und Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Entwicklung der Stadt dient. Gleichzeitig verlief die Diskussion kontrovers: Neben Zustimmung wurden auch deutliche kritische Anmerkungen sowie politische Ablehnung aus unterschiedlichen Beweggründen geäußert.

Vor diesem Hintergrund stellte ein Mitglied des Stadtrates einen Geschäftsordnungsantrag auf Vertagung. Dieser fand im Gremium eine Mehrheit. Die Entscheidung über den interkommunalen Wärmeplan wurde daher auf die Stadtratssitzung im Januar vertagt.

Einwohnerfreundliches Verkehrskonzept
Der Stadtrat hatte bereits am 02.05.2024 beschlossen, innerhalb von zwei Jahren ein einwohnerfreundliches Verkehrskonzept zu erarbeiten. In der Sitzung wurde nun über den aktuellen Stand informiert. Für die Erstellung des Konzepts konnte ein Fördermittelprogramm für nachhaltige Mobilität genutzt werden; der entsprechende Förderbescheid liegt seit dem 06.10.2025 vor. Die Finanzierung erfolgt zu 60 Prozent aus EFRE-Mitteln, zu 30 Prozent durch das Land Sachsen-Anhalt und zu 10 Prozent aus Eigenmitteln der Stadt. Die Ausschreibung erfolgt im Januar. Der Bearbeitungsstart ist für Juni 2026 und der Abschluss der Maßnahme ist spätestens zum 31.12.2027 vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 85.000 Euro, wovon maximal 8.500 Euro Eigenmittel sind. Bestandteil des Konzepts sind eine umfassende Bestandsanalyse sowie eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger; zudem soll der Entwurf in allen Ortschaftsräten beraten werden.

Zukunftskita Roitzsch: Photovoltaik deutlich reduziert
Der Stadtrat änderte den Grundsatzbeschluss zur „Zukunftskita Roitzsch“, nachdem eine baufachliche Prüfung ergeben hatte, dass die durch Stadtratsbeschluss umgeplante Photovoltaikanlage als überdimensioniert und wirtschaftlich nicht sinnvoll einzustufen ist. Im Ergebnis wurde die geplante PV-Leistung von zuvor 100 kWp auf nunmehr 30 kWp reduziert und um einen Speicher mit einer Kapazität von 44 kWh ergänzt. Grundlage dieser Entscheidung war ein Variantenvergleich, der unter den gegebenen Rahmenbedingungen – insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit Stromüberschüssen – die wirtschaftlich sinnvollste Lösung aufgezeigt hat. Nach einer fachlichen Diskussion, unter anderem zu Fragen des Hausanschlusses, möglicher Leistungsreserven sowie einer fördermittelunschädlichen Nachrüstung zu einem späteren Zeitpunkt, fasste der Stadtrat den entsprechenden Beschluss.

Spenden und Zuwendungen
Der Stadtrat stimmte der Annahme und Verwendung von zwei Zuwendungen zu. Zum einen wurde eine Sachspende in Form eines Trinkbrunnens für die Grundschule Sandersdorf „Am Wäldchen“ angenommen. Der Wert dieser Spende beträgt 4.764,57 Euro. Zum anderen beschloss der Stadtrat die Annahme der Spenden aus dem Martinsumzug in Brehna in Höhe von 1.956,24 Euro, die der Kindertagesstätte „Borstel“ zugutekommen sollen. Beide Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.

Bau und Finanzen: Mehrbedarf Goethestraße Brehna
Für die Baumaßnahme „Grundhafter Ausbau der Kreisstraße K2476 / Goethestraße in der Ortsdurchfahrt Brehna“ beschloss der Stadtrat eine überplanmäßige Auszahlung. Hintergrund war eine Kostenanforderung des Landkreises für 

Planung und Baustelleneinrichtung in Höhe von 83.973,34 Euro. Im laufenden Budget standen – einschließlich bereits beschlossener Aufstockungen – noch 58.220,39 Euro zur Verfügung, sodass ein Mehrbedarf von 25.752,95 Euro entstand.

Die Deckung dieser zusätzlichen Ausgaben erfolgt über Mittel aus der Maßnahme Gehwegsanierung Lieselotte-Rückert-Straße im Ortsteil Zscherndorf, da dort nicht alle eingeplanten Mittel ausgeschöpft werden.

Der Stadtrat stimmte der überplanmäßigen Auszahlung einstimmig zu.

Von der Tagesordnung abgesetzte Punkte
Folgende Punkte wurden nicht behandelt, da sie von der Tagesordnung abgesetzt wurden:
• Beschluss über die Analyse der Stadt Sandersdorf-Brehna zur Eignung von Flächen zur Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen (Potentialanalyse)
• Jahresbericht 2024 des Stadtwehrleiters der Freiwilligen Feuerwehr Sandersdorf-Brehna
• Legitimation der Bürgermeisterin zur Vertragsunterzeichnung des Zuwendungsvertrages zur Landesbeschaffung eines MLF für die Ortsfeuerwehr Heideloh
• Außerplanmäßige Verpflichtungsermächtigung nach § 107 Abs. 5 KVG LSA zur Beschaffung eines MLF für die Feuerwehr Heideloh


Beschlussprotokoll vom Stadtrat 17.12.2025 und seinen Ausschüssen (nichtöffentlicher Teil)

Vergabeausschuss am 09.12.2025
Los 1 - Aluminium Fenster - Türelemente – Herrichten von Umkleideräumen
Feuerwehr Roitzsch
DSNR: 416/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Erweiterung Sanitärbereich Turnhalle Zscherndorf - Los 4 Fassadenarbeiten
WDVS
DSNR: 417/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Erweiterung Sanitärtrakt Turnhalle Zscherndorf - Los 7 Elektroarbeiten
DSNR: 419/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Haupt- und Finanzausschuss am 10.12.2025
Einstellung Klimaschutzmanager
DSNR: 427/2025
Dem Beschluss wird mit 4 JA-Stimmen, 2 NEIN-Stimmen und 1 Enthaltung angenommen.

Stadtrat am 17.12.2025
Vergabeangelegenheit - Neubau Radverkehrsanlage zwischen Zscherndorf und Bitterfeld
DSNR: 421/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Vertrag über das Einfangen und die Unterbringung von Fundtieren sowie Leistungen zur Eindämmung freilebender Katzenpopulationen im Gebiet der Stadt Sandersdorf-Brehna, hier: neuer Vertragspartner
DSNR: 379/2025
Dem Beschluss wird mit 17 JA-Stimmen, 0 NEIN-Stimmen und 1 Enthaltung angenommen.

Aufhebung Beschluss DSNR: 284/2023 vom 28.02.2024
Veräußerung Flurstück 1246, Flur 1, Gemarkung Zscherndorf
DSNR: 380/2025
Der Beschluss wird mit 13 Gegenstimmen abgelehnt.

Veräußerung Flurstück 44/25, Flur 4, Gemarkung Sandersdorf
DSNR: 381/2025
Dem Beschluss wird mit 17 JA-Stimmen, 1 NEIN-Stimme und 0 Enthaltungen angenommen.

Veräußerung Flur 7, Flurstücke 40/12 und 80/37
Schulplatz 3/4 in Beyersdorf
DSNR: 412/2025
Dem Beschluss wird mit 16 JA-Stimmen, 2 NEIN-Stimmen und 0 Enthaltungen angenommen.

Beitrag der Fraktion SPD/Die Linke/Bündnis 90/Die Grünen: Haushaltsbeschluss und Vorlesetag

Bei der vergangenen Stadtratssitzung hat der Stadtrat den geplanten Haushalt und mögliche Änderungsanträge diskutiert sowie beschlossen.
Unser Antrag "Einführung eines Bürgerbudget" konnte im Haushalt 2026 leider noch nicht aufgegriffen werden.

Lediglich bei der Erhöhung der Kita-/Hort Beitragserhöhungen gab es in unserer Fraktion unterschiedliches Abstimmungsverhalten. Die Fraktionsmitglieder der Bündnis 90 / Die Grünen und der Linken sprachen sich generell gegen die Beitragserhöhung aus. Beide verwiesen darauf, dass höhere Beiträge vor allem Familien mit geringerem Einkommen belasten würden und daher sozial ungerecht sein. Zudem brauche es aus ihrer Sicht andere Finanzierungswege, anstatt weitere Kosten auf die Eltern zu übertragen. Die Fraktionsmitglieder der SPD stimmten für eine Beitragserhöhung von 15 Euro, da diese Erhöhung ein ausgearbeiteter Vorschlag der Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der Stadtelternvertretung der Kitas und Horte war sowie weitere notwendige Investitionen im Nildungs- sowie Betreuungseinrichtungen zukünftigt notwendig sind.

Eine wunderschöne Erfahrung durfte unser Fraktion bei der Teilnahme am Vorlesetag erleben. Wie auch in den vergangenen Jahren durften wir wieder in Schulen oder Kitas unserer Stadt vorlesen. Neben spannenden Geschichten, Erzählungen und Unterhaltungen mit den Kindern, haben wir erneut eine Bücherspende an die jeweiligen Gruppen überreicht.

Abschließend möchten wir uns bei allen Sandersdorfer-BrehnaerInnen bedanken, mit denen wir in diesem Jahr 2025 vielfältige und konstruktive Gespräche führen konnten. Wir wünschen allen eine besinnliche Weihnachtszeit und guten Rutsch ins neue Jahr 2026.

Bericht zur Stadtratssitzung vom 19.11.2025

Nach Eröffnung gab Bürgermeisterin Steffi Syska einen Rückblick auf die Einwohnerversammlung, die Anfang November stattgefunden hatte. Trotz wenig Teilnehmenden erreichte der Livestream mehr als 2.000Zugriffe - deutliches Zeichen dafür, dass das Format gut angenommen wird (siehe Extrabericht).

Zudem rief die Bürgermeisterin zur Beteiligung als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer auf. Auch die unzureichende Zustellung des Amtsblattes wurde thematisiert.

Im Anschluss handelte der Stadtrat eine Reihe zentraler Themen, die viele Bürgerinnen und Bürger direkt betreffen - insbesondere die Grundsteuer, die Kita-Beiträge, den Haushalt 2026 sowie die Ausstattung der Feuerwehren.

Anfragen und Hinweise aus dem Stadtrat

Sondernutzungsgebührensatzung: Zwei Vorlagen scheiterten zuvor in Ausschüssen. Wenn sich eine neue Mehrheit abzeichnet, kann Anfang 2026 erneut beraten werden. Hier geht es um die Gebühren für Wahlplakataufhängung.

Schottergärten und Grünflächen: Hier gab es eine Nachfrage zur Durchsetzung. Die Bürgermeisterin betonte, dass stadtweite Kontrollen nicht möglich sind und man auf Information und Nachbarschaftsaustausch setzt. Das Thema wird noch einmal intern
   besprochen.

Straßensperrung Bitterfeld-Zscherndorf: Hintergrund ist die kurzfristige Verbreiterung eines Radweges. Es handelt sich um eine Maßnahme des Landkreises. 

Schulwegsituation durch die Sperrung in Zscherndorf: Die derzeitige Umleitung erleichtert die Situation vor der Schule und wird in das geplante Verkehrskonzept einfließen.

Parksituation im Mittelweg in Zscherndorf: Die Verwaltung prüft Möglichkeiten. Jedoch weist die Bürgermeisterin daraufhin, dass bei Neubauten Stellplätze künftig auf eigenem Grundstück entstehen müssen.

Geschwindigkeit "Neuer Weg": Eine Nachfrage zu einer Tempo-10-Regelung wird geprüft. 

Grundsteuer 2026 - Entlastung für Wohnhäuser, höhere Sätze für gewerbliche Flächen 

Der Stadtrat hat die Hebesätze für das Jahr 2026 neu festgelegt. Hintergrund ist die bundesweite Grundsteuerreform, die erhebliche Verschiebungen bei den Bemessungsgrundlagen verursachte. Um Einnahmeausfälle zu vermeiden und gleichzeitig Bürgerinnen und Bürger zu entlasten, wählte der Stadtrat das differenzierte Modell (Model B):

Wohngrundstücke: bleiben bei 380%

unbebaute Grundstücke: steigen auf 385%

Gewerbliche und sonstige wirtschaftliche Grundstücke: steigen auf 685%

Gewerbesteuer: bleibt unverändert bei 360%

Damit werden private Haushalte geschont, während stark unterbewertete unbebaute und gewerblich genutzte Flächen künftig angemessen besteuert werden.

Kita-Beiträe - erste Erhöhung seit 10 Jahren 

Nach intensiver und teilweise sehr emotional geführter Diskussion hat der Stadtrat die Anpassung der Elternbeiträge in den städtischen Kindereinrichtungen beschlossen. Der Beschluss sieht eine pauschale Erhöhung um 15 Euro pro Monat und Kind ab dem 1.Januar 2026 vor.

Die Verwaltung begründete die Erhöhung ausführlich mit der aktuellen Kostenentwicklung:

- stark gestiegene Personal- und Sachkosten,

- erhöhte Anforderungen an Betreuungsschlüssel und Qualität,

- sowie ein jährliches Defizit von rund 3 Millionen Euro im Kita-Bereich, das vollständig aus dem städtischen Haushalt ausgeeglichen werden muss.

Trotz der Erhöhung betonte die Verwaltung, dass Sandersdorf-Brehna im kreisweitem Vergleich weiterhin zu den günstigeren Kommunen gehört.

Ein wichtiges Thema in der Diskussion war zudem der Geschwisterbonus, der weiterhin bestehen bleibt und Familien mit mehreren Kindern deutlich entlastet. Auch soziale Härten sollen abgefedert werden: Familien mit geringem Einkommen können – wie bisher – Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket oder andere Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen. Der Stadtelternrat unterstützte grundsätzlich den Vorschlag der Verwaltung, mahnte jedoch, dass einkommensschwächere Familien besonders berücksichtigt werden müssen und die Entlastungsmechanismen weiter im Blick behalten werden sollen. Die Debatte machte deutlich, dass der Spagat zwischen finanzieller Verantwortung der Stadt und einer sozialverträglichen Ausgestaltung der Elternbeiträge weiterhin eine Herausforderung bleibt.

Haushalt 2026 - angespannt, aber solide aufgestellt

Die finanzielle Situation der Stadt hat sich 2025 besser entwickelt als erwartet. Grund dafür waren unter anderem:

- hohe Gewerbesteuernachzahlungen,

- Einsparungen durch nicht vollständig besetzte Stellen,

- und deutlich höhrere Zinseinnahmen aus Tagesgeldanlagen.

Statt eines geplanten Minus wird das Jahr voraussichtlich sogar mit einem Überschuss von rund 3 Mio.€ enden. Für 2026 bleibt die Lage dennoch herausfordernd:

- Einnahmen: ca. 37 Mio.€

- Ausgaben: ca. 38,5 Mio.€

- Fehlbetrag: ca. 1,3 Mio.€

Der Großteil der Kosten entfällt auf Pflichtaufgaben: Personal, Kreisumlage und Abgaben an das Land. Für freiwillige Leistungen bleibt wenig Spielraum.
Positiv: Die Stadt kann voraussichtlich auf ein neues Sonderpostenbudget des Landes zugreifen - rund 5 Mio.€, die 2026 Entlastung bringen könnten. 

Wichtige Informationen aus 2026 (ca. 22-23 Mio.€)

- Erschließung Industriegebiet Brehna II

- Ausbau August-Bebel-Straße Zscherndorf 

- Start Willi-Küllmann-Straße Brehna

Neubau Kita Roitzsch & Grundschule Sandersdorf 

Brandschutz mehrere neue Fahrzeuge und Modernisierungen 

Der Haushalt wurde nach Beratung über Änderungsanträge mehrheitlich beschlossen.

Feuerwehr - Neues MLF für Glebitzsch, Entscheidung für Heideloh vertagt

Glebitzsch
Die Ortsfeuerwehr erhält ein neues Mittleres Löschfahrzeug (MLF):

- Kosten: ca. 450.000 €

- Landesförderug: 150.000 €

- Die Bürgermeisterin wurde zur Vertragsunterzeichnung ermächtigt 

- Geplante Lieferung: 2028

Heideloh
Hier ergab sich kurz vor der Sitzung überaschend eine offene Frage:

- Der Ortswehrleiter schlug statt des MLF ein Tanklöschfahrzeug (TLF) vor.

- Das TLF wäre teurer, hätte andere Einsatzschwerpunkte und aktuell keine gesicherte Finanzierung.

- Der Stadtrat wollte keine Entscheidung "zwischen den Feuerwehren" treffen.

Vertagung, bis Verwaltung und Ortswehr gemeinsam eine Empfelung erarbeiten.

Gewässerumlage - Beiträge sinken leicht 

Die Umlagesätze der Wasser- und Bodenverbände "Mulde" und "Westliche Mulde/Ziethe" wurden angepasst. Aufgrund aktueller Flächenberechnungen sinken die Beiträge für Sandersdorf-Brehna etwas. Der Beschluss wurde mehrheitlich gefasst.

Die letzte Sitzung 2025 findet am 17.Dezember statt.

Stefanie Rückauf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/ Stadtmarketing 

Beschlussprotokoll vom Stadtrat am 19.11.2025 und seinen Ausschüssen (nichtöffentlicher Teil)

Vergabeausschuss am 04.11.2025

Erweiterung Sanitärbereich Turnhalle Zscherndorf - Los 2 Dachdeckerarbeiten
DSNR: 344/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Erweiterung Sanitärbereich - Turnhalle Zscherndorf / Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärarbeiten (HLS)
DSNR: 356/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Lieferung von Ersatzkleidung und Atemschutztechnik
DSNR: 358/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Herrichten Vereinsräume im Sport- und Kulturzentrum Brehna - Los Starkstrom, Fernmelde- und Informationstechnische Anlagen
DSNR: 357/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Neubau Kindertagesstätte in Sandersdorf-Brehna, OT Roitzsch / Los 4 Gerüstarbeiten
DSNR: 345/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Stadtrat am 19.11.2025

Vergabeangelegenheit - Neubau Kindertagesstätte Sandersdorf-Brehna, OT Roitzsch - Los 5 Dachabdichtung/-klempner
DSNR: 351/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Vergabeangelegenheit - Neubau Kindertagesstätte Sandersdorf-Brehna, OT Roitzsch - Los 6 Fenster und Außentüren
DSNR: 352/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Vergabeangelegenheit - Neubau Kindertagesstätte Sandersdorf-Brehna, OT Roitzsch - Los 7 Alu-Glas-Systheme
DSNR: 355/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Vergabeangelegenheit - Sanierung der Franz-Weise-Straße in Sandersdorf-Brehna, OT Renneritz
DSNR: 361/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Beitrag der Fraktion "Souveränes Forum"

Wir haben die Möglichkeit über bestimmte Themen, Anfragen und Anträge in die Stadtratssitzungen einzubringen. Hier einige zur Kenntnis. Welche kWh-Produktion aller Solar-, Wind- und Biomasseanlagen gab es innerhalb unseres Stadtgebietes 2023? Es wurden rund 175 Mio. kWh Energie produziert (ohne PVA unter 4 kWp und Balkonkraftwerke laut MITNETZ). Unsere ca. 7.000 Haushalte verbrauchen lt. statistischen Bundesamt (ca. 2.500 kWh/Haushalt/Jahr) rund 17,5 Mio. kWh. Wohin gehen die 157,5 Mio. kWh der "Überproduktion"? Wir sind gegen einen weiteren Ausbau von Windrädern und Solarparks. Die Zerstörung unserer Natur, Lebensqualität und Gesundheit steht auf dem Spiel! Der Bürger zahlt die Zeche. Grundstücke verlieren an Wert. Gesundheitliche Risiken durch Infraschall und Abrieb von Nanopartikel sind zu bedenken und in Langzeitstudien zu untersuchen.

Anträge zum Haushalt 2026 wurden verschoben. Wir sollten pro Familie mit neugeborenen Kind in unserer Stadt einen zinsgünstigen Kredit durch die KSK Anhalt- Bitterfeld in Höhe von 5.000 € ausreichen und 1.000 € je Kind vom Kredit durch die Stadt dann erlassen (bei mindestens einem SV-pflichtigen Elternteil). Die demographische Entwicklung zwingt uns zu Handeln, damit Familien die Entscheidung für Kinder leichter treffen.

Ein 75 Mio. Euro teures, neues Industriegebiet in Brehna hat die Mehrheit des Stadtrates bereits mit über 20 Mio. Euro "vorfinanziert", mit der Hoffnung, dass unser Land 90% davon fördert. Wo bleibt der schriftliche Förderungsbescheid? Wir sind für eine sinnvolle Wirtschaftsförderung, jedoch nicht auf Kosten unserer Bürger!

Am 27.08.2025 verkündete die Bürgermeisterin, dass ab 2026 keine Bargeldzahlungen mehr in der Verwaltung aktzeptiert werden. Wir stellten am 17.11.2025 den Antrag zum Bargelderhalt, da Bargeld, laut §14 des Bundesbankgesetzes, nach wie vor das gesetzliche Zahlungsmittel darstellt.

Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes, friedliches Jahr 2026!

Udo Mölle & Andreas Hennig
"Souveränes Forum"

Beitrag der Fraktion SPD/Die Linke/BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Neues Wappen und Herbstputz 2025

Bei der vergangenen Stadtratssitzung hat der Stadtrat über das neue Wappen für unsere Stadt Sandersdorf-Brehna entschieden. Letztendlich fand das Wappen mit den Seeblättern, Wellenbalken, Ähren und dem Bergmannsgezähe eine Mehrheit mit 17 Ja-Stimmen, 8 Gegenstimmen und einer Enthaltung. Unsere Fraktion stimmte hierbei unterschiedlich ab. Die Fraktionsmitglieder der SPD und Linken stimmten für die Variante mit den Ähren ab, da es die geschichtliche und landwirtschaftliche Prägung unserer Stadt widerspiegelt. Das Fraktionsmitglied der Grünen sprach sich für die Variante mit dem Ring aus, da sowohl die Bürgerbefragung der Stadtverwaltung, als auch die „Arbeitsgruppe Wappen“ ein mehrheitliches Abstimmungsergebnis für die Variante mit dem Ring ergab. Die Bürgerbefragung erzielte folgendes Ergebnis: 1361 für die Variante mit dem Ring und 1201 für die Variante mit den Ähren. Die Abstimmungsbeteiligung lag bei ca. 19 Prozent mit 2.660 von 14.100 abgegebenen möglichen Stimmen. Bei der „Arbeitsgruppe Wappen“ stimmten 9 von 11 für die Variante mit dem Ring und 2 von 11 für die Variante mit den Ähren. Trotz den unterschiedlichen Positionierungen zu diesem Thema möchten wir uns bei den Mitgliedern der „Arbeitsgruppe Wappen“ bedanken, die zwei sehr schöne Wappenvarianten erarbeitet haben. Außerdem danken wir den Bürgerinnen und Bürgern, die sich an der Abstimmung beteiligt und uns in vielen persönlichen Gesprächen ihre Meinung mitgeteilt haben. Abschließend wollen wir noch an den diesjährigen Herbstputz erinnern, der am Samstag, den 15.11.2025 in allen Ortschaften stattfindet. An verschiedenen Orten wie Schulen, Kitas, Spielplätzen, Dorfplätzen, Denkmälern, Gemeindezentren sowie Sportplätzen soll wieder bei einem gemeinschaftlichen Arbeitseinsatz das Herbstlaub eingesammelt werden.

Beitrag der Fraktion SPD/Die Linke/BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Wirtschaftskonferenz und Haushaltsplanungen

Im vergangenen Monat fand erneut die Wirtschaftskonferenz unserer Stadt Sandersdorf-Brehna am 24.10. statt, bei der die verbesserte Zusammenarbeit der wissenschaftlichen Einrichtungen und wirtschaftlichen Unternehmen in unserer Region diskutiert wurde. Als Fraktion waren wir geschlossen bei der Konferenz vertreten und setzen uns neben wichtigen sozialen Themen insbesondere für einen anhaltenden wirtschaftlichen sowie zukunftsorientierten Aufschwung in unserer Stadt ein. In den kommenden Wochen werden wir uns als Fraktion vielfältig mit den Haushaltsberatungen für das kommende Jahr 2026 auseinandersetzen. Dabei setzen wir uns insbesondere für die notwendigen Modernisierungen sowie Neubauten von Feuerwehrgerätehäusern der betreffenden Ortsfeuerwehren ein. Darüber hinaus sehen wir insbesondere in folgenden Bereichen politische Handlungsnotwendigkeit: finanzielle Unterstützung des Karnevalumzuges (zusätzliche Kosten für Sicherheitsmaßnahmen), mehr Sicherheit im Straßenverkehr (Errichtung von Fußgängerüberwegen und 30er-Zonen Bereich von Kitas und Schulen, Ausbau der Radwegebeleuchtung zwischen Zscherndorf-Ramsin) und Einführung eineeines jährlichen Bürgerbudgets in Höhe von 50.000 Euro.

Bericht zur Stadtratssitzung der Stadt Sandersdorf-Brehna Sitzung vom 1. Oktober 2025

Am 1. Oktober 2025 tagte der Stadtrat der Stadt Sandersdorf-Brehna. Im Mittelpunkt der Beratungen standen aktuelle Informationen der Bürgermeisterin, zahlreiche Beschlussvorlagen sowie die ausführliche Debatte um das neue Stadtwappen.

Einwohnerfragestunde
Eine Einwohnerin aus Zscherndorf thematisierte erneut das Parkverhalten in der Delitzscher Straße.

Informationen der Bürgermeisterin
Bürgermeisterin Steffi Syska berichtete über aktuelle Entwicklungen:
Radweg Zscherndorf–Bitterfeld: Am 25. September erfolgte die Übergabe des Fördermittelbescheids im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung. (Siehe Bericht in dieser Ausgabe)
• Einwohnerfreundliches Verkehrskonzept: Der Bewilligungsbescheid ist erarbeitet und befindet sich beim LVWA zur Unterschrift. Ein Termin für die Zustellung liegt noch nicht vor.
ISEK-Prozess: Die Bürgerwerkstatt am 27. September wurde als erfolgreich und konstruktiv eingeschätzt. Die Ergebnisse fließen in die nächste Sitzung der Lenkungsgruppe am 4. November ein. Parallel ist eine neue Online Umfrage gestartet. (Siehe Bericht in dieser Ausgabe)
Stadtfest 2025: Rund 6.000 Besucherinnen und Besucher nutzten das vielfältige Angebot bei bestem Sommerwetter. Wettbewerbe und Shuttle-Service wurden gut angenommen. (Siehe Bericht in dieser Ausgabe)
Sitzungskalender 2026: Der Entwurf wurde vorgestellt.

Weitere Bekanntgaben und Anfragen
Stadtrat Kaltofen berichtete als Mitglied kurz über die Verbandsversammlung Technologiepark vom 22. September.
Stadtrat Henze fragte nach dem Stand des Gleisanschlusses sowie nach Ideen zum Sondervermögen. Steffi Syska antwortete zum Sondervermögen, dass am kommenden Montag (6.10.) die ersten Ideen mit den Fraktionsvorsitzenden gemeinsam besprochen werden.
Stadtrat Hennig sprach verschiedene Punkte an: Kostenvergleich „Weinfrühling 2024/25“, Kita-Zahlen in Roitzsch, Antrag zur Familienförderung 2026 sowie das Projekt „Enertrag Repowerring“.
Stadtrat Mölle gab Hinweise zur Windkraft, Wasserstoffkraftwerk, Strandbad Sandersdorf und wies als Mitglied auf das Defizit beim Zweckverband Goitzsche (31T€ in 2026) hin. Gleichzeitig lobte er das gelungene Stadtfest.

Neues Stadtwappen
Einleitung durch Bürgermeisterin Syska
Bürgermeisterin Syska erinnerte daran, dass die Besetzung der Arbeitsgruppe Wappen auf Grundlage eines Stadtratsbeschlusses erfolgte und – auf Wunsch der Fraktionen – Vertreterinnen und Vertreter fast aller Ortschaften beteiligt wurden. Einige Ortschaften hätten bewusst darauf verzichtet und das Vertrauen in die Arbeit der Gruppe gesetzt. Die Arbeitsgruppe hatte den Auftrag, ein neues Wappen für die Stadt zu entwickeln.

Stadtarchivarin Anja Aschenbach erläuterte noch einmal das Verfahren und die Zielstellung:
• Bereits in der ersten Arbeitssitzung standen die Begriffe Homogenität, Einheitlichkeit und Identifikation im Mittelpunkt.
• Ziel war es, die Individualität der Stadt sowie ihre historisch gewachsene Identität im Wappen darzustellen.
• Die Mitglieder wurden in die Grundlagen der Heraldik eingeführt.
• In mehreren Arbeitssitzungen wurden 15 Symbolansätze diskutiert, aus denen sich 5 enger gefasste Symbole herauskristallisierten.
• Am Ende entstanden acht Entwürfe, die auf zwei finale Vorschläge reduziert wurden.
• Die Arbeitsgruppe, vom Stadtrat beauftragt, entschied sich mit 80 % Mehrheit für die Symbolik des Ringes.
Auch in der öffentlichen Beteiligung (2.660 Stimmen) sprachen sich 53,3 % für den Ring aus.

Weitere Einschätzungen
Bürgermeisterin Steffi Syska stellte klar, dass beide Symboliken – Ring und Ähre – die Identität der Stadt widerspiegeln können. Allerdings erfülle die Ring-Symbolik nach Einschätzung der Arbeitsgruppe und des Heraldikers Jörg Mantzsch die Kriterien Einmaligkeit und Individualität in stärkerem Maße und sei regional wie überregional weniger anfällig für Verwechslungen.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hätten sich nach der Veröffentlichung intensiv mit der Thematik beschäftigt, Fragen gestellt und Rückmeldungen gegeben. Auch Stadträte hätten das Gespräch gesucht. Entscheidung im Stadtrat Trotz der Voten aus Arbeitsgruppe und Bürgerbeteiligung wurde durch einen Änderungsantrag für das Wappen mit der Ähre als Symbol gestimmt.

Abstimmungsergebnis:
17 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung, 8 Nein-Stimmen.
Damit wurde die Ähre als neues Wappenmotiv beschlossen.

Bild vergrößern: Stadtratssitzung am 1. Oktober 2025
Stadtratssitzung am 1. Oktober 2025

Weitere Beschlüsse
1. Änderung der Geschäftsordnung (2024–2029): Anpassungen für die Arbeit des Stadtrates und seiner Ausschüsse, um Abläufe klarer und effizienter zu gestalten.
1. Änderung der Hauptsatzung (2024–2029): Aktualisierungen und Präzisierungen in den grundlegenden Regelungen der Stadt.
• Aufhebung der Satzung von 2010: Die alte Regelung zu Stundung, Niederschlagung und Erlass von Forderungen wurde aufgehoben, da sie inzwischen durch die Hauptsatzung abgedeckt ist.
• Bebauungsplan Industriegebiet Brehna: Startschuss für die 1. Änderung des Bebauungsplanes „westlich der Münchener Straße“ – Ziel ist es, neue planungsrechtliche Voraussetzungen zu schaffen.
Evaluation des Aktionsplans 2025: Die Umsetzung bisheriger Maßnahmen wurde ausgewertet, Empfehlungen fließen in die weitere Stadtentwicklung ein.
Annahme einer Zuwendung: Eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 3.000 € wurde angenommen – zweckgebunden für die Ausgestaltung des Stadtfestes.
Überplanmäßige Auszahlungen:
80.000 € für dringende bauliche Unterhaltung (u. a. Heizungsanlagen, Sicherheitsbeleuchtung in Kitas/ Schulen).
60.540 € für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Rheinstraße in Brehna.
Sportanlage Brehna: Korrektur des Beschlusses vom 27.08.2025. Die Nutzungsvereinbarung mit dem TSV Blau-Weiß Brehna e.V. wird bis zum 31.12.2041 verlängert – entsprechend den Fördermittelbestimmungen des Landes.

Stefanie Rückauf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/ Stadtmarketing

Bericht zur Stadtratssitzung vom 27. August 2025

Der Stadtrat der Stadt Sandersdorf-Brehna kam nach der Sommerpause am Mittwoch, den 27. August 2025, zu seiner turnusmäßigen Sitzung zusammen. Nach der Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit (21 Mitglieder waren zu Beginn anwesend) konnte Stadtratsvorsitzender Andreas Wolkenhaar die Sitzung eröffnen.

Informationen der Bürgermeisterin

Symbolischer Spatenstich für Kita Roitzsch: Am 19. August erfolgte im kleinen Rahmen der symbolische Spatenstich für die neue Kindertagesstätte in Roitzsch. In etwa sechs Wochen ist die offizielle Grundsteinlegung mit breiter Beteiligung geplant.
• Radwegförderung: Die Stadt erhielt einen Zuwendungsbescheid für den Ausbau eines Radweges. Die Förderung beträgt 95 %, der Eigenanteil der Stadt liegt bei rund 42.000 €. Eine offizielle Übergabe wird vorbereitet.
Neues Stadtwappen: Bis zum 5. September läuft die Bürgerbefragung zur Gestaltung des neuen Stadtwappens.
Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK): Die Beteiligungsveranstaltung fand großen Zuspruch. Über 80 Beiträge wurden auf der interaktiven Stadtkarte eingereicht. Die Umfrage läuft noch bis 5. September. Am 27. September wird der Bürgerrat erstmals tagen, um die Ideen weiterzuführen.
Familienfreundliches Verkehrskonzept: Die Bewilligung der Fördermittel steht noch aus. Gleichzeitig muss geprüft werden, wie die Haushaltsmittel dafür bereitgestellt werden können.

Anfragen der Stadträte

Es wurden verschiedene Themen angesprochen, u.a.:
• die künftige Möglichkeit von Bargeldzahlungen in der Verwaltung,
• die Parkplatzsituation am Strandbad Sandersdorf,
• eine Baustelle in Zscherndorf sowie Hinweise zu einem Vorfall in Ramsin und zu Graffiti-Schäden,
• Fragen zur Umsetzung des familienfreundlichen Verkehrskonzepts, zur Beteiligung der Vereine am Stadtfest und zu einem Snackautomaten in der Sporthalle,
• sowie ein Hinweis zu den Energieverbrauchs- und Erzeugungszahlen in der Stadt.
Die Verwaltung nahm die Anliegen auf und sagte weitere Prüfungen bzw. Rückmeldungen zu.

Finanzlage und Haushaltsplanung

Bericht zum Haushaltsvollzug 2025
Die Leiterin der Finanzverwaltung Nicole Schlegel berichtete zum Stand der Finanzen (Stichtag 31. Mai 2025). Positiv: Das Defizit fällt geringer aus als ursprünglich geplant. Statt der vorgesehenen -2,36 Mio. € wird aktuell mit -1,65 Mio. € gerechnet.
Einnahmen und Ausgaben entwickeln sich stabil, wichtige Investitionen (Kitas, Schulen, Feuerwehr, Infrastruktur) laufen planmäßig.
Haushaltsplanung 2026 – Ausblick auf die kommenden Jahre
Ein zentrales Thema der Sitzung war die erste Beratung des Haushaltsentwurfs für das Jahr 2026. Bürgermeisterin Steffi Syska und Kämmerin Nicole Schlegel stellten die Eckdaten vor und erläuterten die mittelfristige Finanzplanung bis 2029.
Defizit bleibt Herausforderung
Für 2026 rechnet die Stadt mit einem Fehlbetrag von rund -2,2 Mio. €. Damit bleibt das Defizit hoch, ist aber etwas niedriger als im Vorjahr. In den Folgejahren soll es sich schrittweise verringern: 2027 auf -2,4 Mio. €, 2028 auf -1,8 Mio. € und bis 2029 auf etwa -1,5 Mio. €.
Einnahmen
Die Gesamteinnahmen liegen stabil bei etwa 35 Mio. € im Jahr. Den größten Anteil machen die Steuern aus:
Gewerbesteuer: ca. 15 Mio. €
Einkommensteueranteil: rund 6,7 Mio. €
Grundsteuer B: etwa 1,4 Mio. €
Ausgaben
Die Ausgaben liegen bei rund 37,6 Mio. €. Auffällig ist, dass der größte Teil bereits fest gebunden ist:
Personal: 14 Mio. € (37 %)
Kreisumlage: ca. 17,7 Mio €
Sach- und Dienstleistungen: 6,7 Mio. €
Etwa 70 – 75 % des Haushalts sind durch solche Pflichtaufgaben blockiert, sodass nur ein kleiner Teil frei für Investitionen oder freiwillige Leistungen bleibt.
Investitionen 2026
Trotz angespannter Lage sind Investitionen von über 22 Mio. € vorgesehen – finanziert vor allem durch Fördermittel. Geplante Schwerpunkte:
• Neubau der Kita Roitzsch (4,8 Mio. € im Jahr 2026)
• Ausbau von Straßen, u. a. in Zscherndorf und Brehna
• Weiterentwicklung des Industriegebietes Brehna II (insgesamt über 75 Mio. €, städtischer Eigenanteil mehrere Mio. €)
Steuerfragen und Stellenplan
Im Gespräch war auch eine mögliche Anpassung der Grundsteuer, um die Einnahmen zu stabilisieren. Konkrete Entscheidungen stehen jedoch noch aus.
Beim Stellenplan ist eine Reduzierung um 6 Planstellen vorgesehen. Neu aufgenommen wurde die Stelle „Kitasozialarbeit“ aufgrund einer anstehenden Förderung durch den Landkreis Anhalt-Bitterfeld.
Zeitplan
Die zweite Beratung des Haushalts ist für November geplant. Gelingt der Beschluss rechtzeitig, könnte die Stadt ab 1. Januar 2026 mit einem genehmigten Haushalt arbeiten. Bei einer späteren Entscheidung würde zunächst eine vorläufige Haushaltsführung greifen – mit eingeschränktem Handlungsspielraum.
Fazit
Die Stadt bleibt auch in den kommenden Jahren durch hohe Pflichtausgaben stark gebunden. Trotzdem will der Stadtrat wichtige Zukunftsprojekte sichern – von der Kinderbetreuung über Straßen bis hin zur wirtschaftlichen Entwicklung. Fördermittel spielen dabei eine Schlüsselrolle. 

Beschlüsse des Stadtrates
Nutzung der Sportanlage Brehna
Der Stadtrat beschloss einstimmig, die Nutzungsvereinbarung der Sportanlage Brehna bis 2040 zu verlängern. Damit kann der TSV Blau-Weiß Brehna Fördermittel für eine automatische Beregnungsanlage beantragen.

Interkommunale Wärmeplanung
Die Städte Sandersdorf-Brehna, Bitterfeld-Wolfen, RaguhnJeßnitz und Zörbig erarbeiten derzeit gemeinsam einen Wärmeplan, um bis 2045 eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen.
Die Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalysen liegen vor. Vom 1. September bis 1. Oktober 2025 können alle Bürgerinnen und Bürger den Entwurf einsehen und eigene Hinweise geben – im Rathaus (Zimmer 24) sowie online über das Beteiligungsportal des Landes. Auch beim Stadtfest am 20. September wird es einen Infostand geben.

Beteiligen Sie sich mit ihren Beiträgen an der Interkommunalen Wärmeplanung über das Beteiligungsportal. (Nicht mehr möglich, Stand Mai 2026)



Bebauungsplan „Gewerbegebiet West, Brehna“

Der Stadtrat beschloss nach Abwägung der Stellungnahmen die 1. Änderung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet West“ in Brehna. Die Änderung war erforderlich, um den Plan an die tatsächliche Entwicklung seit den 1990er Jahren anzupassen.
Annahme von Zuwendungen
• 3.000 € (private Spende)
• 18.813 € für Mobiliar im Projekt „Kooperation Schule und Hort“ in Brehna Beide Zuwendungen wurden einstimmig angenommen.
Klage gegen Kreisumlage
Umstritten war die Entscheidung zur Finanzierung einer Klage gegen die vom Landkreis erhobene Kreisumlage. Mehrere Stadträte sahen das finanzielle Risiko kritisch. Bürgermeisterin Syska betonte dagegen, dass es um ein faires Abwägungsverfahren und die Wahrung der Interessen der Stadt gehe. Nach intensiver Diskussion stimmte der Stadtrat mehrheitlich (13 Ja, 10 Nein) für die Bereitstellung der notwendigen Mittel.
Feuerwehrgebührensatzung
Die Gebührensatzung für Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr wurde in vereinfachter Form angepasst, um Rechtssicherheit zu schaffen. Beschluss: mehrheitlich angenommen (1 Nein, 1 Enthaltung).
Die nächste Sitzung des Stadtrates findet am 1. Oktober statt.

Stefanie Rückauf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/ Stadtmarketing


Beschlussprotokoll vom Stadtrat (27.8.2025) und seinen Ausschüssen (nichtöffentlicher Teil)

Vergabeausschuss am 19.08.2025

Kauf eines Gebrauchtwagen
DSNR: 216/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Erweiterung Sanitärbereich Turnhalle Zscherndorf - Los 1 Bauhauptgewerk
DSNR: 217/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Herrichten von Vereinsräumen Kultur- und Sportzentrum Brehna - Los 4 Zimmererarbeiten
DSNR: 218/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Herrichten von Vereinsräumen Kultur- und Sportzentrum Brehna - Los 3 Dachabdichtungsarbeiten
DSNR: 219/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Herrichten von Vereinsräumen Kultur- und Sportzentrum Brehna - Los 5 Maurerarbeiten
DSNR: 220/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Erneuerung von Kletterkombinationen auf öffentlichen Spielplätzen
DSNR: 221/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Herstellung einer Stellfläche für die Feuerwehr am Löschteich Platz der Deutschen Einheit in Sandersdorf
DSNR: 222/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Stadtrat am 27.08.2025

Bestätigung der Auswahlentscheidung des Vorschlagsverfahrens zum ehrenamtlichen Ortswehrleiter der Ortsfeuerwehr Brehna
DSNR: 184/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.

Veräußerung des Feuerwehrfahrzeuges LF 16/TS der Ortsfeuerwehr Roitzsch
DSNR: 187/2025
Der Beschluss wird mit 21 JA-Stimmen, 0 NEIN-Stimmen und 0 Enthaltungen angenommen.

Veräußerung des TLF 16/25 der Ortsfeuerwehr Sandersdorf
DSNR: 213/2025
Der Beschluss wird mit 14 JA-Stimmen, 0 NEIN-Stimmen und 8 Enthaltungen angenommen.

Abschluss des Kaufvertrags für das Flurstück 36/1, Flur 3 der Gemarkung Brehna
DSNR: 188/2025
Der Beschluss wird mit 20 JA-Stimmen, 2 NEIN-Stimmen und 0 Enthaltungen angenommen.

Abschluss des Kaufvertrags für das Flurstück 251/19, Flur 8 Gemarkung Brehna
DSNR: 189/2025
Dem Beschluss wird einstimmig zugestimmt.