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Stadtarchiv zur Schnabel-Lesung in Berlin

Schnabel-Lesung Berlin
Johann Gottfried Schnabel schrieb „eines der wichtigsten Werke unserer Literatur“. So Arno Schmidt (deutscher Schriftsteller) 1960. Hiermit ist der vierbändige Roman „Wunderliche FATA einiger See-Fahrer“ gemeint. Er gilt als bedeutendste deutsche Robinsonade und Dokument der Frühaufklärung. Johann Gottfried Schnabel, 1692 geboren in Sandersdorf, schrieb neben der „Insel Felsenburg“ seinen zweiten bedeutenden Roman „Der im Irr-Garten der Liebe herum taumelnde CAVALIER“. Dieser stand bisher völlig im Schatten Schnabels Hauptwerks und wurde allenfalls als Kuriosum wahrgenommen. 2014 erschien in der Reihe „Schnabeliana“ der Johann-Gottfried-Schnabel-Gesellschaft die erste wissenschaftliche Edition des Textes der 1738 erschienenen Erstausgabe.

Am 26. Juni 2015 lud die Landesvertretung Sachsen-Anhalt zusammen mit der Johann-Gottfried-Schnabel-Gesellschaft zur Lesung der Neu-Edition des zweiten Romans von Johann Gottfried Schnabel „Der im Irr-Garten der Liebe herum taumelnde CAVALIER“ in die Landesvertretung Sachsen-Anhalt nach Berlin. Frau Synnatzschke, Heimatforscherin für Sandersdorf und Mitglied der Schnabel-Gesellschaft, wurde vom Stadtarchiv Sandersdorf-Brehna zu dieser Kooperationsveranstaltung begleitet.
Nach der Begrüßung und Einführung in Johann Gottfried Schnabels Leben und Werk durch Dr. Michael Schneider (Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten – Bevollmächtigter des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund), folgten Grußwort und Bemerkungen zur ersten wissenschaftlichen Edition des Romans von Herrn Gerd Schubert, Vorsitzender der Johann-Gottfried-Schnabel-Gesellschaft. Der Schauspieler Heikko Deutschmann (u.a. bekannt aus Tatort, Polizeiruf 110, Der Alte) las darauf Auszüge aus Johann Gottfried Schnabels zweiten Roman, die der Publizist und Schnabel-Kenner Dr. Peter Gugisch auswählte und zusammenfassend erläuterte.

Beim Empfang nach der Lesung blieb dann genügend Zeit für ausführliche Fachgespräche zum Roman und Leben Schnabels. Zeit für das Fachsimpeln und Auswerten von Archivischen Quellen oder Erläuterungen über die genealogische Forschung der Nachfahren des einst in Sandersdorf geborenen Johann Gottfried Schnabel. Nicht nur durch Gespräche mit dem Schnabel-Nachkommen Eberhard Lange (im Bild) und dem 3. Vorsitzender des Figurentheaters Northeim Hartmut Fischer eröffneten sich neue Denkansätze für das Stadtarchiv Sandersdorf-Brehna für die Recherche und Verbreitung der Geschichte bezugnehmend auf Johann Gottfried Schnabel.
Eine sehr interessante und wissenswerte Veranstaltung in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt in Berlin, welche zur Erinnerung eines teilweise vergessenen Sandersdorfer aufruft.
„Hiermit möchten wir uns vielmals bei Frau Synnatzschke bedanken und freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte, nicht nur zum Thema Johann Gottfried Schnabel.“
Stadtarchiv Sandersdorf-Brehna


Letzte Änderung am 19.10.2015, 10:31 Uhr