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Flugunglück auf dem Flugplatz in Renneritz

55 Kameraden der Feuerwehren aus Sandersdorf-Brehna im Einsatz

Flugunglück auf dem Flugplatz in Renneritz

Sandersdorf-Brehna, 19. Juli 2021. Gestern, am Sonntag, den 18. Juli, ereignete sich am späten Nachmittag auf dem Flugplatz in Renneritz ein schweres Unglück eines Kleinflugzeugs. Beim Absturz einer einmotorigen Maschine kamen der Pilot und drei weitere Insassen ums Leben.

Die Ortsfeuerwehren Renneritz, Glebitzsch, Brehna, Roitzsch und Petersroda wurden um 16:48 Uhr über die Leitstelle des Landkreises zum Einsatzort alarmiert. 17:49 Uhr folgte die Nachalarmierung der Ortswehr Sandersdorf. Die Einsatzleitung übernahm der Stadtwehrleiter Sven Winterling, der wiederum im Kontakt mit der amtierenden Bürgermeisterin Sabine Montag stand.

Insgesamt 55 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Sandersdorf-Brehna waren mit 15 Feuerwehrfahrzeugen vor Ort im Einsatz. Sie übernahmen zunächst die Erstversorgung einer schwerstverletzten Person und die Löschung des in Brand befindlichen Flugzeugs direkt nach Ankunft. Zusätzlich wurde die vorhandene Feuerwehrtechnik bei der Bergung eingesetzt. Um die Arbeit der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) und der Kriminalpolizei bei Einsetzen der Dunkelheit zu unterstützen, leuchteten die Kameraden zudem die Unglücksstelle aus.

Um 23:20 Uhr übergab der Einsatzleiter die Einsatzstelle an die Polizei, bevor 20 Minuten später der letzte Kamerad das Gerätehaus wieder erreichte.

Im weiteren Einsatz an der Unglücksstelle waren zwei Rettungshubschrauber, vier Rettungswagen, ein Kriseninterventionsteam (KIT), die Fachdienstbetreuung des Deutschen Roten Kreuzes sowie die Polizei.   

Wir sind zutiefst erschüttert über das tragische Unglück. Den Betroffenen und Hinterbliebenen gilt unser aufrichtiges Beileid.

Die amtierende Bürgermeisterin Sabine Montag dankt den Einsatzkräften: „Unseren Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren spreche ich den größten Dank aus. Ihre Einsatzbereitschaft bei solch tragischem Unglück verdient meine höchste Anerkennung und meinen höchsten Respekt. Um das Erlebte zu verarbeiten, steht die Stadt unterstützend zur Seite.“ Erste Termine zur Nachbereitung des Geschehens mit Spezialisten wurden bereits vereinbart.

Hintergrund:
Das Flugunglück ereignete sich zu Beginn eines auf dem Flugplatz Renneritz geplanten zweiwöchigen Jugendcamps mit ca. 50 Jugendlichen aus Nordrhein-Westfalen und dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld.  

 

Letzte Änderung am 19.07.2021, 15:59 Uhr

© Stefanie Rückauf E-Mail

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