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Bürgerdialog in Zscherndorf - Übersicht zu Bauprojekten und Bürgeranliegen

1. Sanierung der Straßen und Wege 

In Zscherndorf wird aktuell an vielen Stellen gebaut, was bei den Einwohnerinnen und Einwohnern für Diskussionen sorgt. Ein Thema der Einwohnerversammlung war die August-Bebel-Straße. Bürgermeisterin Steffi Syska erklärte, dass die Sanierung nach Verzögerung wieder im Zeitplan liegt. Der zweite Bauabschnitt wird derzeit ausgeschrieben, der Baustart ist für Mai oder Juni 2026 vorgesehen und Fertigstellung soll bis Mitte 2027 erfolgen. Insgesamt investiert die Stadt rund 2,2 Mio. Euro. Anwohnerinnen und Anwohner müssen sich weiterhin auf Einschränkungen einstellen, da Grundstückszufahrten noch nicht voll nutzbar sind.
Auch die neu gebaute Radwegeverbindungen an der Lieselotte-Rückert-Straße sorgte für Gesprächsbedarf. Die Maßnahme wurde vom Landkreis umgesetzt - allerdings ohne Beleuchtung. Bürgerinnen und Bürger äußerten Sorgen hinsichtlich der Sicherheit und schlugen Solarleuchten vor. Dies Bürgermeisterin wies darauf hin, dass eine Beleuchtung gesetzlich nicht vorgeschrieben sei, versprach jedoch, die Hinweise an den Landkreis weiterzugeben und eine Klärung einzuholen.

2. Sport- und Freizeitbereiche

Für die Sanierung der Duschen in der Turnhalle stehen rund 245.000 Euro bereit, die zu 80 Prozent gefördert werden. Auf dem Sportplatz wurde ein Modell eines möglichen Rasenroboters vorgestellt, dessen Qualität die Bürgermeisterin ausdrücklich bestätigte.Zudem sollen die Fußballtore auf Bolzplatz / Festwiese erneuert werden. Positiv hervorgehoben wurde der modernisierte Spielplatz im Vogelpark, der bereits abgenommen wurde. Er ist mit zwei neuen Bänken ausgestattet, kleinere Restarbeiten stehen noch aus. Eine Anwohnerin erinnerte an die im Ortschaftsrat diskutierte Frage der Sicherheit auf dem Weg zwischen Vogel- und Fasanenweg. Bürgermeisterin Steffi Syska und Ortsbürgermeister De. Eric Römbach sagten zu, diesen Punkt nach Abschluss aller Maßnahmen erneut zu prüfen.

3. Radwege und Mobilität

Ein weiterer Schwerpunkt war der Radweg zwischen Zscherndorf und Bitterfeld, der durch die Stadt Sandersdorf-Brehna in Kooperation mit der Stadt Bitterfeld-Wolfen realisiert wird. Die Maßnahme soll Amfang 2026 beginnen und bis zum dritten Quartal desselben Jahres fertiggestellt sein. Die Kosten belaufen sich auf rund 900.000 Euro. Der Radweg wird autoverkehrsfrei geführt und mit Solarleuchten ausgestattet sein. 

4. Sicherheitssicherheit im Ort

Mehrere Bürgerinnen und Bürger schilderten Probleme mit zugeparkten Einmündungen, schlechten Sichtverhältnissen und der Notwendigkeit von Markierungen oder einem Verkehrsspiegel. Das bestehende Einbahnstraßensystem im Umfeld der Schule wurde hingegen als positiv bewertet. Bürgermeisterin Steffi Syska kündigte an, dass diese Erfahrungen in das städtische Verkehrskonzept einfließen sollen. In der Vogelallee und im Fasanenweg bestehen zudem Sorgen hinsichtlich der Sicherheit von Kindern. Ortsbürgermeister Dr. Eric Römbach  berichtete, dass die Verwaltung bereits reagiert habe und ein entsprechendes Sicherungselement gesetzt werden soll.

5. Lutherplatz und Lutherhütte

Besonders kontrovers wurde die Situation am Lutherplatz und der Lutherhütte diskutiert. Anwohner berichteten von nächtlichem Lärm, Böllern, Alkohol und sogar gefundenem Drogenbesteck. Die Belastung sei für die Nachbarschaft kaum noch tragbar. Steffi Syska und Dr. Eric Römbach waren sich einig, dass die Lutherhütte ein Problemfall darstellt. Diskutiert wurden mögliche feste Nutzungszeiten, bauliche Veränderungen oder ein Standortwechsel. Römbach brachte erneut die Idee ein, Freizeitangebote wie Skateranlage und Hütte langfristig an einem zentralen Ort außerhalb der Wohnbebauung zu bündeln. Die Bürgermeisterin kündigte zudem Gespräche mit der Polizei an, um im Hinblick auf Lärm, Böller und Drogenfunde Lösungen zu entwickeln, die sowohl Jugendliche als auch Anwohner entlasten.

Stefanie Rückauf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Stadtmarketing