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Bericht über den öffentlichen Teil der Stadtratssitzung am 28. Januar 2026

Der Stadtrat der Stadt Sandersdorf-Brehna trat am 28. Januar 2026 zur ersten Sitzung des Jahres zusammen. Neben Informationen der Bürgermeisterin standen mehrere Beschlussvorlagen sowie Stadtratsanfragen auf der Tagesordnung.


Informationen der Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Steffi Syska informierte darüber, dass die Fördermittel für archäologische Leistungen und Suchschachtungen im Rahmen der Ausbaustufe 0 des Industriegebiets Brehna II in Höhe von 5.085.103,00 Euro bereits eingegangen sind. Damit stehen der Stadt frühzeitig liquide Mittel zur Verfügung.


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Stadtratssitzung am 28. Januar 2026

Anfragen und Hinweise aus dem Stadtrat

  • Zum Thema eines möglichen Spannungs- und Krisenfalls wurde erläutert, dass hierfür Konzepte auf Landkreisebene bestehen und ein regelmäßiger Austausch stattfindet.
    (Ein Spannungs- oder Krisenfall ist eine Ausnahmesituation, z. B. bei Krieg, längerem Stromausfall oder einer großen Katastrophe. In solchen Fällen greifen besondere Notfallpläne zum Schutz der Bevölkerung.)

  • In Renneritz hat sich eine Bürgerinitiative zum Schutz der Natur gebildet. Zudem wurde ein neuer Verein gegründet.

  • Das Heimatfest Renneritz ist für August 2026 geplant.

  • Angesprochen wurde das weiterhin bestehende Problem mit den Gelben Säcken. Die Verwaltung verwies darauf, dass hierfür das Duale System und übergeordnete Stellen zuständig sind.

  • Die Einnahmen aus dem Oldies Cup (30.01.) sollen einem Projekt des Freizeittreffs zugutekommen – zur Gestaltung einer öffentlichen Wandfläche im Rahmen des Frühjahrsputzes am 11. April.


Machbarkeitsstudie Radweg Bitterfeld-Wolfen – Delitzsch

Der Stadtrat beschloss einstimmig die Beteiligung an einer Machbarkeitsstudie für eine Radwegeverbindung zwischen Bitterfeld-Wolfen und Delitzsch.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 30.000 Euro, wovon 70 Prozent gefördert werden. Der Eigenanteil der Stadt Sandersdorf-Brehna beträgt 1.800 Euro.


Sanierung „Technisches Rathaus“ Brehna

Intensiv diskutiert wurde die Änderung des Grundsatzbeschlusses zur Sanierung des „Technischen Rathauses“ in Brehna. Ziel ist die energetische Sanierung des Gebäudes, die Schaffung zusätzlichen Büroraums sowie die Vermeidung von Leerstand.

Erörtert wurden Fragen zur Fördermittelsicherheit, Zweckbindung und Wirtschaftlichkeit. Der Stadtrat einigte sich auf eine geänderte Beschlussformulierung und beschloss die Sanierung auf Grundlage der aktualisierten Wirtschaftlichkeitsanalyse unter Berücksichtigung der Fördermittelvorgaben.


Kommunale Wärmeplanung

Der Stadtrat befasste sich erneut mit der kommunalen Wärmeplanung. Die Diskussion zeigte unterschiedliche Auffassungen zur Ausgestaltung und zu möglichen Auswirkungen auf Bürgerinnen und Bürger.

Thematisiert wurden unter anderem der hohe Anteil von Gasheizungen, langfristige Zielvorgaben, Kostenfragen sowie Eigentümerrechte. Der Beschluss wurde mit 8 Ja-Stimmen, 11 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen abgelehnt.

(Siehe dazu nachfolgender Extra-Beitrag.)


Bargeldzahlung in der Stadtverwaltung

Ein Antrag zur Sicherung der Bargeldzahlung führte zu einer intensiven Debatte. Hintergrund waren Änderungen im Zahlungsverkehr der Stadtverwaltung.

Der Stadtrat beschloss:

  • Barzahlungen bleiben weiterhin möglich, um niemanden von Verwaltungsleistungen auszuschließen.

  • Die Verwaltung wird beauftragt, bis zum 1. Juli 2026 ein Konzept für einen bürgerfreundlichen, mehrstufigen Zahlungsverkehr vorzulegen, das Bargeld, Kartenzahlung und weitere Optionen berücksichtigt.

In der Diskussion wurden Bürgernähe ebenso wie Sicherheits-, Kosten- und Organisationsfragen beleuchtet. Der geänderte Beschlussvorschlag wurde mehrheitlich angenommen.

(Siehe dazu nachfolgender Extra-Beitrag.)


Fazit

Die Stadtratssitzung war geprägt von intensiven Sachdebatten, wichtigen Entscheidungen zu Investitionen und Fördermitteln sowie Fragen der Bürgerfreundlichkeit. Zugleich zeigte sich ein offener Austausch zu aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung.

Stefanie Rückauf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Stadtmarketing