Bürgerdialog in Renneritz: Austausch zu aktuellen Themen und Anliegen
Am 4. Juni fand in Renneritz der Bürgerdialog mit Bürgermeisterin Steffi Syska und Ortsbürgermeister Torsten Wolf statt. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen in der Stadt Sandersdorf-Brehna sowie konkrete Hinweise, Fragen und Anregungen aus der Ortschaft.
Zu Beginn informierte Bürgermeisterin Syska über zentrale Themen der Stadtentwicklung. Das Stadtentwicklungskonzept ISEK soll am 24. Juni in einem Sonderstadtrat beraten werden und bildet eine wichtige Grundlage für die Ausrichtung der Stadt in den kommenden zehn Jahren. Auch das Verkehrskonzept wurde angesprochen. Hier sind sowohl digitale als auch analoge Beteiligungsmöglichkeiten für die Bevölkerung vorgesehen. Die eingehenden Hinweise sollen anschließend fachlich bewertet und priorisiert werden.
Beim Stadtwappen liegt inzwischen eine Mitteilung des Landkreises vor. Das Thema soll am 1. Juli im Stadtrat behandelt werden. Im Rahmen des Stadtfestes ist zudem eine Weihe der Fahne vorgesehen. Für das Stadtfest in Petersroda wurde erneut auf den geplanten Bustransfer hingewiesen.
Ein weiteres Thema war die Franz-Weise-Straße in Renneritz. Hier wurden rund 200.000 Euro investiert. Auch die Teichrenaturierung wurde angesprochen. Zunächst sind unter anderem eine Schlammtiefenermittlung und weitere Abstimmungen mit den Wasserbehörden notwendig. Es handelt sich um ein langfristiges Projekt, das nun anlaufen soll.
Weitere Verkehrsthemen wurden ebenfalls aufgegriffen:
• Der Verkehrsspiegel am Elfenweg wurde bereits an den Landkreis gemeldet.
• Die Poller vor der Gartenanlage befinden sich in Bearbeitung.
• Die Straße an der Feuerwehr wird perspektivisch eine grundhafte Sanierung benötigen; zunächst steht voraussichtlich das Feuerwehrhaus im Fokus.
• Für die Glebitzscher Straße wurden Smiley-Tafeln angeregt. Diese sollen schrittweise an geraden Ortseinfahrten in allen Ortsteilen eingesetzt werden.
• Aus der Bürgerschaft wurde der Wunsch nach einer besseren zeitlichen Einordnung von Maßnahmen geäußert. Bürgermeisterin Syska zeigte Verständnis für die Frustration, verwies zugleich aber auf notwendige Prüfungen, Zuständigkeiten und Priorisierungen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Mülldeponie. Bürgermeisterin Syska informierte über den aktuellen Stand: Die Deponieklasse DK II werde fertiggestellt und unterliege höheren Auflagen. Zur Standsicherheit im Bereich der B 100 stehe noch eine Bewertung aus. Für DK 0 seien die Anlagen vorhanden; das Verfahren befinde sich in einem begrenzten Rahmen der Erörterung. Nach aktueller Information soll es in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die Stadt werde sich weiterhin gegen die geplanten Deponien der Klassen 0 und I einsetzen. Dabei wurde auch auf die Größenordnung von rund 60 Fußballfeldern verwiesen.
Auf dem Friedhof wurde der Umgang mit älteren Grabstätten angesprochen. Aus der Bürgerschaft kam der Wunsch, historische Gräber, etwa aus dem Jahr 1870, nicht ohne Weiteres zu entfernen. Bürgermeisterin Syska verwies auf die geltende Friedhofssatzung und darauf, dass bei denkmalrelevanten Fragen die Denkmalbehörde einzubeziehen sei. Zudem wurden die Unkrautentfernung auf den Wegen und die allgemeine Pflege thematisiert.
Auch Repowering-Anträge für Windenergieanlagen kamen zur Sprache. Die Flächen seien im Rahmen der Regionalplanung ausgewiesen. Bestehende Anlagen würden durch neue ersetzt; zugleich werde das Gebiet in Richtung Zörbig und Köthen erweitert.
Zum Thema Glasfaser wurde empfohlen, das Interesse direkt bei der Telekom anzumelden, damit der Bedarf für Renneritz sichtbar wird.
Weitere Hinweise aus der Bürgerschaft betrafen unter anderem:
• Löcher in der Kleinen Gasse, die verfüllt werden sollen,
• die häufige falsche Nutzung der Einbahnstraße, insbesondere im Berufsverkehr; die Zeiten sollen der Polizei gemeldet werden,
• Probleme beim Regenablauf,
• öffentliche Rasenmähung sowie das Verschneiden und Abfahren von Ästen,
• die Pflege von Grünstreifen vor dem Ort,
• Bewuchs, der auf die Straße ragt und gegebenenfalls durch Anschreiben an Eigentümer thematisiert werden soll.
Ausführlich diskutiert wurde auch der Garagenkomplex an der Franz-Weise-Straße. Ein Bürger schilderte Unsicherheiten zu Eigentum, Mietverträgen, baulichem Zustand und künftiger Nutzung. Bürgermeisterin Syska ordnete ein, dass die Garagen bereits 1983 errichtet wurden und derzeit unterschiedliche Pacht- und Mietverhältnisse bestehen. Bestehende Verträge, Pflegepflichten und Kontrollmöglichkeiten seien zu beachten; ein neuer Mietvertrag liege vor beziehungsweise werde zugeschickt.
Zum Abschluss wurde deutlich, dass viele Anliegen aus Renneritz sehr konkret sind und nun in den zuständigen Fachbereichen, Gremien oder mit den jeweiligen Behörden weiterbearbeitet werden müssen. Der Bürgerdialog bot die Möglichkeit, Hinweise direkt aufzunehmen, Sachstände einzuordnen und weitere Schritte transparent zu machen.
Stefanie Rückauf
Presse- und Öffentlichleitsarbeit/ Stadtmarketing