Ramsin
Fläche: 5,70 km²
Einwohner: 879 (Stand 31.12.2022)
Die gute Erreichbarkeit der ruhigen Ortschaft über die Autobahn A9 und Bundesstraße B 100 sowie die in den letzten Jahren verbesserte Infrastruktur bieten einen hohen Wohnwert für die Einwohner von Ramsin. Über 60 neue Wohnhäuser sind seit 1990 in Ramsin entstanden. Diese fügen sich durch hauptsächliche Lückenbebauung wunderbar in das Dorfbild der liebevoll hergerichteten Altbausubstanz ein. Auf kurzem Weg erreicht man den „Landschaftssee Köckern“, der Badewasserqualität hat. Der sanierte Dorfteich und der Dorfplatz mit neuem Spielplatz laden zum Ausruhen und Spielen ein.
Informationen/ Aktuelles
Bürgerdialog in Ramsin: Austausch zu aktuellen Themen, Anliegen und Perspektiven
Am 1. Juni fand in Ramsin der Bürgerdialog mit Bürgermeisterin Steffi Syska und Ortsbürgermeister Kai Tkalec statt. Ziel der Veranstaltung war es – wie bereits in Heideloh und auch bei den kommenden Bürgerdialogen – mit den Bürgerinnen und Bürgern direkt ins Gespräch zu kommen, aktuelle Entwicklungen vorzustellen sowie Hinweise, Kritik und Anregungen aus der Ortschaft aufzunehmen.
Bürgermeisterin Syska informierte zunächst über zentrale Themen der Stadtentwicklung. Beim Wappen befinde sich die Stadt in der finalen Abstimmung mit dem Landkreis. Angestrebt wird eine Beschlussfassung im Stadtrat am 1. Juli.
Auch das Stadtentwicklungskonzept ISEK wurde angesprochen. Neben geäußerten Bedenken seien viele konstruktive Ideen aus der Bürgerschaft, auch aus Ramsin, eingebracht worden. Das Thema soll in einem Sonderstadtrat weiter beraten werden.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Verkehrskonzept, das im Juni mit einer internen Vorlauf- und Analysephase startet. Anschließend soll ein Beteiligungskonzept folgen, damit Hinweise aus den Ortschaften einfließen können. Aus Ramsin wurden unter anderem beschädigte Wassereinläufe durch Lkw, die Roitzscher Straße, die Straßenreinigungssatzung sowie die Situation am Dorfteich benannt.
Ortsbürgermeister Kai Tkalec berichtete anschließend über aktuelle Themen aus Ramsin. Der Bürgerraum werde stärker nachgefragt. Mit neuem Geschirrspüler, Kühlschrank und Geschirr für bis zu 60 Personen hätten sich die Nutzungsmöglichkeiten deutlich verbessert.
Auch die SG Ramsin wurde angesprochen. Da neue Tore nun über die Stadt finanziert werden, stehen der Ortschaft rund 3.000 Euro anderweitig zur Verfügung. Diskutiert wurde unter anderem der Bedarf an einem Rasenmäher, der auch im Ort genutzt werden könnte.
Mehrfach ging es um die Unterstützung der Vereine und des Ehrenamtes. Themen waren unter anderem fehlende Lagerflächen, Vereinsmaterial, mögliche Fördermittel sowie die Pflege städtischer Flächen. Bürgermeisterin Steffi Syska betonte die große Bedeutung des Ehrenamtes als Stütze der Gesellschaft.
Weitere Themen wurden ebenfalls aufgegriffen:
• Die Wege auf dem Friedhof Ramsin sollen nach aktueller Planung 2027/2028 neugestaltet werden.
• Auf dem Spielplatz wurde eine Kreidetafel im Wert von rund 2.500 Euro installiert.
• Die Stadtradeltour wurde positiv hervorgehoben; Bürgermeisterin Syska dankte für solche Ideen.
• Das Stadtfest in Petersroda findet vom 19. bis 21. September statt; ein kostenfreier Shuttle aus den Ortschaften ist vorgesehen.
Aus der Bürgerschaft kamen zudem Hinweise zu baulichen Missständen und sogenannten Schrottimmobilien. Zu einer problematischen Immobilie in Ramsin erklärte Bürgermeisterin Syska, dass ein Verfahren laufe und eine bauliche Prüfung angestoßen sei. Erst nach Bewertung, Bepreisung und Ablauf der entsprechenden Fristen könne über konkrete Maßnahmen entschieden werden. Auch Sicherheitsbedenken wegen eines sichtbaren Risses an einem Giebel wurden angesprochen; der Sachverhalt wurde an den Landkreis weitergegeben.
Zur Gartenstraße wurde auf einen zugemüllten und aus Sicht der Anwohnerinnen und Anwohner wenig sinnvollen Graben hingewiesen. Genannt wurden fehlende Pflege, Laub, Probleme für Rad- und Autofahrer sowie mögliche Lösungen wie Begradigung, Versickerung oder Parklücken. Zudem wurde eine defekte Laterne gemeldet. Bürgermeisterin Syska bat darum, hierfür den Bürgermelder zu nutzen, da die Hinweise darüber direkt an die zuständigen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter weitergeleitet werden.
Bei Ruhestörungen wurde auf die Gefahrenabwehrverordnung, insbesondere die Ruhezeit von 13 bis 15 Uhr, verwiesen. Bei anhaltendem Hundegebell sei ein Lärmprotokoll nötig; Meldungen müssten an das Ordnungsamt erfolgen, damit gehandelt werden könne.
Ein emotional diskutiertes Thema war die Zukunft der Kita in Ramsin. Kai Tkalec machte deutlich, dass die Kita derzeit noch vorhanden sei, man sich aber ehrlich mit der Entwicklung der Kindertagesstätten in der gesamten Stadt befassen müsse. Für die Kita Ramsin seien in der Vergangenheit rund 800.000 Euro aufgewendet worden. Sollte es perspektivisch Veränderungen geben, müsse über eine sinnvolle Nachnutzung des Gebäudes nachgedacht werden. Die Entscheidung treffe letztlich der Stadtrat, der Ort solle jedoch einbezogen werden.
Auch die ärztliche Versorgung wurde thematisiert. Ramsin verfüge mit Hausarzt und Zahnarztpraxis über wichtige Angebote, die nicht selbstverständlich seien und wertgeschätzt werden sollten.
Weitere Punkte betrafen unter anderem:
• eine Ersatzheckenbepflanzung an der Mühlstraße,
• den Wunsch nach Kunstrasen auf einer Schotterfläche am Sportplatz,
• städtische Mittel und Brauchtumsgelder,
• das derzeit ruhende Solarvorhaben an der Kieswerkstraße,
• die Schilfbeseitigung am Dorfteich unter Beachtung gesetzlicher Vorgaben,
• mögliche Ideen wie Hochbeet, Wasserhahn oder Wasserleitung, die als Impuls an die Ortsvertretung herangetragen werden müssten,
• Fördermöglichkeiten für Vereine und die Anregung, gegebenenfalls eine Vereinsveranstaltung zum Thema Fördermittel zu organisieren,
• die Initiative „Mein Schopp“ mit derzeit 119 von benötigten 220 Unterstützerinnen und Unterstützern,
• sowie den Hinweis, den Bürgermelder stärker für Anliegen wie defekte Beleuchtung, beschädigte Verkehrsschilder, Müllablagerungen oder andere Missstände zu nutzen.
Zum Abschluss wurde dem Ortschaftsrat und Ortsbürgermeister Kai Tkalec für ihr Engagement gedankt. Der Bürgerdialog machte deutlich, dass in Ramsin viele Themen offen und konstruktiv angesprochen wurden. Die Hinweise sollen nun in den zuständigen Gremien, Fachbereichen oder im Ortschaftsrat weiterbearbeitet werden.
Stefanie Rückauf
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/ Stadtmarketing
🌟 Kleine Künstler aufgepasst: Neue Maltafel in Ramsin
Auf dem Spielplatz in Ramsin gibt es eine neue Attraktion: Eine Maltafel lädt ab sofort Kinder zum kreativen Gestalten ein.
Die Anschaffung geht auf eine Initiative von Ortsbürgermeister Kai Tkalec zurück und wurde durch die Stadt Sandersdorf-Brehna umgesetzt. Nach dem Einbau steht die Maltafel nun allen kleinen Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung.
Ein schönes Beispiel dafür, wie Spielplätze weiterentwickelt und noch attraktiver gestaltet werden können.
10. Ramsiner Weihnachtsmarkt und Baumpatenschaft
Liebe Ramsinerinnen und Ramsiner,
mit großer Freude konnten wir den 10. Ramsiner Weihnachtsmarkt am 29.11. durchführen. Ein solches Jubiläum erfüllt uns mit stolz - nicht nur, weil unser Weihnachtsmarkt zu einer fest verankerten Tradition geworden ist, sondern vor allem, weil er zeigt, was wir gemeinsam als Dorfgemeinschaft bewegen können.
Ein großes Dankeschön richtet sich hierbei an den Heimatverein Ramsin, der die Baumpatenschaft für die gepflanzte Nordmanntanne auf unserem Dorfplatz übernommen hat. Mit dieser Geste zeigt der Verein einmal mehr seinen Einsatz für die Verschönerung unseres Ortes und für das gemeinschaftliche Miteinander.
Mein besonderer Dank gilt zu dem allen engagierten Bürgern, die sich in diesem Jahr 2025 mit viel engagement, Ideenreichtum sowie Herzblut in und für unsere Ortschaft eingesetzt haben.
Ich wünsche allen Familien eine friedvolle Adventszeit, ein besinnliches Weihnachtsfest und einen gesunden Start in das neue Jahr 2026
Kai Tkalec - Ortsbürgermeister von Ramsin
Volkstrauertag, Gedenken der Opfer von Gewalt und Krieg, führte der Heimatverein Ramsin, am 16.11.2025, eine Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal durch
Der Ortschaftsrat und Heimatverein Ramsin hatten alle Mitglieder des Vereins und Bürger von Ramsin zur kranzniederlegung am Kriegerdenkmal eingeladen.
Das Ziel, Gedenken 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg gegen Gewalt jeglicher art wurde von Allen aktzeptiert und erkannt.
Das Zitat von George Santayana:
"Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen"
ist nach wie vor aktuell.
In einer anschließenden Gesprächsrunde haben wir die Geschichte und Bedeutung, nicht nur zu diesem Tag, diskutiert und erläutert.
In unserem Bürgerraum hatten wir dazu alles vorbereitet, um diesen Tag auch für jeden Einzelnen zu einem erlebnis zu gestalten.
In lockeren Gesprächen hatten wir Alle dazu eingeladen, ihren Standpunkt darzulegen, was auch genutzt wurde.
Wir möchten uns bei allen teilnehmenden Einwohnern von Ramsin und Mitgliedern unseres Vereines bedanken, die nicht vergessen haben, welchen Wohlstand wir doch genießen, bei allen täglich auftretenden Problemen.
Im Namen des Heimatverein Ramsin e.V.
Hans-Jörg Ackermann
Das Orgelkonzert im Rahmen des 20. Rühlmannorgel-Festival, in der Ramsiner Dorfkirche am 31.10.2025
Im Rahmen des 20. Rühlmannorgel-Festival lauschten am 31.Oktober 2025, 35 Gäste, in der Dorfkirche Ramsin den klängen unserer Rühlmannorgel aus dem Jahre 1892. Neben dem Organisator des Festivals und Organisten Matthias Müller konnten wir als Solisten die international bekannte Sopranistin Christel de Meulder begrüßen.
Herr Müller gab auch dieses mal in seiner lockeren und freundlichen Art, wie in den vergangenen fünf Konzerten der Vorjahre, zu jedem gespielten Stück einige Informationen zum Inhalt und zur Herkunft des Musikstückes.
Unsere Konzertgäste waren von der Stimme der Sopranistin Christel de Meulder begeistert und ebenso von seinem Können an der Orgel der uns nun schon gut bekannte Kantor Herr Müller.
Viel Freude wurden den Gästen auch durch das Spielen eines Harmoniums bereitet. Die Zeit verflog im Nu und unsere Besucher bedankten sich bei den Künstlern mit viel Applaus und einer Spende für das sehr gelungene konzert.
Danach boten wir unseren Gästen Kaffee und Kuchen und haben zu einer lockeren Gesprächsrunde eingeladen, was gern genutzt wurde.
Der Heimatverein Ramsin wird diese Tradition weiter fortführen und freuen uns auf das 21. Rühlmannorgel-Festival im Jahre 2026.
Bedanken möchten wir uns auch bei der Kirchengemeinde Sandersdorf, die uns immer gestattet, solche Veranstaltungen in der "Barocken Dorfkirche" Ramsin durchzuführen.
Hans-Jörg Ackermann
Heimatverein Ramsin e.V.
Die geschichtlichen Eckdaten
Ramsin ist erstmals im Jahre 1388 als „Robesien“ urkundlich erwähnt. Die Anlage des Ortsbildes deutet auf ein deutsches Angerdorf mit mehreren Ortsausgängen, Nebenstraßen und einem Dorfanger (zentraler Punkt) hin. Vom Lehn-und Rittergut Ramsin ist ab 1553 zu lesen. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war Ramsin ein ländliches Dorf. Die Einwohner setzten sich aus Leinewebern, Tuchmachern, Hüfnern und Handwerkern zusammen. Als die Kohle-/ Kiesgruben und die Chemiewerke um 1900 entstanden, veränderte sich auch das Leben im Dorf. Die Leineweber und Tuchmacher stellten ihr Gewerbe ein und fanden eine neue Beschäftigung.
Höhepunkte im Dorfleben
- Hähnewettkrähen
- Geflügelzuchtausstellung
- Dorffest
- Tag des offenen Denkmals in der Evangelischen Dorfkirche
- Weihnachtsmarkt
- Mandonlinenorchester in der Dorfkirche
Vereine in Ramsin
- Kleingartenverein „Frohes Schaffen“
- Ramsiner Carnevalverein
- Förderverein Dorfkirche Ramsin
- SG Ramsin 1919
- Rassegeflügelzuchtverein Ramsin
- Heimatverein Ramsin
Ausflugstipp: Kirche Ramsin
Die Dorfkirche Ramsin ist heute das älteste Gebäude im Ort. Nachdem die erste Kirche dem Dreißigjährigen Krieg zum Opfer fiel, nahm sich 1703 der damalige Rittergutsbesitzer Dietrich von Schick den Aufbau einer neuen Kirche vor. 1710 erhielt diese ihre erste Glocke. 1892 wurde die Rühlmann-Orgel eingeweiht. Ein kleines Schmuckstück in Ramsin, das sich über jeden Besuch freut.